Start in die neue Saison

Skispringen: Die Favoriten auf den Gesamtweltcup

Skispringen: (von links) Stefan Kraft, Karl Geiger und Dawid Kubacki sind Mitavoriten auf den Gesamtweltcup.
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Skispringen: (von links) Stefan Kraft, Karl Geiger und Dawid Kubacki sind Mitfavoriten auf den Gesamtweltcup.

Der Weltcup 2020/21 im Skispringen verspricht viel Spannung. Im Kampf um den Gesamtweltcup gehen in der neuen Saison zahlreiche Favoriten an den Start.

Wisla - Der Weltcup 2020/21 im Skispringen beginnt mit einem Teamspringen im polnischen Wisla. Am Sonntag steht das erste Einzelspringen auf dem Programm, dann ist der Kampf um den Gesamtweltcup eröffnet.

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Neben dem Gesamtweltcup stehen in der Saison 2020/21 im Skispringen zahlreiche Highlights auf dem Programm. Mitte Dezember findet die Skiflug-WM im slowenischen Planica statt. Zum Jahreswechsel steigt das alljährliche Highlight, die Vierschanzentournee in Deutschland und Österreich.

Skispringen: Der Kader der deutschen Herren für die Saison 2020/21

Markus Eisenbichler: Geburtsdatum: 03.04.1991; Ski-Club: TSV Siegsdorf; Größte Erfolge: Weltmeister im Einzel, im Team und im Mixed bei der WM 2019 in Seefeld; Platzierung im Gesamtweltcup der Saison 2019/20: 27.
Karl Geiger: Geburtsdatum: 11.02.1993; Ski-Club: SC Oberstdorf; Größte Erfolge: Weltmeister im Team und im Mixed bei der WM 2019 in Seefeld, Silbermedaille im Team bei Olympia 2018 in Pyeongchang; Platzierung im Gesamtweltcup der Saison 2019/20: 2.
Martin Hamann: Geburtsdatum: 10.04.1997; Ski-Club: SG Nickelhütte Aue; Größte Erfolge: Deutscher Vizemeister 2020.
Richard Freitag: Geburtsdatum: 14.08.1991; Ski-Club: SG Nickelhütte Aue; Größte Erfolge: Weltmeister im Mixed bei der WM 2015 in Falun und im Team 2019 in Seefeld, Silbermedaille im Team bei Olympia 2018 in Pyeongchang; Platzierung im Gesamtweltcup der Saison 2019/20: 38.
Skispringen: Der Kader der deutschen Herren für die Saison 2020/21

Im Februar steht dann für die deutschen Skispringer ein ganz besonderer Höhepunkt an. In Oberstdorf findet die Nordische Ski-WM statt, Skispringen ist ein wichtiger Teil der Titelkämpfe. Skispringen: Alle Termine für den Weltcup 2020/21

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Skispringen: Wer sind die Favoriten auf den Gesamtweltcup?

Stefan Kraft: Der 27-jährige Österreicher war der konstanteste Springer der Vorsaison und sicherte sich den Gesamtweltcup. 15 Mal sprang Kraft aufs Podest, dabei gewann er fünf Einzelspringen. Krafts große Stärke ist, dass er auf allen Schanzen sein Potenzial abrufen kann. Drei seiner Siege in der vergangenen Saison sprang er auf Großschanzen ein, er gewann aber auch auf der Normalschanze in Rasnov und siegte beim heimischen Skifliegen in Bad Mitterndorf. In der Vorbereitung hatte Kraft mit Rückenproblemen zu kämpfen, meldet sich aber pünktlich zum Saisonstart fit und ist einer der heißesten Anwärter aufs Gelbe Trikot.

Karl Geiger: Der Oberstdorfer war in der vergangenen Saison Mr. Zuverlässig im deutschen Team. Satte 24 Mal sprang der 27-Jährige in die Top Ten, am Saisonende belegte er mit 140 Punkten Rückstand auf Stefan Kraft den zweiten Platz im Gesamtweltcup. Elf Mal sprang Geiger aufs Podest und feierte insgesamt vier Weltcupsiege. Drei davon gelangen ihm auf der Normalschanze. Im Weltcup-Kalender 2020/21 steht in Rasnov nur ein Springen von der Normalschanze an, was für Geiger einen kleinen Nachteil bedeutet. Dennoch geht der Dritte der Deutschen Meisterschaften aus Oberstdorf als Mitfavorit auf den Gesamtweltcup in die Saison.

Skispringen: Polnisches Duo kämpft um die Krone

Kamil Stoch: Der polnische Routinier kann Gesamtweltcup. In den Saisons 2013/14 und 2017/18 dominierte der 33-Jährige den Weltcup und sicherte sich am Saisonende jeweils das Gelbe Trikot. In der Vorsaison hatte Stoch einige Schwankungen in seinen Leistungen, am Saisonende belegte er den fünften Platz in der Gesamtwertung. Stoch sprang 2019/20 fünf Mal aufs Podium, gewann davon beachtliche drei Springen. Findet Stoch zurück zu seiner Konstanz aus den Vorjahren, muss man ihn im Kampf um Gelb auf dem Zettel haben.

Skispringen: Der Pole Kamil Stoch gehört seit Jahren zu den besten Skispringern der Welt.

Dawid Kubacki: Lange stand der Pole im Schatten von Kamil Stoch, zum Jahreswechsel 2019 auf 2020 ging sein Stern aber so richtig auf. Mit beeindruckender Konstanz gewann der 30-Jährige die Vierschanzentournee und landete in der Weltcup-Gesamtwertung auf einem starken vierten Platz. Mit einer Bilanz von zehn Podestplätzen, darunter drei Weltcupsiege, sprang Kubacki die beste Saison seines Lebens, kam gut durch die Sommervorbereitung und geht als einer der Top-Anwärter auf die vorderen Plätze in die neue Saison im Skispringen.

Ryoyu Kobayashi: Der Japaner dominierte die Saison 2018/19, in der er alle Springen der Vierschanzentournee und den Gesamtweltcup gewann. In der Vorsaison knüpfte der 24-Jährige zu Saisonbeginn an seine Leistungen aus der Saison 2018/19 zunächst an, während der Vierschanzentournee aber verlor Kobayashi an Konstanz und konnte seine Titel nicht verteidigen. Dennoch zeigte er eine gute Saison, landete acht Mal auf dem Podest, davon gewann er drei Springen und wurde letztlich Dritter im Gesamtweltcup. Ein großes Fragezeichen hinter Kobayashi und seinen Teamkollegen bildet die Corona-Pandemie. Die japanische Mannschaft muss aller Voraussicht nach auf die mental wichtige Heimreise vor der Vierschanzentournee verzichten, auch die Heim-Weltcups in Sapporo werden nicht ausgetragen. Dennoch muss man Kobayashi auf der Rechnung haben, technisch ist er einer der stärksten Skispringer im Feld.

Skispringen: Der Japaner Ryoyu Kobayashi geht als Mitfavorit auf den Gesamtweltcup in die Saison.

Neben den genannten Top-Favoriten gibt es zahlreiche Geheimfavoriten auf die Große Kristallkugel. Dazu gehören auch die Deutschen Markus Eisenbichler und Constantin Schmid.

Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die Corona-Pandemie auf den den Kampf um den Gesamtweltcup im Skispringen auswirken wird. Kurzfristige Erkrankungen oder Quarantäne-Maßnahmen können großen Einfluss auf die Gesamtwertung haben.

Quelle: chiemgau24.de

*chiemgau24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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