Überraschungssiegerin

Sechste: Rebensburg zieht Niete in der Wetter-Lotterie

+
Viktoria Rebensburg. 

Erst verfuhr sie sich, dann hielt sie in der Wetterlotterie auch noch eine Niete in der Hand: Viktoria Rebensburg hat beim vom Winde verwehten Weltcup-Super-G in St. Moritz/Schweiz ihren vierten Podestplatz im olympischen Winter verpasst.

Am Ende eines kuriosen Rennens fehlten der besten deutschen Ski-Rennläuferin als Sechstplatzierte 0,43 Sekunden zu Rang drei.

Ständig wechselnde Wind- und Sichtverhältnisse machten das Rennen beinahe zu einer Farce. Über Platz eins und zwei durften sich die beiden Schweizerinnen Jasmine Flury und Michelle Gisin (+0,10 Sekunden) freuen. "Ich hatte tolle Sicht, Sonne, ich hatte wirklich Glück", sagte die überglückliche Siegerin, die als bislang bestes Weltcup-Resultat einen fünften Rang vorzuweisen hatte.

Mit Startnummer eins das Pech

Viktoria Rebensburg hatte sich für das Rennen die Startnummer eins ausgesucht - und damit Pech. Sie fuhr bei schlechter Sicht, sie verfuhr sich dann ein wenig im Mittelteil: "Da habe ich mich falsch orientiert", sagte sie. Dennoch lag sie zwischenzeitlich nur hinter der am Ende drittplatzierten Tina Weirather (Liechtenstein), "wenn's so bleibt, wäre es super", sagte sie in der ARD.

Allein: Es blieb nicht so. Das Wetter schlug Kapriolen, mehrfach wurde das Rennen wegen des starken Windes kurz unterbrochen, zahlreiche Läuferinnen ab Startnummer 10 profitierten vor allem von einer besseren Sicht. Der Internationale Ski-Verband (FIS), sagte Tina Weirather ein wenig verärgert, "hat verschiedene Prioritäten, die Fairness steht nicht an erster Stelle".

Weirather: „Es ist klar, dass das nicht regulär ist“

Die Liechtensteinerin, die vergangenes Wochenende den ersten Super-G der Saison im kanadischen Lake Louise gewonnen hatte, betonte deshalb: "Es ist klar, dass das nicht regulär ist." Es mache einen "großen Unterschied, ob man den Boden sieht oder das Licht flach ist. Die kleinen Wellen kann man nutzen, um Speed zu machen - wenn man sie sieht. Ansonsten holpert man halt so dahin."

Auch Siegerin Fleury räumte ein, dass "einige Athletinnen wirklich Pech hatten" und dies "natürlich nicht fair" gewesen sei. Während die ehemalige Weltmeisterin Anna Veith (Österreich) begünstigt von den Verhältnissen auf Rang fünf fuhr, hinterließ Lindsey Vonn erneut keinen guten Eindruck. Die Amerikanerin landete nur auf Rang 24 - darüber hinaus humpelte sie gestützt auf einen Betreuer aus dem Zielraum.

SID

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare