Abwesende Stars

Saison-Auftakt in Sölden ohne Hirscher, Vonn und Co.

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Lindsey Vonn wird in Sölden nicht an den Start gehen.

Zum Start in den Winter trifft sich traditionell in Sölden die alpine Ski-Familie. Einige Stars werden in diesem Jahr aber fehlen, darunter der beste Rennfahrer seit Jahren und die Rekord-Frau. Auch ein Deutscher gehört zu denjenigen, die verzichte müssen.

Sölden - In Sölden lädt der alpine Ski-Zirkus wie jedes Jahr zur Weltcup-Ouvertüre - ausgerechnet zum Start der Olympia-Saison werden am Wochenende aber einige angeschlagene und verletzte Stars nicht auf dem Rettenbachgletscher zu sehen sein. Unter den Fehlenden ist erstmals seit sieben Jahren auch Marcel Hirscher, der Weltcup-Gesamtsieger und beste Skirennfahrer seiner Generation. Auch andere namhafte Athleten müssen auf die Riesenslaloms am Samstag (Damen) und Sonntag (Herren) verzichten - darunter ein Deutscher.

Marcel Hirscher: Der Österreicher ist eigentlich ein Spezialist für Sölden, fuhr in den vergangenen fünf Jahren jedes Mal auf das Podium. Weil sich der sechsmalige Champion im Gesamtweltcup aber Mitte August den linken Außenknöchel brach und lange einen Gips tragen musste, geht sich ein Start nicht aus. Der 28-Jährige hofft auf ein Comeback im Dezember.

Lindsey Vonn: Für die Weltcup-Rekordsiegerin hat Sölden keine Priorität, sie nimmt die Speed-Rennen in Lake Louise Anfang Dezember in den Fokus. Dort will sie ihren 77 Siegen weitere hinzufügen, um Ingemar Stenmarks Bestmarke (86) zu attackieren. Für die 33-Jährige zählt nach vielen Verletzungen im Hinblick auf Olympia jedes Wochenende ohne Belastung.

Fritz Dopfer: Der deutsche Techniker muss wegen den Folgen seines Schien- und Wadenbeinbruchs vom November 2016 passen. Weil er nach wie vor Schmerzen im Skischuh habe, komme ein Start in Sölden nicht infrage. Der 30-Jährige wolle erst dann Rennen fahren, wenn er „100 Prozent“ fit sei. Dopfer peilt vorerst den Slalom am 12. November in Levi an.

Fritz Dopfer in Aktion.

Lara Gut: Vor einem Jahr hatte die Schweizerin den Riesenslalom in Sölden noch mit riesigem Vorsprung gewonnen. Bei der WM in St. Moritz zog sich die Weltcup-Gesamtsiegerin von 2016 dann aber einen Kreuzbandriss zu. Nach der Reha stand sie Anfang September erstmals wieder auf Skiern und hofft auf ein Renn-Comeback im November in Übersee.

Aksel Lund Svindal: Dem Norweger geht es ähnlich wie Lindsey Vonn: Er will erst bei den Speed-Rennen in Nordamerika in die Saison starten, auch um sein im Januar operiertes Knie vor „zu vielen Schlägen“ zu schützen. Sölden komme „zu früh“ für ihn, sagte der 34-Jährige. Er hat vor allem die Abfahrtsklassiker rund um Kitzbühel und Olympia im Blick.

Eva-Maria Brem: Die Österreicherin hatte Viktoria Rebensburg im Frühjahr 2016 die kleine Riesenslalom-Kristallkugel weggeschnappt. Vor einem Jahr brach sie sich im Training den Unterschenkel und verpasste die Saison. Die 29-Jährige könne aktuell zwar wieder voll trainieren, Sölden aber „passt leider so gar nicht in meinen Zeitplan“, sagte sie jüngst.

Anna Veith: Auch die zweimalige Weltcup-Gesamtsiegerin wurde in der vergangenen Saison am Knie operiert, wegen der Genesungsphase trainiert sie erst seit September im Schnee. Sölden und auch der Slalom in Levi Mitte November hakte sich schnell ab. Die 28-Jährige will wie Vonn und Gut mit Speed-Rennen starten. Ob das in Nordamerika klappt, ist offen.

Ilka Stuhec: Die 26-jährige Slowenin ist keine ausgewiesene Riesenslalom-Fahrerin - und kann im Gegensatz zu den anderen Sölden-Abwesenden auch Olympia schon abhaken. Die beste Abfahrerin der Vorsaison erlitt am Sonntag einen Kreuzbandriss und wird diese Woche operiert. „Für einige Monate“ werde sie kein Rennen fahren, teilte Stuhec frustriert mit.

dpa

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