32:27 gegen Flensburg

Rhein-Neckar Löwen zufrieden nach Sieg im Spitzenspiel

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Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen freut sich über den Sieg gegen Flensburg. Foto: Uwe Anspach

Von einer Vorentscheidung im Kampf um die Handball-Meisterschaft wollen weder die Mannheimer noch die im Spitzenspiel unterlegenen Flensburger sprechen. "Die Saison ist noch unendlich lang", sagt Löwen-Trainer Jacobsen. Die Ausgangsposition ist für ihn jedoch top.

Mannheim (dpa) - Für den Trainer des Tabellenführers Rhein-Neckar Löwen war der 32:27 (20:16)-Erfolg im Spitzenspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zum dritten Titel in Serie.

"Die Saison ist noch unendlich lang", sagte Nikolaj Jacobsen nach dem Spiel. "Es ist noch alles offen. Wir freuen uns aber über die gute Ausgangslage für das Jahr 2018."

Auch nach dem ersten Spiel der Rückrunde ist die Situation an der Tabellenspitze eng wie lange nicht mehr. Mit 30:6 Zählern stehen die Löwen ganz vorne, doch mit jeweils nur einem Punkt Abstand folgen die Füchse Berlin, das Überraschungsteam der TSV Hannover-Burgdorf sowie die Flensburger. Und auch Rekordmeister THW Kiel darf als Fünfter mit 25:11 Punkten noch nicht abgeschrieben werden.

Der Flensburger Rückraumspieler Holger Glandorf will im Titelrennen jedenfalls noch lange nicht aufstecken: "Wir sind immer noch oben dran. Die Saison ist noch sehr, sehr lang und es sind noch so schwierige Spiele für alle zu spielen." Entscheidenden Einfluss wird für den früheren deutschen Nationalspieler die EM vom 12. bis 28. Januar in Kroatien haben. "Man weiß nie, was nach der EM-Pause geschieht und wie gesund und wie fit die Spieler nach Hause kommen", sagte Glandorf im TV-Sender Sky.

Das Duell zwischen den Löwen und Flensburg war ein Musterbeispiel dafür, wie eng die Partien zwischen den deutschen Handball-Topteams sind. Nach einem tollen Start und einer 16:9-Führung in der 21. Minute stellte Jacobsen die Abwehr der Mannheimer auf eine defensivere Variante um. Die Norddeutschen kamen auf, verkürzten nach dem Seitenwechsel auf 19:21 (36.).

Allerdings schaffte es die SG dann nicht mehr, das Spiel zu drehen. Das lag vor allem an Löwen-Keeper Mikael Appelgren, der zwölf zum Teil überragende Paraden zeigte und am Ende 48 Prozent der auf sein Tor abgefeuerten Bälle gehalten hatte. Appelgrens Leistung nötigte auch Löwen-Regisseur Andy Schmid höchsten Respekt ab: "Der Knackpunkt war, dass uns beim 21:19 der Schwede mit den langen blonden Haaren im Tor den A... gerettet hat", sagte der Schweizer bei Sky.

Ebenfalls stark bei den Löwen agierte der Isländer Gudjon Valur Sigurdsson, dessen Vertragsverlängerung bis 2019 am Donnerstag bekannt gegeben wurde. Verzichten müssen die Mannheimer in den kommenden drei Monaten aber auf Monir Rnic. Der serbische Nationalspieler hatte sich im Training einen Bruch im linken Mittelfuß zugezogen und muss operiert werden.

Nach der kurzen Ruhepause über Heiligabend stehen sowohl für die Rhein-Neckar Löwen als auch für die SG Flensburg-Handewitt bereits am 2. Weihnachtsfeiertag die nächsten Aufgaben auf dem Programm. Und während das Spiel der Mannheimer beim TVB 1898 Stuttgart eher eine kleinere Herausforderung sein dürfte, haben die Flensburger den nächsten dicken Brocken vor der Brust. In der heimischen Flens-Arena geht es gegen die TSV Hannover-Burgdorf und um die Frage, wer den Löwen dichter auf den Fersen bleibt.

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