Europa League

RB Leipzig vor "nächstem Highlight" gehörig unter Druck

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Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl kann gegen St. Petersburg mit allen Leistungsträgern planen. Foto: Jan Woitas

Nach vier Pflichtspielen ohne Sieg braucht RB Leipzig dringend einen Erfolg im Europa-League-Hinspiel gegen St. Petersburg - und das möglichst ohne Gegentor. Das Zuschauer-Interesse am Achtelfinale aber ist überschaubar.

Leipzig (dpa) - Vor einer drohenden Minuskulisse kann RB Leipzig gegen die torgefährlichste Elf der Europa League nicht auf seinen Heimvorteil setzen.

"Vielleicht gehen sie davon aus, dass wir die Runde schaffen. Dann kommen sie das nächste mal wieder", scherzte RB-Coach Ralph Hasenhüttl vor der Partie vor möglicherweise halbleeren Rängen an diesem Donnerstag (21.05 Uhr). Dass es alles andere als leicht wird für den Europapokal-Debütanten, nach dem SSC Neapel auch den FC Zenit St. Petersburg auszuschalten, weiß Hasenhüttl: "Der Spielstil ist sehr klar, in gewisser Weise robust. Er ist schwer zu verteidigen." Man müsse "höllisch aufpassen".

Sportlich geht es um viel für RB. Nach drei Pflichtspielniederlagen nacheinander und einem Remis giert die Mannschaft nicht nur nach einem Sieg. In der Bundesliga sind die Leipziger auf Platz sechs vorerst raus aus den Champions-League-Rängen. Der letzte Heimerfolg liegt bereits einen Monat zurück, damals gab es ein 2:0 gegen den FC Augsburg. Alles andere als ein Hinspielsieg ohne Gegentor dürfte die Chancen aufs erstmalige Erreichen des Viertelfinales in der Europa League gegen St. Petersburg zudem drastisch einschränken.

"Wenn wir zuhause ein gutes Ergebnis, und gut ist für mich zu Null, erzielen wollen, müssen wir schaffen, was wir international noch nicht geschafft haben", sagte Hasenhüttl. 1:1 gegen die AS Monaco, 3:2 gegen den FC Porto, 1:2 gegen Besiktas Istanbul jeweils in der Champions-League-Gruppenphase, die RB als Dritter nicht überstand. Dazu das 0:2 gegen den SSC Neapel im Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League. "Es wird eine sehr, sehr große Aufgabe für uns", befürchtet auch Torwart Peter Gulacsi.

In der Zwischenrunde hatte die vor allem mit russischen und argentinischen Nationalspielern gespickte Mannschaft des italienischen Star-Coaches Roberto Mancini nach einem 0:1 in Glasgow die Celtic-Truppe im WM-Stadion in St. Petersburg mit 3:0 vom Feld geschickt.

Seitdem bestritt Zenit aber auch nur ein Spiel, bei dem die Mancini-Elf am Samstag vor heimischer Kulisse nicht über ein enttäuschendes 0:0 gegen den Tabellen-13. Amkar Perm hinauskam. Dem italienischen Coach fehlt zudem der gesperrte Leandro Paredes. "Es ist ein Problem", wie Mancini einräumte. Über Gegner Leipzig sprach er voller Respekt. "Es ist ein junges Team, aber alle Spieler sind gute Spieler. Sie sind technisch versiert. Sie sind schnell." Mancini prophezeite seiner Mannschaft ein schweres Spiel. "Wir wollen unsere Chance aber nutzen."

Kollege Hasenhüttl muss auch auf einen wichtigen Akteur verzichten. Ausgerechnet der routiniertere Kevin Kampl fällt aus. Der 27 Jahre alte Slowene leidet unter muskulären Problemen, steht nach Angaben von Hasenhüttl wahrscheinlich nicht mal im Kader.

Der Rest ist fit und macht sich gefasst auf einen Gegner, der der jungen Mannschaft inmitten Englischer Wochen mit den Spielen am Sonntag beim VfB Stuttgart, eine Woche später in St. Petersburg und darauf den Sonntag daheim gegen den FC Bayern einiges abverlangen wird. "Wir müssen eine Topleistung bringen. Wir haben keine Zeit, sie zu unterschätzen", sagte RB-Spielmacher Emil Forsberg: "Wir erwarten ein hartes Spiel und viele Zweikämpfe." Und wenig Zuschauer.

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