Umfrage: Kaum Hoffnung auf saubere Spiele

Olympia-Ticker: Überraschendes Flugzeug-Date für Münchner Eishockey-Crack

Der Countdown für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang läuft. Wir halten Sie über alle Ereignisse vor dem Start auf dem Laufenden.

Update vom 18. Februar 2018: Was tut sich in Pyeongchang? Alle Infos gibt es im neuen Live-Ticker mit allen Entscheidungen, die heute Nacht anstehen

Update vom 9. Februar: Wie bei eigentlich jeden sportlichen Großevent gibt es natürlich auch für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang eigene Olympia-Songs. Hier bekommen Sie Infos über die Songs von den TV-Sendern ARD, ZDF und Eurosport. 

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11.17 Uhr (News): Der Countdown nähert sich seinem Ende. Für die Eröffnungsfeier wechseln wir in einen frischen Ticker, indem wir Sie weiterhin mit allen Informationen zu den Olympischen Spielen in Pyeongchang versorgen. Hier geht‘s lang.

10.49 Uhr (Eröffnungsfeier): In einer guten Stunde beginnt die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2018. Dann wird Fahnenträger Eric Frenzel die deutschen Olympioniken ins Olympiastadion in Pyeongchang führen. Alle Informationen zur Eröffnungsfeier haben wir hier für Sie zusammengefasst.

10.32 Uhr (Snowboard):

Snowboard-Olympiasieger Iouri Podladtchikov (29) aus der Schweiz hat am Tag der Eröffnungsfeier seine Teilnahme an den Olympischen Spielen als Folge eines schweren Sturzes abgesagt. Nach einem Training am Freitag erklärte der Superstar, er könne "mit Sicherheit sagen, dass ein Start und eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in keiner Weise sicher und verantwortbar ist". Er wird am Samstag die Heimreise antreten.

Der Goldmedaillengewinner in der Halfpipe von Sotschi 2014 hatte sich am 28. Januar bei einem Sturz bei den X-Games in Aspen/USA eine schwere Hirnverletzung mit Blutungen zugezogen. "Als ich diese Diagnose erhalte habe, war mir klar, dass eine Teilnahme an den Olympischen Spielen ein sehr großes Risiko für meine Gesundheit darstellen wird", sagte Podladtchikov.

Untersuchungen hätten gezeigt, dass er Fortschritte mache, "aber mein Zustand bei weitem nicht stabil genug ist, um auf einem Niveau zu Snowboarden, das für einen solchen Wettkampf gefordert ist", begründete Podladtchikov seinen Rückzug.

10.03 Uhr (Eröffnungsfeier):

Eisschnelllauf-Star Shani Davis hat das US-Olympiakomitee wegen der Auswahl des Fahnenträgers für die Eröffnungsfeier der Winterspiele in Pyeongchang kritisiert und Rassismus als Grund seiner Nicht-Berücksichtigung angedeutet. "Das Team USA hat einen ehrlosen Münzwurf durchgeführt. Kein Problem. Ich kann bis 2022 warten", schrieb der zweimalige Olympiasieger bei Twitter.

In seinen Tweet setzte Davis (35) den Hashtag "BlackHistoryMonth2018", da im Februar in den USA und in Kanada die schwarze Geschichte der Länder gefeiert wird. Hintergrund seiner Verärgerung ist die Tatsache, dass die (weiße) Rennrodlerin Erin Hamlin den Vorzug erhielt.

Verantwortliche der acht amerikanischen Wintersport-Verbände hatten über den Fahnenträger abgestimmt, das Ergebnis zwischen Hamlin und Davis lautete 4:4. Deshalb entschied ein Münzwurf. "Es gab wie immer viele Kandidaten, die diese Ehre verdient gehabt hätten", sagte Mark Jones, Sprecher des US-Olympiakomitees USOC, und verteidigte den Vorgang: "Wir freuen uns, dass Erin Hamlin unsere Delegation anführen wird."

09.17 Uhr (Ski Alpin):

Hollywoodreif war der erste Auftritt von Ski-Star Lindsey Vonn in Südkorea. Als sie bei ihrer ersten Pressekonferenz über ihren kürzlich verstorbenen Großvater Don Kildow sprach, begann die Amerikanerin plötzlich zu weinen. "Ich vermisse ihn so sehr, er war ein so wichtiger Teil meines Lebens", sagte Vonn und schluchzte.

"Es wäre so schön gewesen, wenn er es noch erlebt hätte, aber ich weiß, dass er zuschauen und mir helfen wird", fügte sie mit tränenerstickter Stimme an: "Ich will für ihn gewinnen!" Nervös sein werde sie nicht, "weil ich weiß, dass er mich beschützt, das macht mich ganz ruhig", sagte Vonn über ihren Großvater, der für die US-Army im Koreakrieg (1950 bis 1953) war.

08.59 Uhr (Ski Alpin): Selbstbewusst zeigt sich Abfahrer Thomas Dreßen vor seiner Olympia-Premiere. Der 24-Jährige vom SC Mittenwald sieht sich alles andere als chancenlos in der Herren-Abfahrt. Es wäre nicht das erste große Rennen, das Dreßen gewinnt. Im  Januar gewann der Skirennfahrer die traditionsreiche Abfahrt auf der „Streif“ in Kitzbühel.

07.48 Uhr (Eishockey):

Erst startete der Flieger mit sieben Stunden Verspätung, dann fehlte bei der Landung auch noch die Ausrüstung: Für Eishockey-Nationalspieler Gerrit Fauser haben die Olympischen Spiele in Pyeongchang alles andere als optimal begonnen. Der Wolfsburger musste am Freitagmorgen tatenlos zuschauen, als seine Teamkollegen zum ersten Mal auf das Eis der Olympia-Arena in Gangneung gingen - er hatte nichts Passendes anzuziehen. Die Tasche mit seinen Eishockey-Utensilien war nicht mit ihm in Südkorea angekommen.

Mit den anderen 24 Spielern testete Bundestrainer Marco Sturm das Eis in der 10.000 Zuschauer fassenden Arena - als erste der zwölf teilnehmenden Mannschaften. "Das Eis war noch sehr hell", meinte der frühere NHL-Profi, der zum vierten Mal an Olympia teilnimmt. Der 39-Jährige, 1998, 2002 und 2010 als Spieler dabei, spürte sofort die besondere Atmosphäre: "Du gehst aufs Eis und siehst die Ringe, das Eis riecht ganz anders."

07.28 Uhr (Eröffnungsfeier):

Das deutsche Olympia-Team wird am Freitag mit 162 Personen an der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Pyeongchang teilnehmen - Claudia Pechstein wird allerdings fehlen. Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin werde aus "sportfachlichen Gründen" auf eine Teilnahme verzichten, sagte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig am Freitagmorgen.

Pechstein, die am Samstag ihren ersten Wettkampf (3000 m) bestreitet, sei seiner Empfehlung gefolgt, ergänzte Schimmelpfennig. Alle anderen unterlegenen Fahnenträgerkandidaten - Ski-Rennläuferin Viktoria Rebensburg, Rodlerin Natalie Geisenberger und Eishockeyspieler Christian Ehrhoff - werden am Freitagabend hinter Fahnenträger Eric Frenzel ins Olympiastadion einlaufen.

Die drei unterlegenen Kandidaten werden direkt hinter dem Kombinierer Frenzel einmarschieren, gefolgt von den restlichen Athleten, dann den Trainern und schließlich den Offiziellen mit Präsident Alfons Hörmann, der Vorstandsvorsitzenden Veronika Rücker und Schimmelpfennig am Schluss. Da sich mehr Mitglieder von "Team D" gemeldet hatten, als Plätze zur Verfügung standen, mussten einige außen vor bleiben. Alle Sportler wurden jedoch berücksichtigt.

Nicht mit dabei sind auch die Rodler Felix Loch, Anid Langenhan und Joannes Ludwig. Sie starten bereits am Samstag in ihren Wettkampf. "Das wird mir zu lang", sagte der amtierende Olympiasieger Loch nach dem Abschlusstraining: "Ich werde mir die Eröffnung gemütlich im Deutschen Haus anschauen."

07.20 Uhr (News):

Die russischen Athleten und Trainer sind mit ihrer Klage vor dem Ad-Hoc-Gericht des Internationalen Sportgerichtshof CAS gescheitert und dürfen nicht an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang teilnehmen. Die Russen hatten Klage eingereicht, weil sie vom IOC wegen Doping-Verstößen bei den Winterspielen 2014 in Sotschi keine Einladung für Pyeongchang erhalten hatten.

Zuvor hatten 169 russische Athleten Grünes Licht für eine Teilnahme erhalten. Sie müssen in Südkorea als "Olympische Athleten aus Russland" unter neutraler Flagge starten. Am Freitag wurde über insgesamt 47 Fälle entschieden. Bereits am Donnerstag hatte der CAS die Klage von 13 Russen abgewiesen.

Die russische Regierung hatte angekündigt, die CAS-Entscheidung auf jeden Fall akzeptieren zu wollen

07.09 Uhr (Eröffnungsfeier):

Die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist zusammen mit einer hochrangigen Delegation des Landes am Freitag in Südkorea angekommen. Eine Chartermaschine mit der Delegation an Bord sei auf dem Internationalen Flughafen Incheon gelandet, wie südkoreanische Sender berichteten. Zum ersten Mal reiste damit ein Mitglied der seit drei Generationen in Nordkorea herrschenden Kim-Familie nach Südkorea.

Die vom protokollarischen Staatsoberhaupt Kim Yong Nam angeführte Delegation wird voraussichtlich an der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele am Abend (Ortszeit) in Pyeongchang teilnehmen. Der Besuch gilt als Zeichen dafür, dass Kim Jong Un die seit Anfang des Jahres betriebene Annäherung fortsetzen will.

06.57 Uhr (Biathlon, Sprint der Damen): Gold-Kandidatin Laura Dahlmeier sowie Denise Herrmann, Franziska Hildebrand und Vanessa Hinz kämpfen am Samstag (12.15 Uhr/ZDF und Eurosport) im Biathlon-Sprint in Pyeongchang um die ersten Medaillen für die deutschen Skijägerinnen. Bundestrainer Gerald Hönig nominierte das Quartett am Freitag. Damit setzen Franziska Preuß sowie Maren Hammerschmidt aus und sind im Einzel am Mittwoch dabei. „Die Einsatzkonzeption wurde in Hochfilzen gemacht, damit sich die Sportler gut vorbereiten können. Es ist das Ziel, dass wir jede Dame vor der Staffel im Wettkampf sehen“, sagte Hönig. In Hochfilzen hatte sich das deutsche Team auf Olympia vorbereitet.

06.45 Uhr (News):

Für das deutsche Olympia-Team soll in Pyeongchang Fair Play vor Erfolg gehen. "Ich nehme mit dem Team D lieber die Fair-Play-Medaille als Platz eins im Medaillenspiegel", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann bei seiner ersten Pressekonferenz in Pyeongchang am Freitagmorgen: "Nach allem, was in den vergangenen Wochen und Monaten diskutiert wurde, scheint es mir wichtig, dieses Motto in den Vordergrund zu stellen."

Das deutsche Team sei "mehr als Leistungssport, mehr als Medaillenzählen, mehr als ausschließlich am Erfolg orientiert", sagte Hörmann. Er nahm auch Bezug auf Medienberichte über eine hohe Zahl von Doping-Verdachtsfällen im Langlauf-Bereich: "Ich betone: Es ist niemand in diesem Team D, bei dem wir den leisesten Zweifel in Richtung irgendwelcher Verstöße oder Vergehen haben."

Mit Blick auf die Aufarbeitung des Staatsdopingskandals übte Hörmann scharfe Kritik an der russischen Führung. "Im Grunde müsste das russische Team mehr als dankbar sein, dass es überhaupt die Unterscheidung zwischen einem Dopingsystem mit inakzeptablen Verstößen und den Einzelathleten gegeben hat. Für mich ist es unverständlich und inakzeptabel wie mit dem Thema von offizieller Seite in Russland umgegangen wird."

06.25 Uhr (News):

Als es zum ersten Training aufs Eis ging, hatte Nationalspieler Yannic Seidenberg den ersten olympischen Höhepunkt schon hinter sich. Obwohl der Flieger nach Südkorea erst mit großer Verspätung abgehoben war, hatte der 34-Jährige die lange Anreise besonders genossen. "Ich habe mich upgraden lassen", erzählte er am Freitagmorgen, "und saß neben Lindsey Vonn."

Von der amerikanischen Ski-Queen und sich stellte der Münchner natürlich ein Foto in die Sozialen Netzwerke und schrieb dazu: "Eine Wintersportlegende und Lindsey Vonn". Seine Teamkollegen mussten derweil auf den hinteren Plätzen im Flugzeug ausharren, bis die olympische Mission sieben Stunden verspätet begann.

Irgendwann merkte Vonn, dass neben ihr ein Eishockey-Profi saß. Der Name Seidenberg ist auch in den USA bekannt: Yannics Bruder Dennis spielt seit über 15 Jahren in der NHL. Die vielen Flugmeilen bei den Besuchen in Amerika zahlten sich jetzt aus. Gesprächsstoff habe es genug gegeben, erzählte Seidenberg schmunzelnd: "Ich hab' nicht sofort nach einem Date mit ihr gefragt."

Gerne wiedersehen würde er die Olympiasiegerin von Vancouver dennoch. "Ich würde mir gerne Skifahren anschauen", sagte er, "jetzt, da ich Lindsey kennengelernt habe." Zeit dazu hat der Nationalspieler: Erst am kommenden Donnerstag beginnt für die deutsche Mannschaft das Olympiaturnier. Und mindestens eine andere Sportart will sich das Team von Bundestrainer Marco Sturm bis dahin gemeinsam vor Ort ansehen.

21.55 Uhr (News): Temperaturen von bis zu minus 20 Grad werden für die Eröffnungsfeier am Freitag und die ersten Wettkampftage prognostiziert. 

Wie man der Kälte trotzt, macht Biathletin Maren Hammerschmidt den Mitstreitern vor. Bei ihren Trainingsläufen auf der Olympia-Strecke wurde die deutsche Medaillenhoffnung mit einer Art „Mundheizung“ gesichtet. Die Atemwärmer sollen dazu beitragen, die Körpertemperatur der Athleten auf einem konstanten Niveau zu halten.

19.05 Uhr (News): Die Deutschen haben mehrheitlich den Glauben an den sauberen olympischen Sport verloren. Nur sieben Prozent der Befragten gehen in einer repräsentativen WELT-Emnid-Umfrage davon aus, dass die Olympischen Spiele in Pyeongchang ohne Doping über die Bühne gehen. 48 Prozent rechnen damit, dass zumindest in geringem Maße weiter zu unerlaubten Mitteln gegriffen wird.

Rund ein Drittel (34 Prozent) befürchtet sogar, dass es zu einer großen Anzahl von Dopingfällen kommt. Trotzdem spricht sich eine Mehrheit der Befragten (65 %) für Olympische Spiele in Deutschland aus, 30 Prozent sind dagegen.

Für die Befragung wurde die Meinung von etwa 1000 Personen eingeholt.

19.03 Uhr (News): Erst wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier wird der Internationale Sportgerichtshof CAS am Freitag (3.00 Uhr MEZ) seine Entscheidung über eine Teilnahme von 45 russischen Sportlern und zwei Betreuern bei den Winterspielen in Pyeongchang verkünden. 

Das Internationale Olympische Komitee hatte den Klägern nach einem aufwendigen Prüfverfahren eine Einladung zu den Spielen in Südkorea verweigert und verweist auf sein Hausrecht. 

Nordkoreanisches Orchester spielt groß auf

18.25 Uhr (News): Zum ersten Mal seit 16 Jahren haben Musiker aus Nordkorea ein Konzert in Südkorea gegeben. Am Vorabend der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang trat das Samjiyon-Orchester mit 140 Mitgliedern am Donnerstag in der östlichen Küstenstadt Gangneung für ein anderthalbstündiges Konzert auf, wie südkoreanische Sender und die Nachrichtenagentur Yonhap berichteten.

Das aus sechs bis sieben Ensembles zusammengewürfelte Orchester spielte vor mehr als 800 Zuschauern Lieder aus Süd- und Nordkorea sowie Teile aus westlichen Symphonien und Filmmusik. Mit dabei waren laut Yonhap auch Mitglieder des staatlichen Symphonie-Orchesters und eines Chors der Volksarmee. Den Berichten zufolge war es der erste Auftritt einer nordkoreanischen Musikgruppe in Südkorea seit 2002.

18.20 Uhr (News): Kurz vor Olympia-Beginn wird die österreichische Delegation von einem Skandal aufgewühlt. In einem Medienbericht werden schwere Anschuldigungen gegen einige bereits zurückgetretene Ski-Legenden erhoben.

17.28 Uhr (News): Die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat ihrem deutschen Teamkollegen Eric Frenzel zur Wahl als Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier gratuliert. „Glückwunsch an Eric, er ist ein würdiger Fahnenträger“, sagte die Berlinerin, die zu den fünf Kandidaten gehörte.

„Es wird für ihn bestimmt ein unvergessliches Erlebnis, unser Team ins Olympiastadion zu führen“, sagte Pechstein, für die es die siebte Olympia-Teilnahme ihrer Karriere ist. „Ich bin dem DOSB sehr dankbar, dass ich zu den fünf Nominierten zählen durfte.“

17.11 Uhr (News): Russische Athleten dürfen bei Olympia 2018 nicht unter russischer Flagge starten, die meisten sind aber eh wegen Dopings gesperrt. Der Verband reagiert trotzig und will jetzt eigene Spiele ausrichten.

16.33 Uhr (News): Der erste olympische Rekord ist aufgestellt: Die Athleten schnappten sich mehr Kondome denn je bei Olympischen Winterspielen. Wollen die Stars also auch in einer anderen Sportart glänzen?

DSV-Adler lassen aufhorchen

14.48 Uhr (Skispringen, Normalschanze der Herren): Mit 45 Jahren ist Noriaki Kasai mit Abstand der älteste Profi im Skisprung-Zirkus, in der Qualifikation am Donnerstag von der Normalschanze hat er Historisches geleistet. Weniger historisch, dafür aber nicht minder Bemerkenswertes haben die deutschen Skispringer geschafft. Nicht nur, dass Andreas Wellinger die Qualifikation gewann, alle vier DSV-Adler reihten sich unter den Top sieben ein.

14.05 Uhr (News): Erneuter Ärger für Samsung. Nachdem die 22 nordkoreanischen Athleten die eigentlich als Willkommensgeschenk gedachten Galaxy Note 8 wegen der verhängten UN-Sanktionen gegen Nordkorea nach dem Ende der Spiele wieder zurückgeben müssen, trifft es die vier Teilnehmer aus dem Iran noch härter. Sie bekommen gar kein Smartphone. Das findet wiederum die Regierung in Teheran nicht gut und hat den südkoreanischen Botschafter in Teheran einbestellt. Der Vorwurf: Diskriminierung. „Das ist unmoralisch und gegen den olympischen Geist“, sagte Irans Außenamtssprecher Bahram Ghassemi nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim am Donnerstag. Der Iran droht Südkorea, einem der wichtigsten Handelspartner des Landes, jetzt mit wirtschaftlichen Konsequenzen.

Kein Olympia 2018 für Ski-Freestylerin, dafür Playboy-Shooting

13.50 Uhr (Eröffnungsfeier): Mittlerweile ist auch bekannt, wer die Fahne der USA bei der morgigen Eröffnungsfeier tragen wird: Rodlerin Erin Hamlin. Die 31-Jährige erhielt per Münzwurf den Vorzug vor Shani Davis durch. Beide Athleten erhielten zuvor von den acht US-Wintersportverbänden jeweils vier Stimmen. 

„Es ist definitiv ein Privileg und eine Ehre, das Team zu führen. Es wird ein sehr besonderer Moment“, sagte Hamlin, die zum vierten Mal an den Olympischen Spielen teilnimmt.

12.27 Uhr (News): Lisa Zimmermann begann ihre sportliche Karriere mit sechs Jahren als Eiskunstläuferin und entdeckte mit 14 Jahren den Skisport für sich. Die 21-Jährige war eine unserer schönsten Gold-Hoffnungen, darf aber wegen einer Verletzung nicht zu Olympia. Dafür beschert sie uns extrem heiße Aufnahmen in der aktuellen Playboy-Ausgabe, die Sie hier bei tz.de* sehen können.

12.21 Uhr (News): Ein Übersetzungsfehler kurz vor Beginn der Olympischen Spiele im norwegischen Team für einen Eier-Überschuss gesorgt. Nachdem sich die Köche der Skandinavier dem "Translator" einer Internetsuchmaschine bedient hatten, erhielten sie versehentlich eine halbe LKW-Ladung - 15.000 statt der gewünschten 1500 Eier. Ziemlich viel für 109 Athleten. "Wir waren total überrascht, als sie die Eier brachten", sagte Koch Stale Johansen der Zeitung Aftenposten: "Es hörte gar nicht mehr auf." Zu ihrem Glück konnten die Norweger die überschüssigen Eier letztlich zurückgeben.

Südkoreanische Technik am Olympischen Arbeitsplatz: Boden-Projektoren (l.) und Staubsauger-Roboter fand unser Kollege im Hotel vor.

11.57 Uhr (News): Südkorea ist ein technikaffines Land - und das spüren auch die Medienvertreter in ihren Hotels bei Olympia. Unserem Kollege Mathias Müller fuhr nicht nur ein staubsaugender Roboter über den Weg, er wurde beim Frühstück von auf den Boden projizierten Videos begrüßt. Eine kleine Entschädigung für den „Ausblick“ aus seinem Hotelzimmer (siehe Eintrag weiter unten) ...? 

11.44 Uhr (Ski Alpin): Fritz Dopfer (30) wird im Riesenslalom und im Slalom um eine Olympische Medaille kämpfen. Der aus dem Landkreis Weilheim-Schongau (Bayern) stammende Skirennläufer gibt im Interview mit dem Münchner Merkur gibt er zu, dass, wenn die Spiele in Deutschland stattgefunden hätten, es „noch mal eine ganz andere Hausnummer“ gewesen wäre. München hatte sich mit Garmisch-Partenkirchen und Königssee um Olympia 2018 beworben, gegen Pyeongchang aber den Kürzeren gezogen. „Die Erwartungshaltung wäre viel größer. Aber auch die Vorfreude. Die Olympischen Spiele in der Heimat zu haben, wäre für die gesamte Region eine Riesenchance gewesen. Ich denke, spätestens mit der Eröffnungsfeier wäre auch der Funke bei der Bevölkerung übergesprungen.“ Das gesamte Interview über asiatisches Essen, seine Ziele und das perfekte Kissen lesen Sie hier bei merkur.de*.

Olympia 2018: Zwei Athleten treten in zwei Sportarten an

11.35 Uhr (Eisschnelllauf/Shorttrack): Gleich zwei Athleten könnten in Pyeongchang olympische Medaillen in zwei verschiedenen Sportarten gewinnen. Die Niederländerin Jorien ter Mors versucht wie schon in Sotschi, im Eisschnelllauf und Shorttrack erfolgreich zu sein. Vor vier Jahren gewann sie Olympia-Gold über 1500 Meter und im Team, doch auf der Kurzbahn blieb ihr die Medaille versagt. Sollte sie diesmal im Shorttrack Gold gewinnen, wäre sie die erste Frau in der Olympia-Geschichte, der zwei Siege in verschiedenen Sportarten gelangen.

Der zweite Doppelstarter ist der Kanadier Olivier Jean. Der 33-Jährige gewann 2010 olympisches Gold in der Shorttrack-Staffel und qualifizierte sich nun auch für den Massenstart auf der 400-Meter-Bahn.

Nur ein Eisflitzer hat bisher in beiden Sportarten eine Medaille gewonnen: Der US-Amerikaner Eric Flaim gewann zweimal Silber, über 1500 Meter hinter dem Berliner Andre Hoffmann in Calgary 1988 sowie in der Shorttrack-Staffel 1994 in Lillehammer.

Mit dem Curling-Turnier im Mixed-Wettbewerb sind die Olympischen Spiele bereits vor der Eröffnungsfeier gestartet.

11.30 Uhr (Curling, Mixed): Schon einen Tag vor dem Start von Olympia laufen die ersten Wettbewerbe. Am Donnerstagmorgen (Ortszeit) startete das Programm mit vier Curlingspielen im Mixed. Dabei unterlag unter anderem ein Team der Olympischen Athleten aus Russland gegen die USA mit 3:9.

Olympia 2018: Skispringerinnen in Medaillenform

11.11 Uhr (Skispringen, Normalschanze der Damen): Katharina Althaus hat die Hoffnungen auf eine deutsche Olympia-Medaille im Frauen-Skispringen mit einer guten Leistung im Training genährt. Die 21 Jahre alte Oberstdorferin sprang am Donnerstag in Pyeongchang auf 100,5, 102 und 100,5 Meter und belegte in den drei Trainingsdurchgängen zweimal Rang drei und einmal den fünften Platz. „Mein Gefühl ist recht gut. Ich weiß, dass es noch besser geht, aber da brauche ich einfach noch ein, zwei Sprünge, um das besser rüberzubringen“, sagte Althaus nach dem Training. Im Weltcup hat die beste DSV-Springerin in diesem Winter bereits achtmal Podestpäätze belegt.

Auf dem Weg zur Goldmedaille nicht aufzuhalten scheint die Norwegerin Maren Lundby. Die Gesamtweltcup-Führende gewann alle drei Durchgänge und geht bei der Entscheidung am Montag (13.50 Uhr/MEZ) als klare Favoritin auf die Schanze im Alpensia Park. Schlechter als bei  Althaus lief es bei Olympiasiegerin Carina Vogt, die sich in keinem der Durchgänge unter die besten Zehn schieben konnte. „Ich habe noch einiges zu tun. Ich hoffe, dass ich die nächsten zwei Trainingstage dafür noch gut nutzen kann“, erklärte Vogt.

10.25 Uhr (Eishockey/Ski Alpin): Wen sehen wir denn hier auf dem Foto unten? Laut Beschreibung: „Eine Wintersportlegende und Lindsey Vonn.“ Sehr selbstbewusst ist er, der Yannic Seidenberg, seines Zeichens Eishockeyspieler des EHC Red Bull München und Teil der deutschen Nationalmannschaft. Vonn und der Verteidiger saßen zusammen im Flieger nach Südkorea.

9.58 Uhr (Langlauf, Skiathlon der Damen): Eine Mischung aus Erfahrung und Jugend soll den deutschen Langlauf-Damen einen guten Start in die Olympischen Winterspiele bescheren. Für den Skiathlon, die erste Entscheidung der Spiele an diesem Samstag (08.15 Uhr/MEZ), wurden Stefanie Böhler, Nicole Fessel, Victoria Carl und Katharina Hennig nominiert, wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstag in Südkorea mitteilte. Die 36-jährige Böhler und die 34 Jahre alte Fessel haben unter anderem in Sotschi 2014 Staffel-Bronze gewonnen. Carl mit 22 und Hennig mit 21 Jahren feiern in Pyeongchang ihr Debüt bei Olympischen Spielen. Die DSV-Frauen gelten als Außenseiter.

Olympia 2018: Feuer beim Olympischen Dorf

7.46 Uhr (News): In der Nähe einer Athletensiedlung und des Mediendorfes für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang hat ein Feuer in einem Appartementhaus für kurzzeitige Aufregung gesorgt. Der Brand sei unter Kontrolle gebracht worden, sagte ein Beamter des Rathauses am Donnerstag in der östlichen Küstenstadt Gangneung, wo die Eiswettbewerbe der Spiele stattfinden. Informationen über Verletzte hätten nicht vorgelegen.

Vom Mediendorf aus war eine große Rauchsäule zu sehen. Der Brand brach den Angaben zufolge in etwa 3,5 Kilometer Entfernung davon aus. Die Bewohner wurden über ein Notfallalarm-System über das Smartphone von dem Feuer informiert. Ein zweites olympisches Dorf befindet sich in der Bergregion um Pyeongchang.

7.27 Uhr (Skispringen, Normalschanze der Herren): Die deutschen Skispringer haben das letzte Training vor der Qualifikation bei Olympia an diesem Donnerstag (13.30 Uhr/MEZ) geschlossen ausgelassen. Das Quartett um Top-Springer Richard Freitag verzichtete wenige Stunden vor der Ausscheidung auf der Normalschanze auf drei weitere Trainingssprünge, nachdem am Mittwoch bereits zwei Trainingsblöcke mit jeweils drei Sprüngen absolviert werden konnten. Bundestrainer Werner Schuster entschied sich neben Freitag, Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler für Karl Geiger als vierten Mann in der ersten Skisprung-Entscheidung am Samstag (13.35 Uhr/MEZ) in Pyeongchang.

6.48 Uhr (Eröffnungsfeier): Der fünfmalige Vierschanzentournee-Sieger Janne Ahonen wird bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang zum zweiten Mal die finnische Fahne tragen. Dies teilte das Nationale Olympische Komitee vor der Zeremonie an diesem Freitag mit. Ahonen, der 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin jeweils Silber im Team gewann, ist der erste finnische Sportler, der zum siebten Mal an Olympischen Spielen teilnimmt. Die finnische Delegation hatte er bereits vor 20 Jahren bei den Spielen von Nagano 1998 angeführt. Im Skisprung-Weltcup spielt der inzwischen 40 Jahre alte Ahonen in diesem Winter aber keine Rolle mehr.

Olympia 2018: Eric Frenzel als deutscher Fahnenträger bestätigt

6.15 Uhr (Eisschnelllauf): Die deutschen Eisschnellläufer haben zwei weitere Startplätze für die Olympischen Winterspiele erhalten. Wie auf der Teamleader-Sitzung am Mittwochabend in Gangneung vom Weltverband ISU bestätigt wurde, dürfen ein zweiter Sprinter über 500 Meter und eine dritte Starterin über 1500 Meter an den Start gehen. Das Auffüllen der Startplätze hängt vor allem mit der Nichteinladung zahlreicher russischer Eisschnellläufer zusammen, die aber teilweise noch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS ihr nachträgliches Startrecht erkämpfen wollen. Dazu zählen die Weltrekordler über 500 beziehungsweise 1500 Meter, Pawel Kulischnikow und Denis Juskow.

Den zweiten Startplatz über 500 Meter an der Seite von Medaillenkandidat Nico Ihle aus Chemnitz dürfte Joel Dufter aus Inzell erhalten. Bei den 1500 Meter den Damen ist laut Sportdirektor Robert Bartko noch keine Entscheidung gefallen. Kandidatin ist Michelle Uhrig, die bisher nur für die Teamrennen nominiert war.

Thomas Dreßen beim Abfahrtstraining in Pyeongchang.

5.51 Uhr (Ski Alpin, Abfahrt der Herren): Die deutschen Abfahrer haben beim ersten Training auf der Olympia-Strecke in Pyeongchang die Top 20 verpasst und erwarten für das Rennen am Sonntag eine enge Entscheidung. Josef Ferstl kam am Donnerstag mit 1,85 Sekunden Rückstand auf den Kanadier Manuel Osborne-Paradis auf Rang 21 und war damit der beste Deutsche. Andreas Sander hatte 1,94 Sekunden Rückstand, Thomas Dreßen war mit Startnummer 1 sogar 2,28 Sekunden langsamer. Osborne-Paradis und Kitzbühel-Sieger Dreßen hatten wie mehrere andere Fahrer Torfehler auf der knapp drei Kilometer langen Strecke in Südkorea. Linus Straßer, der in der Kombination am Dienstag starten will, absolvierte das Training ebenfalls. Er hatte 6,63 Sekunden Rückstand.

5.15 Uhr (Eröffnungsfeier): Jetzt ist es also fix: Kombinierer Eric Frenzel wird der deutsche Fahnenträger bei Olympia 2018. Der 29-Jährige kommt mit reichlich Verspätung bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang an. Wegen technischer Probleme ging es erst fünf Stunden später als geplant auf die Reise.

Olympia 2018: Die Ereignisse vom 7. Februar im Überblick

23.26 Uhr: Alle Insassen werden vermutlich tiefenentspannt und völlig ausgeruht in Seoul landen. Dann mal guten Flug! 

21.04 Uhr: Ob sie wirklich nochmal loskommen... 

20.15 Uhr: Die Maschine aus München ist inzwischen immer noch nicht gestartet. Frau Vonn fragt ganz süffisant, wie lange es von Tür zu Tür nach Pyeongchang dauert und lässt ihre Follower darüber abstimmen Witzige Geschichte so am Rande. 

Was meint Ihr? Schafft sie es noch zu Eröffnungsfeier?  

18.43 Uhr: Na hoffentlich ist das mal kein schlechtes Omen! Die Mission Abfahrtsgold hat für Ski-Star Lindsey Vonn mit einem Stotterstart begonnen. 

Die Lufthansa-Maschine von München nach Seoul mit Vonn an Bord hatte am Mittwoch über zwei Stunden Verspätung. "Können wir jetzt bitte losfliegen?", schrieb Vonn am frühen Abend bei Twitter. Offenbar fehlten für den Start notwendige Papiere, mutmaßte die Amerikanerin.

Zuvor hatte sie ihre Follower-Gemeinde bereits darüber informiert, dass ein Fan im Flieger beim Versuch gescheitert sei, sie heimlich zu fotografieren. Außerdem habe ein anderer Mann im Sitz neben ihr aussteigen müssen, weil er sich nicht wohl gefühlt habe. "Habe ich etwas Falsches gesagt?", schrieb Vonn und wünschte "Gute Besserung, Typ".

16.17 Uhr: Sollen die 22 nordkoreanischen Olympia-Athleten auch ein Smartphone geschenkt bekommen? Diese Frage treibt die Organisatoren der Winterspiele von Pyeongchang um. Olympia-Sponsor Samsung hat rund 4000 Smartphones der Modellreihe Galaxy Note 8 in einer Sonderedition für Sportler und Funktionäre zur Verfügung gestellt. Wert je Stück: mindestens 800 Euro.

Verstoßen die Olympia-Organisatoren nun gegen Sanktionen, die die Vereinten Nationen gegen Nordkorea verhängt haben, falls sie den Athleten aus dem Nachbarland die Handys geben? Außerdem stellt sich die Frage, ob die Geräte überhaupt im nordkoreanischen Mobilfunknetz funktionieren würden.

Das IOC hat die Organisatoren angewiesen, den Nordkoreanern die Smartphones zwar für die Zeit der Spiele zu überlassen, vor der Rückreise müssten die Gäste die Telefone aber wieder abgeben. Doch auch mit dieser nachgerade salomonischen Lösung ist das Organisationskomitee nicht glücklich.

14.51 Uhr: Der deutsche Fahnenträger bei den Olympischen Winterspielen scheint festzustehen! Offiziell will der DOSB den Fahnenträger erst am Donnerstag um 9 Uhr deutscher Zeit in Pyeongchang präsentieren, doch nach Sport1-Informationen hat sich der Favorit durchgesetzt.

14.34 Uhr: Lobende Worte von Ex-Ski-Star Bode Miller Richtung Shootingstar Thomas Dreßen, der zuletzt sensationell das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel gewonnen hatte. „Er hat ein sehr feines Skigefühl, steht super auf der Kante“, so Miller im Sport1-Interview. „Ich habe ihn das erste Mal in Beaver Creek fahren gesehen, er ist mir sofort aufgefallen. Inzwischen hat er mehr und mehr Selbstvertrauen getankt und wenn man sich seine Fähigkeiten ansieht, gibt es derzeit nichts, was ihn aufhalten könnte.“ Wetten wolle er zwar nicht, aber laut dem US-Amerikaner habe Dreßen „das Selbstvertrauen und das Momentum aktuell auf seiner Seite, also sage ich: Ja, er holt eine Medaille!“

Für Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen sind es seine ersten Olympischen Spiele - kann er eine Medaille holen?

13.55 Uhr: Andreas Wellinger hat am ersten Trainingstag der Skispringer bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang einen überzeugenden Eindruck hinterlassen - Richard Freitag dagegen offenbarte bei wechselnden Winden noch Probleme. Der 26 Jahre alte WM-Dritte im Skifliegen schaffte mit seinen sechs Sprüngen von der Normalschanze nur einmal eine Top-10-Platzierung (Rang sechs). Freitags vier Jahre jüngerer Teamkollege Wellinger war dagegen gleich zweimal die Nummer eins. Der Mannschafts-Olympiasieger von Sotschi stand mit 110,5 Metern im dritten Durchgang des ersten Trainings am Morgen auch die Tagesbestweite, für Freitag standen 103,5 Meter zu Buche. Während Wellinger und Freitag alle sechs Sprünge absolvierten und ihre Testmöglichkeiten damit voll ausnutzten, hielten sich einige der Favoriten noch zurück. So auch Polens Weltcup-Spitzenreiter Kamil Stoch, der in Pyeongchang sein Gold-Double von Sotschi 2014 wiederholen möchte. Nach drei guten Sprüngen in Training eins ließ Stoch die restlichen drei Sprünge aus. Sogar ohne einen einzigen Sprung blieb Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande aus Norwegen.

Biathletin Laura Dahlmeier beim Training auf der Olympia-Strecke in Pyeongchang.

13.37 Uhr: In eisiger Kälte hat das deutsche Biathlon-Team das erste Training nach der Ankunft in Pyeongchang absolviert. Die siebenmalige Weltmeisterin Laura Dahlmeier packte sich am Mittwoch immer wieder in ihre dicke rote Jacke ein, Maren Hammerschmidt hatte sogar einen Atemwärmer im Mund. Die große Gold-Favoritin Dahlmeier hatte zudem mit Problemen an ihrem Gewehr zu kämpfen. „Mein Verschluss geht total komisch und schwer“, sagte die Garmisch-Partenkirchnerin. Unter dem Flutlicht im Alpensia Biathlon-Center drehten die Skijäger auf den gut präparierten Loipen ihre Runden. „Vielleicht hätten wir gleich mit einem Rennen beginnen sollen. So gut werden die Verhältnisse vielleicht nicht mehr“, sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. Beim Sprint-Rennen am Samstag (12.15 Uhr MEZ) soll es windiger werden. 

13.18 Uhr: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich bei ihrer Generalprobe für Olympia in sehr ansprechender Verfassung präsentiert. Das 2:1 gegen die Schweiz machte Lust auf mehr. Mit großer Lust und kühnen Träumen im Gepäck starteten die deutschen Eishockey-Cracks am Mittwoch zu ihrem Olympia-Abenteuer nach Südkorea.

Olympia 2018: Entscheidung über Fahnenträger gefallen, aber ...

12.49 Uhr: Das Geheimnis, wer bei den 23. Olympischen Winterspielen das Team Deutschland als Fahnenträger anführen darf, wird am Donnerstag (09.00 Uhr MEZ) gelüftet. Feststeht, wie viele Athleten am Freitag bei der Eröffnungsfeier in Pyeongchang hinter ihr oder ihm einlaufen werden. „Wir haben 162 Einmarsch-Pässe erhalten“, sagte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig. Die Entscheidung, wer von den 153 deutschen Athleten bei gefühlten minus zehn Grad Celsius im eisigem Wind mitwirken will, wird jedem selbst überlassen.

Die Wahl aus fünf Kandidaten ist schon gefallen. Bis Sonntag konnten Deutschlands Sportfans und die Mitglieder des deutschen Olympia-Teams wählen, ob Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, Skirenn-Ass Viktoria Rebensburg, Rodlerin Natalie Geisenberger, Eishockey-Nationalspieler Christian Ehrhoff oder Eric Frenzel die Ehre zuteil werden soll. Als Favorit gilt der Nordische Kombinierer Frenzel, der bei Athleten wie Sportfans äußerst beliebt ist.

12.47 Uhr: Papst Franziskus hat die Teilnahme von Nordkorea an den Olympischen Winterspielen sowie die Kooperation der verfeindeten Nachbarn als Zeichen der Hoffnung gewertet. „Delegationen der beiden Koreas werden zusammen unter einer gemeinsamen Flagge einlaufen und werden als ein Team antreten“, sagte das Katholiken-Oberhaupt am Mittwoch bei der Generalaudienz in Rom. „Das lässt auf eine Welt hoffen, in der die Konflikte friedlich mittels Dialog und gegenseitigem Respekt gelöst werden.“ Die Olympischen Winterspiele, die am Freitag in Südkorea eröffnet werden, sollten ein „ein großes Fest der Freundschaft und des Sports“ sein.

11.51 Uhr: Die deutschen Biathletinnen wissen offenbar schon vor den ersten Olympia-Rennen genau, in welchen Wettkämpfen sie zum Einsatz kommen sollen. "Die Einsatzkonzeption wurde während der Vorbereitung in Hochfilzen gemacht, damit sich die Sportler gut vorbereiten können", sagte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig: "Es ist das Ziel, dass wir jede Dame vor der Staffel im Wettkampf sehen." In den Einzelrennen, die am Samstag mit dem Sprint der Frauen (20.15 Uhr OZ/12.15 Uhr MEZ) beginnen, dürfen maximal vier deutsche Starter um Edelmetall kämpfen. Gesetzt für alle Wettkämpfe ist wohl nur die siebenmalige Weltmeisterin Laura Dahlmeier (Partenkirchen).

Olympia 2018 - „Großteil der Sportler ist sauber“, glaubt Neuner

10.36 Uhr: Biathlon-Legende und Olympiasiegerin Magdalena Neuner glaubt trotz aller Doping-Skandale noch an einen sauberen Sport. „Ein Großteil der Sportler ist sauber“, sagte sie im Interview mit dem Münchner Merkur. „Ich lege auch meine Hand für die deutschen Athleten ins Feuer, die ich kenne: Keiner von ihnen verfolgt böse Absichten. Nur leider gibt es immer wieder schwarze Schafe, die ein schlechtes Bild auf alle werfen.“ Das gesamte Interview finden Sie hier bei merkur.de.*

10.30 Uhr: Unser Reporter Mathias Müller hat mittlerweile in Pyeongchang Stellung und sein Hotelzimmer bezogen. Aus dem 12. Stockwerk hat er einen, nun ja, interessanten Ausblick. Aber er ist ja vor Ort, um direkt aus den Sportstätten zu berichten.

Der Blick aus dem Hotelfensters unseres Kollegen in Pyeongchang. Naja, er ist ja nur zum Schlafen hier ...

9.35 Uhr: Das Thema Doping bleibt auch zwei Tage vor dem Beginn der Winterspiele der Dauerbrenner. 15 weitere gesperrte russische Athleten und Trainer sind vor das Ad-hoch Gericht des Internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen. Sie wollen ihre Teilnahme im letzten Moment einklagen.

7.31 Uhr: Die Nationale Anti-Doping-Agentur erwartet, dass die 153 deutschen Athleten ohne Hilfe verbotener Mittel in Pyeongchang an den Start gehen werden. „Wir haben sehr viel dafür getan, dass es so ist und werden unser Programm der Nachmessungen weiterverfolgen“, erklärte die NADA-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann. Die Proben aller Athleten des Olympia-Teams gingen in die Langzeitlagerung. „Das ist das Pfand, das wir von den Sportlern haben“, sagte sie. Mit Unwohlsein und Sorge blickt die Chefin der Bonner Agentur auf die Teilnahme russischer Athleten nach dem Skandal um systematisches Doping und Proben-Manipulation bei den Winterspielen 2014 in Sotschi. „Die Tatsache des systematischen Dopings und Betrugs an sich ist schlimm genug, aber wie man damit umgegangen ist, ist nicht weniger fatal“, sagte Gotzmann. Mit anderen nationalen Agenturen hatte sich die deutsche Einrichtung für einen Komplett-Ausschluss Russlands ausgesprochen.

Olympia 2018: Orchester und Cheerleader aus Nordkorea eingetroffen

Mehr als 200 Cheerleader aus Nordkorea sind angekommen. Alles staatlich trainiert...

7.24 Uhr: Nach einem Orchester hat Nordkorea auch eine große Jubelgruppe mit mehr als 200 Cheerleadern für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang nach Südkorea geschickt. Unter der Leitung von Sportminister Kim Il Guk sei die Delegation mit 280 Mitgliedern am Mittwoch über die militärische Demarkationslinie im Westteil der Grenze eingereist, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Die Gruppe umfasste neben den Cheerleadern auch 26 Taekwondo-Sportler, Sportfunktionäre und Journalisten.

Die Entsendung der Fangruppe und des Orchesters gilt als weitere Geste der kommunistischen Regierung in Nordkorea, die seit Anfang des Jahres betriebene Annäherung an Südkorea fortsetzen zu wollen. Nordkorea wird bei den Spielen, die am Freitag eröffnet werden, auch mit 22 Sportlern dabei sein, darunter zwölf Eishockeyspielerinnen für eine gemeinsame Mannschaft mit Südkorea. Geplant sind neben zwei Auftritten des nordkoreanischen Orchesters kurz vor und während der Spiele auch vier Taekwondo-Shows.

Zahlreiche Fälle von akuten Magen-Darm-Erkrankungen bei Sicherheitskräften für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang sorgen kurz vor Beginn der Wettkämpfe für Unruhe.

6.59 Uhr: Der deutsche Olympia-Arzt hat nach zahlreichen Magen-Darm-Erkrankungen und 32 Norovirus-Fällen bei den Sicherheitskräften Entwarnung gegeben. „Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es keinen Anlass zur Sorge, bisher sind keine Fälle in den olympischen Dörfern beschrieben“, sagte Bernd Wolfarth am Mittwoch in Pyeongchang. „Die Südkoreaner haben schnell und gut reagiert und die betroffenen Mitarbeiter der Sicherheitsdienste ausgetauscht.“ Von deutscher Seite würden derzeit keine weiteren Maßnahmen ergriffen, „die über die üblichen Hygiene-Maßnahmen hinausgehen“.

Das Norovirus verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Sommer in London waren zahlreiche Athleten vom Ausbruch einer Norovirus-Infektion betroffen, auch eine Reihe von deutschen Teilnehmern.

6.31 Uhr: Nach schwierigem Beginn hat der Ticketverkauf für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) auf der Zielgeraden noch kräftig angezogen. 78 Prozent der Eintrittskarten waren am Mittwoch, zwei Tage vor dem Start der 23. Winterspiele, verkauft. Das sagte Präsident Lee Hee Beom vom Organisationskomitee POCOG der IOC-Vollversammlung in Pyeongchang.

Insgesamt wurden 1,18 Millionen Tickets für die Wettkämpfe angeboten. Der Verkaufsstart war mit Problemen verbunden. Anfang September waren erst 4,8 Prozent der Karten abgesetzt. Die politische Annäherung zwischen beiden koreanischen Staaten und der Fackellauf durch das Gastgeberland haben das Interesse an den Spielen gesteigert.

Olympia 2018: Die Ereignisse vom 6. Februar im Überblick

17.10 Uhr: Update: Aus den 41 Verdachtsfällen des Norovirus bei den Sicherheitskräften in Pyeongchang (siehe 12.15 Uhr) sind mittlerweile 32 bestätigte Magen-Darm-Erkrankungen geworden. Das gab es Organsationskomitee bekannt. 

Olympia 2018: Hackl-“Schorsch“ bestreitet wilde Athleten-Partys

16.55 Uhr: Übrigens: Im Vorfeld der Spiele wurden im und ums Olympische Dorf insgesamt 110.000 Verhüterli verteilt. Jeder Athlet kommt hier auf stolze 36,7 Pariser. Aber geht es wirklich so wild zu, wie man bei diesen Zahlen denken kann? Einer der das wissen muss, ist der sechsmalige Olympia-Teilnehmer Georg Hack. Im Interview bei spox.com bestreitet er so manche Halbwahrheiten. „Das ist ein großer Mythos. [...] Das geht ganz gesittet zu. Wenn dann tatsächlich mal Männlein und Weiblein zusammenfinden, dann machen die das so, wie es sonst auch auf der ganzen Welt üblich ist: Die lassen sich dabei nicht zugucken. Von Gruppensex-Partys kann also keine Rede sein. Ich habe davon jedenfalls noch nie was mitbekommen - was auch immer das heißen mag.“

Und auf wilde Party-Nächte kann man sich als Athlet auch nicht freuen. „Im Olympischen Dorf gibt es überhaupt keine Partys. Würde man da eine schmeißen, gäbe es sofort Maßregelungen, weil andere Athleten vor ihren Wettkämpfen schlafen müssen.“

16.05. Uhr: Werfen wir mal einen Blick ins Olympische Dorf. Da lässt es sich ganz gut aushalten und für Freizeitbeschäftigungen zwischen den Wettkämpfen und Trainingseinheiten ist auch gesorgt. Bei Billardtischen, Tischkickern, Air-Hockey und Videospielen ist wahrscheinlich für jeden Athleten etwas dabei.

Ein Athlet aus der Schweiz spielt Billard im Olympischen Dorf.

Und wenn es mal etwas ruhiger zugehen soll, auch da haben die Südkoreaner eine Lösung gefunden. Bei den Massagesesseln wird man schon etwas neidisch.

Die Massagesessel im Olympischen Dorf.

15.15 Uhr: Manch ein deutscher Sportler kann sich in Pyeongchang wohl auf einen kleinen Geldregen freuen.Die Deutsche Sporthilfe zahlt den geförderten Athleten bis zu 20.000 Euro für eine Medaille. Für diese Summe müssen Laura Dahlmeier, Eric Frenzel und Co. Gold holen, für Silber gibt es 15.000 und für Bronze 10.000 Euro. Für einen achten Platz gibt es immerhin noch 1500 Euro. Bei Staffelwettbewerben gibt es eine gesonderte Aufteilung. Zum Vergleich: Vor vier Jahren in Sotschi schüttete die Sporthilfe insgesamt 548.000 Euro an Erfolgsprämien aus.

14.05 Uhr: Die norwegische Delegation hat ihren Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier am Freitag bekannt gegeben: Biathlet Emil Heglse Svendsen. Der viermalige Olympiasieger freut sich auf seine Aufgabe. Winterspiele in Pyeongchang am Freitag die norwegische Flagge tragen. „Das ist eine ehrenvolle Aufgabe, die nicht viele in ihrer Karriere erfüllen dürfen“, sagte Svendsen laut Nachrichtenagentur NTB.

Wer deutscher Fahnenträger wird, ist noch nicht bekannt. Zur Auswahl stehen Eishockey-Profi Christian Ehrhoff, der nordische Kombinierer Eric Frenzel, Rodlerin Natalie Geisenberger, Eisschnelläuferin Claudia Pechstein und Abfahrerin Viktoria Rebensburg. Am Donnerstag will der Deutsche Olympische Sportbund bekannt geben, wer von den 154 deutschen Athleten und zahlreichen Fans gewählt wurde.

13.31 Uhr: Überraschung: Felix Neureuther wird doch bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang am Start sein - allerdings in neuer und ungewohnter Rolle am TV-Mikrofon.

Aljona Savchenko und Bruno Massot beim Training in der Gangneung Ice Arena.

12.57 Uhr: Kurz vor dem Start der Winterspiele scheinen die Nachwirkungen der Fußverletzung von Eiskunstlauf-Goldkandidatin Aljona Savchenko überwunden. Gemeinsam mit Partner Bruno Massot testete die 34-Jährige am Dienstag in Pyeongchang erstmals das olympische Eis. „Das Training war ganz gut, aber es waren harte Wochen“, sagte Savchenko vor ihrem fünften Olympia-Start: „Es ist ein tolles, ein besonderes Gefühl bei den Olympischen Spielen.“ Für Partner Massot, der zuletzt noch an Rückenproblemen laborierte, ist es hingegen die erste Teilnahme. 

Beim ersten Training am Morgen wirkten die Paarlauf-Vizeweltmeister noch etwas unausgeschlafen, am Nachmittag lief es schon besser. „Die Reise war eigentlich okay, lang, aber gut“, sagte Savchenko. Nur der Jetlag schlug zu: „Es war eine kurze Nacht. Bis wir im Dorf waren, war es sechs Uhr, um sieben haben wir zu Abend gegessen. Dann bin ich eingeschlafen, und um 1.30 Uhr morgens war ich wach.“ Schlafen konnte sie dann erst nach dem Morgentraining wieder.

12.15 Uhr: Zahlreiche Fälle von akuten Magen-Darm-Erkrankungen bei Sicherheitskräften für die Olympischen Winterspiele sorgen kurz vor Beginn der Wettkämpfe für Unruhe. Es gebe unter dem privaten Sicherheitspersonal 41 Verdachtsfälle auf das Norovirus, teilte das Organisationskomitee am Dienstag mit. Die Menschen mit den Virussymptomen würden in ein Krankenhaus gebracht, weitere 1200 Bewohner in dem betroffenen Quartier im Landkreis Pyeongchang sollen isoliert werden, „bis keine weiteren Fälle mehr auftreten“. 900 Soldaten sollen dafür sorgen, dass keine Sicherheitslücken entstehen. Sie sollen den Angaben des OK zufolge an 20 Olympia-Schauplätzen postiert werden, um die vorerst ausgefallenen Sicherheitskräfte zu ersetzen. Die betroffene Unterkunft liegt abseits von den beiden Athletendörfern. Die Organisatoren unternähmen alles, um eine mögliche Verbreitung der Krankheit zu verhindern, sagte der Spiele-Exekutivdirektor des Internationalen Olympischen Komitees, Christophe Dubi.

Olympia 2018: Peta-Aktivistin sorgt bei Minusgraden für Aufsehen

In Unterwäsche und mit Hasenohren protestiert diese PETA-Aktivistin bei klirrender Kälte gegen den Einsatz von echtem Pelz.

11.19 Uhr: Bekleidet nur mit weißer Unterwäsche, hat eine Aktivistin der Tierrechtsorganisation Peta am Dienstag in der Olympiastadt gegen das Tragen von Pelz bei den Spielen in Pyeongchang protestiert. "Ich möchte die Botschaft verbreiten, dass echter Pelz bei Olympia im Jahr 2018 keinen Platz mehr haben darf", teilte Ashley Fruno einer staunenden Menschenmenge mit: "Champions tragen keinen Pelz." Polizisten, Touristen und ehrenamtlichen Olympiahelfern stand Fruno, mit Hasenohren aus Plüsch auf dem Kopf, geduldig für Selfies zur Verfügung. Die Australierin ist weltweit bekannt für Aktionen dieser Art. Bei der Mailänder Fashion Week sorgte sie zuletzt nackt und mit roter Farbe bemalt für permanentes Aufsehen während der Modenschauen. Fruno ist außerdem eine der Wortführerinnen in PETAs Kampf gegen den Hundefleischmarkt in Korea.

Olympia 2018: Nordkoreanische Künstler von Protesten empfangen

Aktivisten aus Südkorea protestieren im Mukho Hafen von Donghae beim Einlaufen der aus Nordkorea kommenden Fähre Mangyongbong-92.

10.21 Uhr: Wütende Demonstranten haben eine Gruppe nordkoreanischer Künstler empfangen, die anlässlich der Olympischen Winterspiele nach Südkorea gereist ist. Hunderte Menschen versammelten sich am Dienstag am Hafen der südkoreanischen Stadt Donghae, wo das Schiff mit den 120 Künstlern aus dem Norden ankam, und machten ihrem Unmut über die Politik Nordkoreas Luft. Die Demonstranten trugen Plakate mit durchgestrichenen Gesichtern des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, einige zerknüllten die Plakate und zertraten sie auf dem Boden. "Wir befinden uns im Kriegszustand und wir laden die Prostituierten unseres Feindes ein", erregte sich einer der Demonstranten. Die Protestierer skandierten auch "Wir sind gegen die Olympischen Spiele von Pjöngjang". Sie werfen der nordkoreanischen Führung vor, die am Freitag beginnenden Winterspiele in Pyeongchang gekapert zu haben.

Kuriose Neulinge bei Olympia 2018: Einer schulte extra um

10.04 Uhr: Sechs Nationen, darunter Eritrea und Ecuador, fahren erstmals zu Olympischen Winterspielen. Sie entsenden Sportler mit märchenhaften Geschichten. Eine davon geht so: Ein Sommer-Olympionike von 2016 aus Tonga schult sich für die Winterspiele 2018 vom Taekwondo-Kämpfer zum Langläufer um.

10.00 Uhr: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Countdown-Ticker zu den Olympischen Winterspielen 2018! Noch drei Tage, dann werden die 23. Winterspiele in Pyeongchang (Südkorea) eröffnet. Wir halten Sie über alle Ereignisse vor dem Olympia-Start auf dem Laufenden. Für Deutschland gehen 154 Athleten in 102 Wettkämpfen an den Start. Wegen der Zeitverschiebung finden zahlreiche Entscheidungen zu nachtschlafender Zeit in Deutschland statt, eine Übersicht über alle Termine und Wettkämpfe haben wir hier für Sie zusammengestellt.

fw/ses mit sid/dpa

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