Ringer-Legende soll Drogen angebaut haben

15 Kilo Marihuana sichergestellt! Olympia-Held in U-Haft 

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Mit seinem Final-Sieg im Ringen bei den Olympischen Spielen 1984 wurde er unsterblich – nun droht Pasquale Passarelli (61) eine Haftstrafe. Der Grund: 

Östringen/Mutterstadt - Es war ein Finale für die Ewigkeit! Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles schaffte der gebürtige Italiener Pasquale Passarelli fast Unmenschliches, als er sage und schreibe 84 Sekunden lang mit einer Brücke den Versuchen seines japanischen Gegners Masaki Eto standhalt, geschultert zu werden – und holte sensationell Gold für Deutschland. „Es war ein Kampf um Leben und Tod“ , hatte der heute 61-Jährige einmal im Interview über den Final-Fight gesagt, der als „Brücke von Los Angeles“ in die Annalen einging.

Wurde am 17. April 2018 festgenommen: Olympia-Sieger Pasquale Passarelli (61).

34 Jahre später muss Passarelli jedoch den vielleicht schwierigsten Kampf seines Lebens kämpfen. Wie MANNHEIM24* berichtet, wurde der ehemalige Olympia-Held am 17. April festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, seit Ende 2017 in zwei Privathäuser im großen Stil Cannabis auf Indoor-Plantagen angebaut zu haben. Zudem hat die Polizei bei Passarelli 15 Kilo Marihuana sichergestellt. Darüber hatte die BILD zuerst berichtet.

Die beiden Häuser, in denen die Drogen angebaut worden sein sollen, stehen in Östringen und Mutterstadt. Der 61-Jährige soll dabei gemeinsame Sache mit einem Pizzeria-Betreiber aus Weisenheim gemacht haben.

Bei einer Verurteilung droht Passarelli eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr. Der Hauptprüfungstermin soll am 16. Oktober stattfinden.

Der Olympia-Sieger wurde 1957 in Gambatesa in Italien geboren, wuchs aber seit seinem sechsten Lebensjahr in Ludwigshafen auf. Nach seiner aktiven Sportkarriere blieb Passarelli dem Ringen noch bis 2005 als Trainer beim KSV Berghausen treu, arbeitete hauptberuflich als Immobilienmakler. 

*MANNHEIM24.de und ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

rob

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