Vor NBA-Start

Nowitzki startet in Jubiläums-Saison - zwei andere Deutsche ebenfalls im Fokus

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Treffen zum Auftakt aufeinander: Dennis Schröder und Dirk Nowitzki.

Die deutschen Stars starten in der NBA wieder durch - in neuen Rollen. Während Dirk Nowitzki bei Dallas meist als Center auflaufen soll, dreht sich in Atlanta zukünftig mehr um Dennis Schröder.

Dallas - Mögliche Abschiedstournee und Wiedergutmachungstour: Wenn Dirk Nowitzki und Dennis Schröder mit dem ersten Kräftemessen am Mittwoch (Ortszeit) in die neue Spielzeit der NBA starten, geschieht dies unter höchst unterschiedlichen Vorzeichen. Der allseits anerkannte 39-jährige Altstar geht mit den Dallas Mavericks in sein 20. und womöglich letztes Jahr und erreicht einen weiteren Meilenstein seiner großen Karriere. Spielmacher Schröder hat knapp drei Wochen nach seiner vorübergehenden Festnahme wegen des Verdachts der Körperverletzung bei den Atlanta Hawks einiges geradezubiegen.

In einer Stellungnahme vor Saisonstart rügten die Hawks den Deutschen. „Dieses Verhalten ist nicht akzeptabel und wird von der Hawks-Organisation nicht toleriert“, erklärte General Manager Travis Schlenk in einer Mitteilung zu den Vorfällen rund um eine körperliche Auseinandersetzung. Er werde zu „einem angemessenen Zeitpunkt eine disziplinarische Maßnahme erhalten“. Der Einsatz des 24-Jährigen gegen die Mavericks steht aber wohl nicht infrage.

Nach seiner Festnahme ist Dennis Schröder derzeit angezählt.

Trainer Mike Budenholzer zeigte sich von seinem Schützling „enttäuscht“, betonte aber das sportliche Potenzial Schröders: „Er hat die Fähigkeit, ein Leader unseres Teams zu werden.“ Das sieht der selbstbewusste Spielmacher, der laut Mitteilung die Verantwortung für sein Verhalten Ende September übernimmt und die bevorstehenden Konsequenzen akzeptiert hat, ähnlich.

Nowitzki, der in der Geschichte der NBA die sechstmeisten Punkte erzielt hat, sind derartige Rügen und Disziplinarstrafen fremd. Der Vorzeigeprofi verzichtete bei den Mavericks erneut auf Gehalt und startet als erst zweiter Profi der Liga-Geschichte in eine 20. Saison mit ein und demselben Verein.

„Das ist schon etwas Besonderes“, frohlockte Nowitzki. Vor ihm gelang dieses Kunststück nur Kobe Bryant bei den Los Angeles Lakers. Doch der Basketball-Star hat erkannt, dass sich die Zeiten in Nordamerikas Profiliga geändert haben. „Die neue NBA ist ein bisschen anders“, merkte der 2,13 Meter große Star der Mavericks an. „Es geht darum, Geld zu machen und zu gewinnen und nicht mehr so sehr darum, loyal zu sein“, sagte er in einem Radio-Interview mit „SiriusXM“.

Ob sich Nowitzki noch für eine 21. Spielzeit motivieren kann, will er nach der Saison entscheiden, wie er ankündigte. Zunächst gilt sein Fokus der neuen Spielzeit, in der er für die Mavericks eine neue Rolle einnehmen soll: als Center. Dies erklärte sein Coach Rick Carlisle im Vorfeld und beugte Spekulationen vor, der in Sachen Athletik und Dynamik nachlassende Nowitzki könne in der kommenden Saison von der Bank kommen.

Maximilian Kleber steht vor seiner Premieren-Saison

Neuer Teamkollege aus der würzburger Heimat: Maxi Kleber verstärkt die Dallas Mavericks.

Verstärkung bekommt er in der neuen Saison von einem Landsmann. Der Debütant lobte vor seiner ersten Spielzeit ausdrücklich die Zusammenarbeit mit dem Routinier. „Es war für mich Luxus, dass ich mit ihm arbeiten und reden konnte. Für mich war das super hilfreich“, sagte der 25 Jahre alte Basketball-Profi in einer Telefonschalte mit deutschen Medien am Dienstagnachmittag. Ihm sei bewusst, dass ihn in der NBA „jeden Abend ein Kaliber“ erwarte, sagte Kleber und weiter: "Die Vorfreude ist unglaublich groß. Ich habe ja schon oft gesagt, dass für mich ein Kindheitstraum wahr wird". Der ebenfalls aus Würzburg stammende Maximilian Kleber hat im Sommer den Sprung vom FC Bayern in die NBA geschafft und will die Mavericks mit seiner Vielseitigkeit bereichern. „Ich mag ihn wirklich gerne, Maxi ist für sein Alter super aufgestellt“, sagte Nowitzki über Kleber.

Dass die Mavericks im stark besetzten Westen nur Außenseiter sind, stört den Champion von 2011 nicht. „Hoffentlich bleiben wir etwas verletzungsfreier als im Vorjahr. Dann können wir versuchen, einen Lauf zu starten“, kündigte Nowitzki an. Er weiß aber auch: „Im Westen wird es nicht einfacher, das ist sicher.“

dpa/sid/mh

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