Weltmeister über Weltmeister

Schumacher: Diese Fragen würde Vettel ihm gerne stellen

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Sebastian Vettel und Michael Schumacher.

Michael Schumacher ist für die aktiven Formel-1-Fahrer nach wie vor ein großes Vorbild. Weltmeister Sebastian Vettel würde seinem Idol gerne einige Fragen stellen.

Sebastian Vettel über Michael Schumacher: „Wenn er gesund wäre, würde ich ...“

News vom 19. September 2018: Sebastian Vettel vermisst Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher als Ratgeber. „Wenn er gesund wäre, würde ich ihn nach vielen Dingen fragen“, sagte der 31 Jahre alte Ferrari-Pilot in einem Interview der „Sport Bild“ (Mittwoch). Dabei gehe es ihm nicht so sehr um Tipps für die Rennstrecke. Vielmehr würde er Schumachers Ratschläge zur „Zusammenarbeit im Team, der Politik in der Formel 1“ einholen. „Da hat er ja sehr viel Erfahrung aus seiner Zeit mit Ferrari“, sagte Vettel.

Michael Schumacher: Seine Managerin bestätigt geplante Aktion für 2019

News vom 18. September 2018: Michael Schumacher hat sich immer sehr um den guten Zweck bemüht. Er hat sein großes Herz schon oft bewiesen. Das von ihm ins Leben gerufene „Spiel des Herzens“ pausierte einst eine Zeit lang. Doch 2016 wurde das Benefizspiel wieder ins Leben gerufen. Die Stiftung KeepFighting (Familie Schumacher) und die des Dirk-Nowitzki-Stiftung haben sich für das Projekt wieder eingesetzt. Nach einer einjährigen Pause soll die sogenannte Veranstaltung „Champions for Charity“ wieder stattfinden.

Schumachers Managerin Sabine Kehm und Mick Schumacher sollen das auf der Automechanika-Messe in Frankfurt bestätigt haben, wie derwesten.de berichtet.  „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man karitative Zwecke unterstützen kann. Diese Kombination aus Spaß und Sinn ist perfekt in meinen Augen“, sagte Mick Schumacher, der einen Helm zur Verfügung stellt, der versteigert werden soll. 

„Wir werden Micks Helm nun in eine Versteigerung einbringen, die der gemeinsam mit der Stiftung von Dirk Nowitzki durchgeführten Aktion Champions for Charity zu Gute kommt“, so Kehm und sagt weiter: „Die Versteigerung wird vor Weihnachten losgetreten, so dass wir das Benefizspiel Champions for Charity auch im nächsten Jahr angehen können.“

„Er hat das nie offiziell verraten“: Enger Vertrauter spricht über Michael Schumachers einstigen Unfall

München - Stefano Domenicali war sieben Jahre lang Formel-1-Teamchef bei Ferrari. Von 2007 bis 2014 trug er die Verantwortung. Auch davor war er schon für die Scuderia tätig und kannte somit auch Michael Schumacher sehr gut. Das Portal Formula1 traf sich für den Podcast „Beyond The Grid“ mit dem 53-Jährigen, der mittlerweile CEO bei Lamorghini ist. 

„Ich vermisse die Formel 1, aber ich habe jetzt mehr Zeit für mich und meine Familie“, sagt der Italiener, der in der Motorsport-Hochburg Imola geboren und aufgewachsen ist. In 23 Jahren bei Ferrari hat er viel erlebt. Auch in seine Zeit mit Schumacher gibt er Einblicke. Schumacher, der siebenfache Weltmeister, holte fünf seiner Titel mit Ferrari. Seit seinem schweren Skiunfall äußern sich immer wieder ehemalige Weggefährten über den Ausnahme-Sportler. Auch Sebastian Vettel hat in einem rührenden Interview gesprochen. Nun hat Domenicali einen Einblick gegeben. 

Michael Schumacher: Domenicali beschreibt ihn als „anfänglich kühl“

Als sich Sprecher Tom Clarkson über den Einfluss Schumachers auf das Team von Ferrari erkundigt, schwelgt Domenicali in Erinnerungen an vergangene Tage. „Als Michael zu uns kam, war er natürlich schon unglaublich und großartig als Fahrer. Als er 1996 kam, war er sehr fokussiert. Man konnte gleich sehen, dass er sich von den anderen unterschied, alleine wie er arbeitete und was er für ein Talent hatte“, so Domenicali. „Er war anfangs ein bisschen kühl. Er kam mit einer anderen Mentalität. Die Beziehung zwischen uns wurde Tag für Tag besser“, so der 53-Jährige. 

Um die professionelle Einstellung von Schumacher zu erklären und was er von ihm lernen konnte, nutzt Domenicali ein Beispiel. „Schließe deine Augen und versuche, dir in Super Slow-Mo jedes Detail der Rennrunde aus der Perspektive des Fahrers vorzustellen. Mit dieser Art hat er sich einen Vorteil verschafft.“ Schumacher soll so vor allem den Ingenieuren geholfen haben, die Bremsen zu optimieren. Schumachers Fähigkeit, so das Team zu verbessern, war für Domenicali die „fantastischte Sache“, welche er sah, als sie zusammenarbeiteten. 

Domenicali über Michael Schumacher: „Er war mehr als ein Fahrer“

„Er hatte ein Charisma, er war mehr als ein Fahrer. Er verstand seine Rolle als Vorbild“, so der Ex-Teamchef. Schumachers Verhalten innerhalb des Teams soll großartig gewesen sein, und er war immer vollem Herzen bei der Sache. „Man hat von ihm niemals ein Wort gegen das Team gehört. Sei es bei Fehlern oder Problemen. Niemals“, sagt der 53-Jährige. 

Selbst bei seinem Unfall 1999 in Silverstone, als er sich das Bein brach, weil etwas mit der Bremse nicht stimmte, erzählte er Schumacher das nie in der Öffentlichkeit. „Er hat das nie offiziell verraten“, sagt Domenicali. 

Auf die Frage, ob Fernando Alonso oder Schumacher der bessere Fahrer sei, antwortet der Italiener: „Das ist eine gute Frage. Was die Zahlen angeht, Michael. Fernando, war auch in der Lage zu gewinnen. Michael hat seine Karriere beendet, Fernando noch nicht. Ich hoffe, dass Fernando das Triple holt. Es wäre schön, beide gegeneinander im gleichen Auto fahren zu sehen und zu schauen, wer besser ist.“

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ank

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