Finals der BBL

Meisterlich in Oldenburg: Bamberg dicht vor dem Titelgewinn

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Oldenburgs Maxime De Zeeuw (l.) kann Bambergs Nikolaos Zisis nicht am Wurf hindern.

Brose Bamberg steht in der Basketball Bundesliga dicht vor dem Gewinn seiner neunten Meisterschaft. Nach dem klaren Sieg im Auftaktspiel gewann der Titelverteidiger auch das zweite Final-Duell. 

Oldenburg - Brose Bamberg steht in der Basketball Bundesliga (BBL) dicht vor dem Gewinn seiner neunten Meisterschaft. Nach dem klaren Sieg im Auftaktspiel gewann der Titelverteidiger das zweite Play-off-Duell der Finalserie bei den EWE Baskets Oldenburg nach einer erneut überlegenen Vorstellung mit 88:76 (48:32) und führt in der best-of-five-Serie 2:0. Am Sonntag um 17.15 Uhr haben die Franken zu Hause ihren ersten Matchball.

Sollte der Pokalsieger für die schnellstmögliche Entscheidung sorgen, wäre der dritte Meistertitel in Serie und gleichzeitig das vierte Double der Vereinsgeschichte nach 2010, 2011 und 2012 perfekt. Bamberg hat in den laufenden Playoffs nur ein Spiel verloren, dies allerdings zu Hause.

„Haben einen tollen Job gemacht“

"Wir waren von der ersten Minute an bereit", sagte der glänzend aufgelegte Bamberger Point Guard Fabien Causeur: "Wir wussten, dass sie eine sehr starke Defensive haben. Wir haben einen tollen Job gemacht. Aber der Job ist noch nicht ganz erledigt. Wir müssen uns erholen und dann für Spiel drei wieder alles rausholen."

Oldenburg, das am vergangenen Sonntag auswärts im ersten Spiel nach einem Fehlstart eine bittere Lehrstunde erhalten hatte (60:96), trat in eigener Halle anders auf. Besonders in der Offensive war der frühere Meister und Pokalsieger erfolgreicher, dazu kamen die Bamberger schwieriger zu Punkten als drei Tage zuvor.

"Wir haben uns genug erholt, um frisch in das Spiel zu starten", hatte Mladen Drijencic vor dem Tip-off bei telekombasketball.de gesagt, der Trainer der Oldenburger behielt Recht. Doch die EWE Baskets bekamen nach und nach immer größere Probleme mit dem Favoriten, Bamberg tat dem Außenseiter vor allem mit einer hochprozentigen Trefferquote von der Dreierlinie weh. Nach einem 6:0-Lauf zum Ende der ersten Hälfte war der Vorsprung deutlich.

"Wenn die Würfe so fallen, haben wir keine Chance. Die Jungs müssen um ihr Leben rennen", sagte Oldenburgs Geschäftsführer Hermann Schüller in der Pause und verneigte sich vor dem Gegner: "Das ist schon Hochgeschwindigkeits-Basketball." Die EWE Baskets, die beim überraschenden Halbfinalerfolg gegen ratiopharm Ulm (3:2) noch Comeback-Qualitäten gezeigt hatten, fanden darauf weiter keine Antwort.

Causeur und Melli nicht zu stoppen

Bamberg nutzte seine vielen Optionen in der Offense gnadenlos aus. Besonders Causeur und Nicoló Melli waren kaum zu stoppen, Mitte des dritten Viertels lagen die überlegenen Gäste erstmals mit mehr als 20 Punkten vorn (64:42/26. Minute). Dass Center Leon Radosevic wegen einer früh erlittenen Verletzung ausfiel, steckte das Team von Trainer Andrea Trinchieri locker weg.

Oldenburg hatte Bamberg vor zwei Jahren in der heimischen EWE Arena im Pokalfinale geschlagen und seinen bis heute letzten Titel geholt, diesmal war trotz eines Zwischenspurts im Schlussviertel nichts zu holen. Der Tabellenzweite der Hauptrunde holte souverän den Sieg und machte den zweiten von drei notwendigen Schritten auf dem Weg zum Titel. Es wäre ein kleines Basketball-Wunder, würden sich die EWE Baskets am Wochenende zurückmelden.

Bester Werfer bei Bamberg war der Franzose Causeur mit 21 Punkten. Bei Oldenburg traf US-Center Brian Qvale am erfolgreichsten (19).

SID

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