DSV-Alpinchef

Maier sorgt sich um Abfahrts-Image: Überforderter Nachwuchs

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Sieht die Positionierung der Damen-Abfahrt im alpinen Skirennsport kritisch: Alpindirektor Wolfgang Maier. 

Garmisch-Partenkirchen - Für den deutschen Alpinchef Wolfgang Maier hat die Abfahrt ein Imageproblem bekommen. "Weniger bei den Herren, mehr bei den Frauen, weil die Herren natürlich diese attraktiven Klassiker haben", sagte Maier am Rande des Damen-Weltcups in Garmisch-Partenkirchen.

Er sieht auch die Positionierung der Damen-Abfahrt im alpinen Skirennsport kritisch: "Weil halt die Leute immer mehr überfordert werden. Das ganze System bietet keine besonders gute Ausbildung, etwa in den unteren Rennen." Der Leistungsabstand zwischen der Nummer eins und 50 sei heute größer als etwa in den 1990er oder 2000er Jahren.

Es sei auch für Eltern zunehmend schwierig, ihre Kinder Abfahrtsrennen fahren zu lassen. Angesichts der jüngsten tödlichen Unfälle im alpinen Rennsport sei das auch verständlich. "Jetzt ist es halt so weit, dass uns die Gefährlichkeit des Sports eingeholt. Viele junge Mädchen, die Rennen fahren, wollen nicht auf die Abfahrt." Der Deutsche Skiverband versuche hier, seriös aufzuklären. Zudem hat der DSV sein Ausbildungsprogramm umgestellt. "Aber es dauert seine Zeit, dass auch die Eltern das Vertrauen haben, dass wir ihre Kinder nicht "verbrennen" für den kurzen Erfolg", sagte Maier.

Vergleichsweise geringe Starterfelder habe es aber auch schon in den 1990er Jahren gegeben. Am Samstag bestritten auf der Kandahar 44 Skirennfahrerinnen die Abfahrt, darunter fünf Deutsche.

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