Neuer sportlicher Impuls

Trotz Playoffs: DEL-Spitzenklub entlässt Trainer und präsentiert Nachfolger

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Beim Saison-Höhepunkt „Winter Game“ standen sich Köln und Düsseldorf gegenüber. Bei den Haien gibt es nun einen Trainerwechsel.

Der deutsche Eishockey-Traditionsklub Kölner Haie hat die Reißleine gezogen und sich in einer sportlich durchwachsenen Phase von Coach Peter Draisaitl getrennt. 

Köln - Die Kölner Haie haben sich überraschend von Trainer Peter Draisaitl (53) getrennt. Der frühere deutsche Eishockey-Nationalspieler muss nach 14 Monaten beim achtmaligen deutschen Meister aus dem Rheinland gehen, das gab der DEL-Klub am Montag bekannt. Der Posten wird umgehend neu besetzt: Es übernimmt bis zum Saisonende der Kanadier Dan Lacroix (49), der gleichzeitig auch als Nationaltrainer Litauens fungiert.

"Wir haben in den letzten Wochen eine sehr ausführliche Analyse unseres sportlichen Bereichs vollzogen. In Folge dessen haben wir Entscheidungen getroffen, von denen wir überzeugt sind, dass sie die Grundlage für sportlichen Erfolg und die Stabilisation der Haie sein werden", sagte Haie-Geschäftsführer Philipp Walter. In diesem Zusammenhang soll der Vertrag mit Sportdirektor Mark Mahon um zwei weitere Jahre bis 2021 verlängert werden.

Zuletzt kassierten die Kölner Haie unter anderem vor knapp 50.000 Zuschauern gegen den Erzrivalen Düsseldorfer EG im Freiluft-Spektakel der DEL eine Niederlage.

Kölner Haie: Draisaitl-Entlassung vor Playoff-Beginn „notwendig“

Peter Draisaitl traf die Entlassung überraschend: "Ich habe es nicht kommen sehen, aber ich muss die Entscheidung akzeptieren. Ich kann und will jetzt nur danke sagen, dass ich in Köln arbeiten durfte, und ich hätte es natürlich gerne länger getan", sagte der Vater von Nationalspieler und NHL-Profi Leon Draisaitl (Edmonton Oilers) dem „Kölner Express“.

Die Haie sind nach 41 von 52 Spieltagen Tabellenfünfter und stehen kurz vor der Qualifikation für die Playoffs. "Wir sind davon überzeugt, dass ein Trainerwechsel in der jetzigen Situation und im Hinblick auf den Hauptrunden-Endspurt und die anstehenden Playoffs notwendig war, um das Team, trotz der ordentlichen Tabellensituation, sportlich weiterzuentwickeln", sagte Mahon.

Lacroix war seit der Saison 2006/07 mit einem Jahr Unterbrechung in der NHL tätig, zuletzt vier Jahre als Assistent-Coach bei den Montreal Canadiens. Zuvor stand er für die New York Rangers, die Tampa Bay Lightning und die New York Islanders als Co-Trainer hinter der Bande. In seiner 14-jährigen Spielerkarriere erreichte Lacroix 1997 mit den Philadelphia Flyers das Stanley-Cup-Finale.

PF/SID

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