Basketball-Bundesligist

Insolvenzgefahr: Brose Bamberg trennt sich von Geschäftsführer Beyer

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Basketball-Bundesligist Brose Bamberg entgeht nur knapp einem Insolvenzverfahren. 

Der Basketball-Bundesligist Brose Bamberg entgeht nur knapp einem Insolvenzverfahren. Der Klub trennt sich von Geschäftsführer Rolf Beyer.

Bamberg - Der frühere deutsche Basketball-Serienmeister Brose Bamberg kann nach eigenen Angaben nur durch außerplanmäßige finanzielle Hilfeleistungen eine Insolvenz vermeiden und hat sich in diesem Zusammenhang mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführer Rolf Beyer getrennt. Grund für den Schritt seien „finanzielle Unregelmäßigkeiten". Nähere Informationen gab es zunächst nicht.

Beyer sollte seinen Posten eigentlich erst zum Jahresende räumen, nun erfolgt der Abschied gut einen Monat früher. Bis zum Amtsantritt von Arne Dirks, der im September engagiert worden war und die Arbeit im neuen Jahr aufnehmen wird, fungiert Niklas Beyes als Geschäftsführer. Beyes ist Kaufmännischer Geschäftsführer der Brose Gruppe, Hauptsponsor des Klubs.

„Loch in der Kasse"

„Nur durch fortwährende finanzielle Unterstützung durch die Brose Gruppe und den Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Stoschek persönlich - außerhalb der erheblichen Sponsoringleistungen - kann die Gesellschaft vor einer Insolvenz bewahrt werden", teilte Brose Bamberg am Mittwoch mit.

Die Bamberger hatten vor der laufenden Saison ein „Loch in der Kasse" beklagt und bereits den Rotstift angesetzt. „Wir werden uns 2018/19 konsolidieren", erklärte Beyer im Sommer. Das Problem nannte er damals „nicht existenziell, aber eine Hypothek, die wir abtragen müssen".

Unter Beyer hat der Klub seit 2014 drei Meistertitel und einen Pokalsieg geholt. Als die Entscheidung zur Trennung zum Jahresende bekannt gemacht worden war, hatte die Klubführung um Stoschek Beyer für seine Verdienste gedankt. Dessen Nachfolger Dirks arbeitet derzeit als Geschäftsführer der Deutschen Volleyball Sport GmbH, Vermarkter des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV).

SID

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