Eishockey-Nationaltorwart

Hitler-Vergleich: Greiss entschuldigt sich für Instagram-Like

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Thomas Greiss beim Eröffnungsspiel der Eishockey-WM 2017

Köln/New York - Eishockey-Nationaltorwart Thomas Greiss bemüht sich um Schadensbegrenzung: Nun hat sich der NHL-Profi für zweifelhafte Likes auf Instagram entschuldigt.

Eishockey-Nationaltorhüter Thomas Greiss hat nach dem Wirbel um seine Person wegen eines Instagram-Likes zu einem Hitler-Vergleich um Entschuldigung gebeten. "Ich entschuldige mich dafür, dass ich mit einigen Posts aus meiner Timeline interagiert habe, mit denen dies falsch war", sagte der 31-Jährigen in einem von seinem NHL-Klub New York Islanders an die Zeitung Newsday herausgegebenen Statement: "Diese Posts zu liken, war ein Fehler, und ich entschuldige mich noch einmal in aller Form."

Auch die Islanders distanzieren sich

Greiss hatte auf der Social-Media-Plattform Instagram unter anderem einem Post mit einem Vergleich der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit Adolf Hitler ein "Like" gegeben. "Nie verhaftet, nie verurteilt, genauso unschuldig wie Hillary", heißt es in dem Post, der ein Bild Hitlers zeigt. Als Reaktion auf Greiss' Verhalten hatte Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) dem Torwart mit dem Ausschluss von den Olympischen Winterspielen im kommenden Jahr im südkoreanischen Pyeongchang gedroht.

Auch die Islanders distanzierten sich. "Die New York Islanders billigen das Social-Media-Verhalten von Thomas Greiss nicht und klären die Angelegenheit intern", hieß es in dem Statement weiter: "Thomas bereut sein Handeln und weiß, dass er einen Fehler gemacht hat."

„Hitler ist ein No-Go“

Greiss hat sein "Like" mittlerweile wieder zurückgezogen, nachdem er vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) darauf angesprochen worden war. "Er ist kein Rechtsextremist, er ist kein Nazi", hatte DEB-Vizepräsident Marc Hindelang gesagt, "aber Hitler ist ein No-Go. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, er hat es entliked." Von Konsequenzen gegen Greiss hatte der DEB abgesehen.

Greiss hatte bei der Heim-WM in Köln wegen einer Oberkörperverletzung nach seiner Auswechslung im Gruppenspiel gegen die Slowakei (3:2 nach Penaltyschießen) kein Spiel mehr bestritten. Als Ersatz nominierte Bundestrainer Marco Sturm NHL-Keeper Philipp Grubauer von den Washington Capitals nach, der aller Voraussicht nach am Dienstag (20.15 Uhr/Sport1) im entscheidenden Vorrundenspiel um den Viertelfinaleinzug gegen Lettland zum Einsatz kommen wird.

SID

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