Beim Derby geht es hitzig zu

Eishockey-Skandal im Video: Spieler rastet aus und prügelt in Richtung Fans

So ein Kampf unter Männern gehört beim Eishockey zur Tagesordnung. Allerdings nur auf dem Eis, nicht auf der Strafbank. Das hatte Raphael Joly wohl vergessen. 

Essen - Was haben die Fans von Moskitos Essen schon für Spieler auf der heimischen Eisfläche gesehen: Rick Goldmann, Peter Draisaitl oder Jimmy Waite haben im Dress der Moskitos schon in der DEL Ende der 90er für Furore gesorgt. Auch jetzt blicken einige Fans wieder nach Essen. Doch nicht wegen sportlicher Leistungen - Moskitos Essen spielt mittlerweile in der Oberliga West und heißt offiziell Wohnbau Moskitos Essen -, sondern aufgrund eines Spieler-Zuschauer-Konflikts. 

Was müssen sich Eishockeyspieler bei einem Auswärtsspiel alles anhören? Deutschlandweit gibt es verschiedene Schmähgesänge, wenn ein Spieler der Auswärtsmannschaft auf die Strafbank muss. Manche kreativ, manche weniger. Einiges musste sich auch Raphael Joly anhören, der mit den Füchsen Duisburg in Essen zu Gast war. 

Joly und die Essener Fans werden wohl keine Freunde mehr

Joly, der beim Stand von 2:2 auf die Strafbank musste, wurde von den heimischen Fans dort „begrüßt“. Das Problem hierbei: Essen und Duisburg verbindet eine Lokal-Rivalität. Außerdem ist die Strafbank, nicht wie gewohnt, mit Plexiglas eingezäunt, sondern seitlich offen. Nach einer halben Minute auf der Bank platzte dem Stürmer der Kragen. 

Er nahm einen Plastikbecher und schüttete Flüssigkeit in Richtung der aufbrausenden Zuschauer. Doch das war nicht alles. Im nächsten Moment ging er auf die Tribüne zu, die etwas erhöht ist und versuchte den „sogenannten Fan“ mit mehren Faustschlägen in die Schranken zu weisen. Allerdings vergeblich. Der Zuschauer kann den Versuchen ausweichen. Security-Männer können die Streithähne trennen und Joly zurück auf die Bank verweisen. Nach dieser Aktion wurde er mit einer Matchstrafe bedacht und seine Füchse kassierten den entscheidenden 2:3-Treffer in Unterzahl. 

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Joly ist kein Kind von Traurigkeit. Auf dem Feld ist er emotional und für seine Fights nicht unbekannt. Doch auch er ist nicht ganz selbst Schuld. Feuerzeuge und andere Gegenstände sollen von der Tribüne auf den Spieler geflogen sein. Die Aktion des Topscorers der Duisburger erinnert an eine Aktion in der IHL (International Hockey League, in der die Farmteams der NHL spielten), allerdings kämpften dort zwei Gegenspieler gegeneinander, die über die Plexiglas-Absperrung zwischen ihren Bänken kletterten. 

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