Titelverteidiger

EHC Red Bull München erneut deutscher Eishockey-Meister

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Die Spieler des EHC Red Bull München bejubeln den zweiten Meistertitel in Folge.

München - Der EHC Red Bull München hat seinen Meistertitel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erfolgreich verteidigt. Der Favorit feierte am Ostermontag ein 4:0 über die Grizzlys Wolfsburg und damit den nötigen vierten Sieg in der Best-of-Seven-Finalserie.

Der EHC Red Bull München bleibt die unangefochtene Nummer eins im deutschen Eishockey und hat die nächsten Etappe hin zur geplanten langjährigen Erfolgsära gemeistert. Mit einem klaren Final-Triumph über die Grizzlys Wolfsburg holten die Bayern von Rekordtrainer Don Jackson die zweite Meisterschaft in Serie an die Isar. Am Ostermontag ließen sich die Münchner die fest eingeplante Heimparty nicht mehr vermasseln und machten durch ein 4:0 den notwendigen vierten Sieg in der Best-of-Seven-Finalserie klar. Schon vor der Schlusssirene klatschten sich die EHC-Cracks auf der Bank ab, auch die Fans hatte ihre Jubelgesänge da schon längst angestimmt.

Vor 6142 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Eishalle sorgen Jonathan Matsumoto (19. Minute), Jerome Flaake (25.) per Penalty, Derek Joslin (47.) und Brooks Macek (50.) für den deutlichen Sieg des Teams von Coach Jackson. Der Amerikaner bescherte dem Liga-Krösus damit den zweiten Silberpokal nacheinander - er selbst steht als DEL-Rekordhalter nun sogar schon bei sieben Titeln als Trainer.

Im goldenen Konfetti-Regen bekam der EHC den Pokal überreicht.

Finalserie wie im Vorjahr eine klare Angelegenheit

In den Finalpartien unterstrichen die mit Nationalspielern gespickten Münchner eindrucksvoll ihre momentane Ausnahmestellung hierzulande und verzeichneten nur einen Ausrutscher bei der 1:2-Heimniederlage in Spiel drei. Insgesamt beendeten sie die diesjährigen DEL-Playoffs mit der bärenstarken Bilanz von 12 Siegen in 14 Partien, die Finalserie gegen die Grizzlys entschieden sie mit 4:1 Siegen für sich.

Wolfsburg indes verlor auch sein drittes DEL-Finale und muss weiter auf den ersten Meistertitel warten. Dabei schienen die Gäste nach der ernüchternden 2:7-Packung am Samstag in der eigenen Halle hochmotiviert, München die allseits erwartete Osterfeier mit einem Blitzstart noch zu verderben. Nach nur einer halben Minute traf Grizzly-Stürmer Brent Aubin den Pfosten, 60 Sekunden später hatte Sebastian Furchner vor dem EHC-Kasten mit Nationaltorhüter Danny Aus den Birken die Chance zum Tor. Kurios: In den ersten vier Finalpartien verlor jeweils die Mannschaft, die 1:0 geführt hatte.

Doch das Omen war den Münchnern egal. Nachdem sie im ersten Abschnitt besser in die Partie gekommen waren und dank ihrer individuellen Klasse Wolfsburg mächtig unter Druck gesetzt hatten, belohnten sie sich vor der Pause durch Matsumotos sechstes Playoff-Tor. Der Stürmer überwand Keeper Felix Brückmann mit einem Schuss aus der Drehung.

Bei Wolfsburg schwindet der Glaube 

Die Gäste von Trainer Pavel Gross setzten wie schon in den gesamten Playoffs auf körperbetontes Spiel und schafften es zunächst sogar, von der Strafbank fernzubleiben. Die vielen Unterzahl-Situationen hatten dem Außenseiter zuletzt das schmerzhafte 2:7 eingebrockt.

Ein Wolfsburger Foul aber sorgte auch in München wieder für ein Gegentor: Nachdem Alexander Weiß den EHC-Stürmer Jerome Flaake vor dem Tor regelwidrig zu Fall gebrachte hatte, ließ sich dieser die Chance im Penalty gegen Brückmann nicht entgehen und erhöhte auf 2:0.

Wolfsburg merkte man an, dass der Glaube an das Comeback schwand. Als Joslin und Macek innerhalb von wenigen Minuten dann die Treffer drei und vier nachlegten, war die Partie endgültig entschieden. Und die Party in der Münchner Eishalle konnte starten.

dpa

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