Trotz Fehlstart

Nowitzki: Hängt der Mavericks-Star noch ein Jahr dran?

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Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks.

Auch nach dem nächsten Fehlstart mit seinen Dallas Mavericks denkt Dirk Nowitzki nicht an einen Abschied aus der Basketball-Profiliga NBA. Ganz im Gegenteil.

Dallas - Kummer ist Dirk Nowitzki gewohnt. Niederlagen auch, sie sind längst Alltag geworden beim schlechtesten Team der Liga. Und doch denkt der Würzburger auch mit 39 Jahren nicht an einen Abschied aus der NBA - sondern redet sogar vom Weitermachen.

„Ich versuche schon, das alles zu genießen“, sagt der Superstar nach dem schlimmen Fehlstart mit den Dallas Mavericks. Seine 20. Saison in der Liga mit den besten Basketballern der Welt ist bislang ein Desaster. Dallas liegt auf dem letzten Platz, mit zwölf Niederlagen aus 14 Spielen. Und auch wenn nicht einmal ein Viertel der Hauptrunde absolviert ist, dürfte klar sein: Es wird wie zuletzt wieder nichts werden mit einer Play-off-Teilnahme.

Nicht wenige Fans können mittlerweile kaum noch verstehen, warum Nowitzki sich das alles antut. Seit dem Titelgewinn vor sechs Jahren sind die Mavericks nicht mehr konkurrenzfähig. Und es gibt weiterhin null Aussicht auf eine erfolgreiche Saison. Nowitzki hat sportlich keine Perspektive.

Nowitzki: „Bisher läuft es bei mir gesundheitlich gut“

In seiner persönlichen Zwischenbilanz schaut er nicht so sehr auf die Ergebnisse, sondern hört eher in seinen Körper hinein. „Bisher läuft es bei mir gesundheitlich gut - wir hatten zuletzt elf Spiele in 18 Tagen. Aber ich habe alle mitgemacht, fühle mich okay“, sagte der 13-malige Allstar am Wochenende der Bild-Zeitung. Kurz danach setzte es ein 99:112 bei Oklahoma City Thunder.

Dass Nowitzki das Thema Karriereende weiter strikt ausklammert, liegt vielleicht auch ein wenig an Kobe Bryant. Der einstige Star der Los Angeles Lakers hatte seinen Rücktritt frühzeitig angekündigt und sich dann in jedem Auswärtsspiel vom Publikum abfeiern lassen. Ein Szenario, das Nowitzki nach eigenen Angaben auf keinen Fall erleben will.

Karriereende nach dieser Saison nicht ausgeschlossen

Es ist deshalb trotz aller Ankündigungen nicht auszuschließen, dass im Frühjahr, genauer gesagt am 10. April 2018, nach dem Heimspiel gegen die Phoenix Suns, der letzte Vorhang fällt. Das Ende der 20. Saison wäre auch eine schöne Klammer.

Längst kann das deutsche Basketball-Idol keine dominante Rolle mehr einnehmen. Nowitzki steht in dieser Saison im Schnitt bei 24,2 Minuten Einsatzzeit, 10,5 Punkten und 5,5 Rebounds. Die Zeiten, als er seine Gegner vor unlösbare Aufgaben stellte, sind vorbei.

Alles hinzuwerfen und nach Hause zu gehen, zu Ehefrau Jessica und den drei Kindern, ist dennoch kein Thema. Der langjährige Nationalspieler will vorangehen. „Ich weiß, dass ich zu diesem frühen Zeitpunkt den Kopf noch nicht hängen lassen darf. Wenn man das macht, wird es eine sehr, sehr lange Saison, die überhaupt keinen Spaß macht“, sagt Nowitzki, „also versuche ich weiterhin, mich in jedem Training voll reinzuhauen.“

Wie hart er nach wie vor arbeitet, beeindruckt Maximilian Kleber. „Für mich war es wirklich erstaunlich zu sehen, wie viel Zeit und Energie er in das Training investiert. Das ist wirklich der Wahnsinn“, schrieb der Mavs-Neuzugang zuletzt in seinem Blog bei basketball.de.

Nowitzki versucht in der Krise, seinen Optimismus zu behalten. Doch es klingt etwas verzweifelt. „Wir müssen uns jetzt durchkämpfen, hier und da mal ein Spiel gewinnen. Und wenn alle, die angeschlagen waren, wieder fit sind, hoffe ich, dass wir eine Siegesserie starten.“ So richtig scheint er nicht daran zu glauben.

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SID

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