Murray-Nachfolger

Dimitrow nach Sieg gegen Goffin erstmals Tennis-Weltmeister

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Grigor Dimitrow bejubelt seinen Sieg bei der Tennis-WM in London. Foto: Alastair Grant

Für den Federer-Bezwinger hat es nicht gereicht: David Goffin verliert das Finale der Tennis-WM in London. Sieger Grigor Dimitrow der erste Tennis-Weltmeister aus Bulgarien.

London (dpa) - Im Duell der Außenseiter hat sich Grigor Dimitrow erstmals zum Tennis-Weltmeister gekrönt. Der 26-Jährige setzte sich im Endspiel der ATP World Tour Finals in London gegen den Belgier David Goffin 7:5, 4:6, 6:3 durch.

Dimitrow ist der erste Weltmeister aus Bulgarien. Er blieb im gesamten Turnier ungeschlagen und gewann ein Preisgeld von rund 2,5 Millionen US-Dollar.

Dimitrow ist Nachfolger von Andy Murray. Der 30 Jahre alte Schotte hatte sich in diesem Jahr verletzungsbedingt nicht für den Saisonabschluss der acht besten Profis qualifiziert. Der Hamburger Alexander Zverev war bei seiner ersten WM-Teilnahme in der Gruppenphase gescheitert.

Von den bisherigen fünf Begegnungen gegen Goffin hatte Dimitrow vier gewonnen - unter anderem am vergangenen Mittwoch deutlich in der WM-Gruppenphase. Im Finale begann der Belgier, der am Samstag in der Vorschlussrunde den Top-Favoriten Roger Federer aus der Schweiz ausgeschaltet hatte, überlegen. Doch Dimitrow kämpfte sich zurück und entschied den ersten Satz knapp für sich. Den erneut engen zweiten Satz gewann Goffin, im dritten Durchgang war Dimitrow aber zu stark. Nach einem leichten Rückhandfehler Goffins stand sein Sieg fest. Er sank zu Boden und musste mit den Tränen kämpfen.

In der am Montag erscheinenden Weltrangliste rückte er auf Rang drei vor und verdrängte Zverev auf den vierten Platz. Goffin beendet das Jahr als Siebter des Rankings.

Das Finalduell der beiden 26-Jährigen war nicht erwartet worden. Favoriten wie Rafael Nadal, der verletzungsbedingt nach dem ersten Match aufgab, Federer oder auch Zverev scheiterten. Die größte Überraschung des Turniers gelang am Samstag Goffin mit seinem Erfolg gegen Finals-Rekordsieger Federer. Im Vorjahr war der Belgier bereits als Ersatzmann bei dem Turnier dabei gewesen, 2017 hatte er sich offiziell qualifiziert. Für Dimitrow war es die erste Teilnahme. Letztmals gewann 1998 der Spanier Alex Corretja beim WM-Debüt den Titel.

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