Zusammenarbeit mit Zverev möglich

Becker will wieder als Trainer arbeiten - aber nicht für Kerber

+
Würde gern wieder als Trainer arbeiten: Boris Becker plant eine Zukunft auf dem Tennisplatz.

Boris Becker sieht seine Zukunft wieder auf dem Tennisplatz - als Trainer. Der ehemalige Weltranglistenerste könnte sich auch eine Zusammenarbeit mit Alexander Zverev vorstellen.

Paris - Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker will in naher Zukunft wieder als Trainer tätig sein. Zwar mache ihm seine Arbeit als TV-Kommentator bei Eurosport sehr viel Spaß. „Ich muss aber auch sagen: Natürlich juckt's mich, wieder auf dem Platz zu stehen. Alles andere wäre auch gelogen“, sagte Becker in einem Interview der Süddeutschen Zeitung (Digital-Ausgabe).

Allerdings müssten „viele Faktoren“ für ein neues Engagement stimmen. „Es muss der richtige Spieler sein, der richtige Zeitpunkt“, sagte Becker, der bis Ende 2016 drei Jahre lang überaus erfolgreich als Coach des Serben Novak Djokovic fungiert hatte. Auch deshalb sucht Becker einen Profi mit hohen Ambitionen. „Das Ziel muss schon sein, dass der Spieler ein Turnier wie hier gewinnt. Und nicht nur die zweite, dritte Runde erreichen will“, sagte Becker während der derzeit laufenden French Open in Paris.

Frühes Aus bei den French Open: Alexander Zverev schied in Paris schon in der ersten Runde aus.

Becker lobt Zverev als „Rohdiamant“

Mit Blick auf die Zukunft könnte da Alexander Zverev ein Kandidat werden. Eine Rolle im Team von Deutschlands großer Tennis-Hoffnung könnte interessant sein. „Sascha ist ein Rohdiamant. Aber einer, der noch geschliffen werden muss. Er hat noch ein paar Schwächen“, sagte der dreimalige Wimbledonsieger über den 20 Jahre alten Hamburger.

Zwar habe Zverev mit seinem Vater einen guten Coach. „Dass aber Sascha, um im Konzert der Großen mitzuspielen, eine Stimme hören muss irgendwann, die in diesem Konzert schon mitgespielt hat, davon bin ich überzeugt“, sagte Becker. „Wer das ist, muss dann Sascha mit seinem Vater und Bruder entscheiden.“

Becker bietet Kerber Hilfe an

Ein Engagement als Trainer der derzeit in der Krise steckenden Weltranglisten-Ersten Angelique Kerber schloss Becker aber erneut aus. „Ich mag sie sehr gerne und habe angeboten, wir können uns gerne jederzeit mal unterhalten“, sagte Becker. „Dann gleich weiter zu fantasieren, dass ich der nächste Trainer bin - also das kann ich mir nicht vorstellen“, sagte der 49-Jährige.

Auch als Teamchef des deutschen Davis-Cup-Teams wird man Becker nicht mehr sehen. „Aus jetziger Sicht würde ich sagen: Das ist für mich nicht so reizvoll“, sagte Becker. „Wir haben da mit Teamchef Michael Kohlmann und Sportdirektor Klaus Eberhard auch die richtigen Leute.“ Wie bei Kerber stehe er als Ratgeber aber natürlich zur Verfügung, sagte die ehemalige Nummer eins der Welt.

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare