Weltcup in Salt Lake City

Beckert mit deutschem Rekord - Pechstein Dritte über 3000 m

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Patrick Beckert verbesserte seine eigene Bestmarke. Foto: Rick Bowmer

Die deutschen Eisschnellläufer trumpfen zum Abschluss des Weltcups in den USA noch einmal auf. Beckert verbessert seinen nationalen Rekord über 5000 Meter und wird Zweiter, Geisreiter Dritter. Auch Pechstein wird über die drei Kilometer Dritte.

Salt Lake City (dpa) - Der Erfurter Patrick Beckert setzte den glänzenden Schlusspunkt auf dem schnellen Eis der Olympia-Bahn von Salt Lake City. Der 27-Jährige verbesserte seinen deutschen Rekord über 5000 Meter und wurde bei der vierten Weltcup-Station in 6:07,02 Minuten Zweiter.

Damit unterbot er seine vor einer Woche in Calgary aufgestellte nationale Bestmarke um mehr als drei Sekunden. "Das war ein sehr guter Lauf. Ich habe eine gute Form und bin zufrieden", sagte Beckert, der im Rennen knapp vor dem Inzeller Moritz Geisreiter (6:07,31) über die Ziellinie lief und seinen Teamkollegen auf Rang drei verwies. "Das ist eine schöne Momentaufnahme. Ich werde das kurz genießen und dann weiterarbeiten, damit es zum Saisonhöhepunkt auch mit einer Medaille klappt", betonte Beckert zwei Monate vor den Winterspielen in Südkorea.

Der Sieg ging in Weltrekordzeit von 6:01,86 Minuten an den Kanadier Ted-Jan Bloemen. Rekord-Weltmeister Sven Kramer aus den Niederlanden war nicht am Start, sondern bereitet sich auf die nationale Olympia-Ausscheidung vor.

Vom chronischen Husten geplagt und dennoch richtig gut drauf war auch Claudia Pechstein. Die 45-Jährige kam auf ihrer Nebenstrecke 3000 Meter als Dritte ins Ziel. "Ich bin total glücklich. Das ist ein ganz besonderes Podest", sagte die Olympiasiegerin angesichts der versammelten Weltelite der Deutschen Presse-Agentur. Die Berlinerin musste in 3:58,69 Minuten nur Natalja Woronina (Russland/3:57,70) und Martina Sablikova (Tschechien/3:57,84) den Vortritt lassen. Für die Älteste im Feld war es zugleich der 115. Podestplatz ihrer Laufbahn.

Wegen der trockenen Luft in der Höhe der Olympia-Stadt von 2002 musste Pechstein das ganze Wochenende gegen ihren Dauer-Husten ankämpfen. "Ich bin nicht in Frühform, sondern in einer Super-Spätform", witzelte sie in Anspielung auf ihr Alter. "Das geht alles in die richtige Richtung. Bei Olympia geht es um Erfahrung und Coolness."

Teamleiter Helge Jasch lobte vor allem die "extrem guten letzten Runden" der drei erfolgreichen Läufer. "Wir können stolz sein, zum Abschluss des Weltcup-Blocks vier Medaillen geholt zu haben", sagte er. Pechstein und Co. waren als Dritte zuvor auch in der Teamverfolgung auf das Podium gelaufen. Für die Berlinerin und einen Teil des Teams geht es nach einem kurzen Zwischenstopp zum Wäschewaschen zuhause schon am Donnerstag wieder ins Trainingslager nach Mallorca. Allerdings werden die Schlittschuhe gegen die Fahrräder eingetauscht.

Weltcup-Kalender ISU

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