Bei Hansa Rostock gereift

HSV-Fußball-Transfer: Hansa Rostock-Flügelflitzer Aaron Opoku soll Hamburger SV zum Aufstieg knipsen

Der Hamburger SV könnte bei seiner Suche nach neuen Spielern in den eigenen Reihen fündig werden. Denn Flügelflitzer Aaron Opoku kehrt von seiner Hansa-Rostock-Leihe zurück nach Hamburg und soll den HSV zum Aufstieg führen.

Hamburg – Im Kontext der Spielersuche vom Hamburger SV könnte es heißen: Das Glück liegt vor der Tür. Dies bezieht sich auf den Flügelflitzer Aaron Opoku, der in der Spielzeit 2019/2020 an Drittligist Hansa Rostock ausgeliehen war. Nun kehrt der 21-Jährige zum HSV zurück und soll seinen Teil dazu beitragen, dass die Rothosen im dritten Anlauf den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga bewerkstelligen. Oder muss der Deutsch-Ghanaer am Ende doch wieder für die „Kogge“ auflaufen?

Fußballspieler:Aaron Opoku
Geboren:28. März 1999 (Alter 21 Jahre), Hamburg
Gewicht:71 kg
Größe:1,85 m
Aktuelle Teams:Hamburger SV (#32 / Stürmer), Hansa Rostock (#19 / Stürmer)

Hamburger SV: Hansa Rostock-Flügelflitzer Aaron Opoku kehrt zum HSV zurück - Fußball-Zweitligist setzt auf die Jugend

Alljährlich ist die sommerliche Transferperiode auch die Zeit, in der täglich Unmengen an Spielernamen mit den Profi-Vereinen der verschiedenen Spielklassen in Verbindung gebracht werden. Dies betrifft natürlich auch den Hamburger SV, der es sich selbst auf die Fahne geschrieben hat, einen personellen Umbau vorzunehmen. Das fängt schon beim Trainer an, der nicht mehr Dieter Hecking*, sondern Daniel Thioune*, Ex-Coach des VfL Osnabrücks, heißt. Als prominente Neuverpflichtung konnte bisher nur der Paderborner Mittelfeld-Abräumer Jürgen Gjasula* vorgestellt werden.

Soll beim HSV-Aufstieg mithelfen: Flügelflitzer Aaron Opoku war zuletzt an Hansa Rostock ausgeliehen und schnürt seine Schuhe zukünftig wieder für den Hamburger SV. (24hamburg.de-Montage)

Das Ende der Fahnenstange, um im Bild zu bleiben, ist aber noch längst nicht erreicht. Vor allem für die vorderste Reihe werden gefühlt im Minutentakt Stürmer und Außenbahnspieler mit dem HSV in Verbindung gebracht, die ihre Qualitäten mitunter schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Doch muss es auch nicht immer ein Kicker sein, der schon zehn Spielzeiten im Profi-Bereich in der Vita stehen hat, um von einem gelungenen Transfer zu sprechen.

Das könnte das Beispiel Aaron Opoku zeigen, Eigengewächs der Hamburger* und schon seit Jugendtagen für den HSV am Ball. Aaron Opoku-Tiawiah, wie der 21-Jährige mit vollständigen Namen heißt, soll laut Informationen der „Mopo“ ein zentraler Baustein der Rothosen im Kampf um die Aufstiegsplätze werden. Zur Saison 2018/2019, der ersten Zweitliga-Spielzeit des Ex-Bundesliga-Dinos, hatte der quirlige Flügelspieler seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Aufgelaufen ist Opoku bisher aber nur für die zweite Mannschaft der Hansestädter. Das soll sich schnellstmöglich ändern.

Da kann er lachen: Flügelflitzer Aaron Opoku kehrt zum Hamburger SV zurück. Zuletzt spielte er als HSV-Leihgabe für Hansa Rostock. (Screenshot)

Der 1,85 Meter-Mann kommt mit der Empfehlung von 33 Drittligaspielen, in denen er elf Scorerpunkte sammelte, zurück an die Elbe*. In der zurückliegenden Saison war Opoku nämlich an Hansa Rostock ausgeliehen und hatte entscheidenden Anteil daran, dass der Ost-Verein bis zum Schluss berechtige Hoffnungen auf den Zweitliga-Aufstieg hatte. Für die deutsche U20-Nationalmannschaft lief er zudem bisher sechsmal auf, ein Treffer war ihm hier jedoch noch nicht vergönnt. Die reinen Zahlen sind für Martin Pieckenhagen, ehemaliger Torhüter der Rothosen, jedoch nicht allein entscheidend.

Hamburger SV: Ex-HSV-Torhüter Martin Pieckenhagen schwärmt von Aaron Opoku - Coronavirus-Sars-CoV-2 zwingt Hamburger zum Sparen

Der 48-Jährige hütete zwischen 2001 und 2005 in exakt 100 Ligaspielen den Kasten der Hamburger. Seit Januar 2019 ist Pieckenhagen als Funktionär tätig und bekleidet das Amt des Sportvorstands bei Hansa Rostock. Er kennt Opoku bestens und schwärmt regelrecht von ihm. „Aaron hat in dem Jahr bei uns eine sehr gute Entwicklung genommen. Das liegt vor allem daran, dass er dem Trainer sehr gut zugehört und in Sachen Defensivarbeit enorm zugelegt hat. Offensiv hatte er ja vorher schon starke Bewegungen. Aber Aaron ist sicherlich disziplinierter geworden und hat einen großen Schritt nach vorn gemacht“, sagt der gebürtige Berliner gegenüber der „Mopo“.

Pieckenhagen ist fest davon überzeugt, dass sein Ex-Spieler zum HSV passt. „Wir haben versucht, es hinzubekommen, dass Aaron vielleicht noch ein Jahr bei uns bleiben kann. Aber ich kann den HSV verstehen, wenn er selbst auf ihn zurückgreifen möchte. Und ich denke auch, dass er die Chance haben wird, dort wirklich zu spielen“, heißt es vom 48-Jährigen. Tatsächlich ist auf jeden Fall die Möglichkeit gegeben, dass Opoku zu seinen Einsätzen kommt. Denn nicht zuletzt das Coronavirus-Sars-CoV-2* zwingt die Hamburger zum Sparen und ermöglicht keine Transfers, die den Gehaltsrahmen sprengen.

Dieser wird womöglich auf 600.000 Euro beschränkt. Eine Überlegung von HSV-Sportvorstand Jonas Boldt, der überlegt, eine Gehaltsobergrenze für neue Spieler einzuführen*. Nicht ausgeschlossen, dass dies auch für bereits vorhandene Top-Verdiener der Hamburger gelten könnte, z.B. für Aaron Opokus Vornamensvetter Aaron Hunt, Kapitän der Rothosen*. „Aaron ist einer, der es schaffen kann. Er kann den HSV besser machen, wenn er da weitermacht, wo er hier aufgehört hat“, spricht Pieckenhagen über den jungen Flügelflitzer.

Hamburger SV: Rostocker Aaron Opoku, Sandhäuser Julius Biada und Kölns Simon Terodde als HSV-Aufstiegs-Trio?

Grundsätzlich stehen dem 21-Jährigen sogar zwei Türen offen. Sollte sich in der Vorbereitung des Hamburger SVs herauskristallisieren, dass Opoku keine faire Chance auf Einsätze im Fußball-Unterhaus erhalten wird, bleibt nach wie vor die Option Hansa Rostock. „Ob wir noch eine Chance auf Aaron haben, wird allein der HSV entscheiden. Wie sich der Sommer entwickelt und ob wir hinten raus noch eine Chance bekommen, ist schwer abzusehen. Aber wir geben die Hoffnung noch nicht auf“, zeigt sich Pieckenhagen kämpferisch und schließt eine Rückkehr des feinen Technikers nicht kategorisch aus.

Letztendlich werden auch die weiteren Planungen des HSVs hinsichtlich Neuverpflichtungen darüber entscheiden, ob sich Aaron Opoku dauerhaft in der Startelf der Hamburger festsetzen kann. Im Gespräch ist unter anderem der Kölner Stürmer Simon Terodde*, der bereits dreimal Torschützenkönig in der 2. Fußball-Bundesliga wurde. Ähnlich wie Julius Biada vom SV Sandhausen*, an dem ebenfalls HSV-Interesse bestehen soll, könnte auch Opoku einen neuen Stürmer mit Vorlagen versorgen. Und damit unter Beweis stellen, dass er in Rostock mindestens einen Karriereschritt nach vorne gemacht hat. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa/pictura alliance

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