Unterwegs in Kroatien bei der Handball-EM

Ein Kaffee bei einem Weltmeister: Dieser Ex-Star ist jetzt Café-Betreiber

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Torhüter Mario Kelentric beim Allstar-Spiel der Bundesliga-Auswahl gegen Deutschland (Archivbild vom 06.06.2010).

Zagreb. 2003 holte er mit seinem Team die WM-Goldmedaille, nach seiner aktiven Karriere hat sich Mario Kelentric in seiner Heimat mit einem Café ein zweites Standbein aufgebaut. Ein Besuch im Café des Weltmeisters.

Im Westen der kroatischen Hauptstadt Zagreb, in der Straße Brlic Mazuranic, liegt das Café TG. Im Erdgeschoss sind alle Plätze belegt, nur auf der Empore gibt es noch einen unbesetzten Tisch. Eigentlich deutet nichts darauf hin, dass dessen Besitzer vor wenigen Jahren ein Star in der Handballwelt war. Nur ein Poster an der Wand lässt auf die Handball-Leidenschaft schließen.

Mario Kelentric gewann 2003 mit Kroatien bei der WM in Portugal die Goldmedaille, danach verschlug es den Kroaten in die Bundesliga. In der Saison 2004/2005 spielte er bei Tusem Essen im Tor, von 2007 bis 2012 stand er bei der MT Melsungen zwischen den Pfosten.

Vom ehemaligen Spieler ist an dem Sonntagnachmittag nichts zu sehen. Er sei gerade in Makarske, im Süden Kroatiens, im Trainingslager, sagt Ana hna.de*, die Bedienung im TG. Dort arbeitet der 44-Jährige als Torwarttrainer beim Champions-League-Klub RK Zagreb.

Der Spielplan der Handball-EM 2018 in Kroatien bei tz.de*

Am Telefon erreichen wir Kelentric schließlich. Er erzählt, dass er das Café 2012 eröffnet hat – seitdem er aus Deutschland weg ist. Fotos aus seiner langen Laufbahn sucht man im Café vergebens. "Das ist keine Sportsbar", sagt der Ex-Profi lachend. Welche Aufgaben der Kroate dort im Verein hat und ob er selbst in seinem Laden arbeitet, hat er im Gespräch mit unserem Partnerportal hna.de* beantwortet.

Von Björn Mahr

*hna.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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