„Bad Boys“ vor der EM in Kroatien

"Teilziele" statt "Mission Titelverteidigung": Prokop bremst EM-Euphorie

+
"Teilziele" statt "Mission Titelverteidigung": Prokop bremst EM-Euphorie.

Trotz Titelverteidiger kein Favorit: Handball-Bundestrainer Christian Prokop hat die Erwartungen für die EM in Kroatien (12. bis 28. Januar) gedämpft.

Dortmund - "Wir wollen erfolgreich sein, aber nur von einer Mission Titelverteidigung zu sprechen, wäre gegenüber den anderen Nationen nicht gerecht", sagte Prokop bei einem Kurzlehrgang der Nationalmannschaft in der Sportschule Kaiserau. Stattdessen müsse man von Spiel zu Spiel denken und sich "Teilziele" stecken. 

Die EM beginnt für die deutsche Mannschaft am 13. Januar in Zagreb gegen Montenegro. Weitere Vorrundengegner werden Slowenien (15. Januar) und Mazedonien (17. Januar) sein. Den Kurzlehrgang in Kamen will Prokop dazu nutzen, den Zusammenhalt in der Mannschaft zu stärken. "Es wird ein guter Mix aus Zusammensein und Trainingseinheiten. Die Mannschaft muss zusammenfinden", sagte der Coach. 

Lesen Sie dazu auch: Verletzungsschock! Frisch Auf Göppingen lange ohne Urban

Personell kann der Nachfolger von Dagur Sigurdsson fast aus dem Vollen schöpfen. 19 von 20 Spieler des vorläufigen Kaders sind in Kamen dabei. Einzig Rückraumspieler Finn Lemke konnte wegen einer Bronchitis nicht anreisen. 

Welche Akteure es in den maximal 16 Spieler umfassenden EM-Kader schaffen, ließ Prokop noch völlig offen. "Ich habe mehrere Modelle im Kopf und mich noch nicht entschieden. Die Leistungsdichte ist sehr eng", sagte der 39-Jährige. 

Lesen Sie dazu auch: Weniger deutsche Teams in der Champions League - Ärger zwischen HBL und EHF

Nach der Maßnahme in der Sportschule Kaiserau steht für das deutsche Team im neuen Jahr ein zweites Trainingslager in Stuttgart an. Zum Abschluss testet Prokops Mannschaft zweimal gegen Island (5. und 7. Januar).

sid

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.