Nora Mörk packt aus

Intime Fotos verschickt! Sex-Skandal erschüttert Handball-Welt: Nationalspielerin bricht Schweigen

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Nora Mörk (l.) weiß nicht, ob sie weiter in Norwegens Nationalmannschaft spielen will.

Ausgerechnet im Kampf um die EM-Halbfinals in Kroatien wird Norwegens Herren-Nationalmannschaft von einem Sex-Skandal erschüttert. Nora Mörk (26) bricht jetzt ihr Schweigen. 

Kopenhagen - Nationalspielerin Nora Mörk erzählte der Zeitung „VG“, dass private und sehr persönliche Fotos von ihrem Handy im Kreise des Herren-Teams herumgeschickt worden seien. Zuvor wurde das Smartphone der 26-Jährigen gehackt, wie die Vizeweltmeisterin, die 560 Tore in 114 Länderspielen erzielte und aktuell für den ungarischen Klub Győri ETO KC aufläuft, weiter berichtet. Damit nicht genug: Nora Mörk wurde nach eigenen Angaben von mehreren Mitgliedern der norwegischen Nationalmannschaft sexuell belästigt. Die „Handballwoche“ berichtet ebenfalls über die Vorwürfe.

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Nora Mörk weiß nicht, ob sie weitermachen kann

Wie die Top-Torschützin bei der WM 2017 in Deutschland erklärt, habe sie den norwegischen Verband bereits im Oktober vergangenen Jahres darüber informiert - allerdings ohne Erfolg. Der Verband habe nichts unternommen. „Der Verband weiß, dass ich nun meine Zukunft im Nationalteam überdenke“, sagte Mörk. „Ich weiß nicht, ob ich weiter Teil des Verband sein will, der sich mehr um Kollegen schert, die sexuelle Belästigung betreiben, als um mich.“

Das wies der norwegische Handballverband zurück und veröffentlichte einen Brief an Mörk, in dem er ihr Unterstützung zusagte. Präsident Kare Geir Lio erklärte, der Verband habe den Fall ernst genommen. Es sei bekannt, dass einige Spieler die Bilder auf ihre Handys bekommen hätten. Wie sie damit umgegangen seien, wisse man nicht - nur, dass die Bilder inzwischen gelöscht seien: „Das Wichtigste für uns war, Nora beizustehen und diese Angelegenheit so gut wie möglich aufzuarbeiten. Dass Nora dies anders wahrnimmt, ist bedauerlich.“ 

Im Herbst hatte Mörk entdeckt, dass ihr Handy gehackt worden war und private Bilder von ihr im Internet kursierten. Ein junger Mann hatte die Tat gestanden. Seitdem geht Mörk gegen Personen vor, die die Bilder weiter verteilt haben.

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Matthias Kernstock

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