Wolfsburg bleibt Erstligist

„Zweifelhafter Rettungsring“: Tapferen Kielern platzt nach Relegation der Kragen

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Wolfsburgs William (l) und Kiels Dominic Peitz kämpfen um den Ball.

Nach dem Spiel machte er seinem Ärger Luft! Der Kieler Dominik Schmidt schimpfte nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg gegen den Relegationsmodus.

Kiel/Münster - Nach dem verpassten Aufstieg in die Bundesliga haben Spieler von Holstein Kiel über den Modus der Relegation gemeckert. Diese sei "ein zweifelhafter Rettungsring für einen Klub mit Spielern, die 34 Spieltage vielleicht mehr damit beschäftigt waren, ihr Geld zu zählen", sagte Dominic Peitz nach dem 0:1 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg. Dadurch, das Platz drei in der 2. Liga nicht mehr zum direkten Aufstieg berechtige, sei den Störchen von der Deutsche Fußball Liga (DFL) "die Chance genommen worden, ein Märchen im deutschen Fußball zu schreiben". Auch seinem Kollege Dominik Schmidt (30) platzte ordentlich der Kragen. Was den Kieler Abwehrrecken nach dem Spiel so auf die Palme brachte, lesen Sie bei msl24.de.*

Auch Kapitän Rafael Czichos beklagte, dass durch die Relegation die Chancen auf kleine Wunder im Kampf um die Bundesliga immer unwahrscheinlicher werden. "Geld regiert nicht nur die Welt, sondern auch den Fußball, deshalb gibt es so einen Modus", sagte der 28-Jährige. Das Hinspiel hatten die Wölfe 3:1 gewonnen.

Seit der Wiedereinführung der Relegation 2009 setzte sich in acht von zehn Duellen der Bundesligist durch, mit Wolfsburg nun zum sechsten Mal in Folge. Trotzdem sieht Peitz die Kieler nicht als Verlierer. "Wenn einer gescheitert ist, dann der VfL Wolfsburg - darin, eine bundesligataugliche Mannschaft aufzustellen. Sie haben eine katastrophale Saison gespielt", sagte der Mittelfeldspieler.

Peitz sprang sein ehemaliger Teamkollege Jan Mauersberger zur Seite, der mittlerweile bei 1860 München spielt. Dieser erlebte mit Peitz zusammen das Relegationsdrama 2015 mit dem KSC gegen den HSV. Auf seiner Facebook-Seite kritisierte Mauersberger das Relegationsmodell scharf, wie tz.de* berichtet.

SID mit fw

*msl24.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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