Leverkusener Shooting-Star

Bundesliga-Experte: Das wird der nächste 100-Millionen-Euro-Transfer

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Internationale Spitzenklubs sind längst hellhörig geworden: Leverkusens Leon Bailey ruft in seiner noch jungen Bundesliga-Geschichte starke Leistungen ab.

Welcher Bundesligist profitiert als nächstes vom Transfer-Wahnsinn? Ein heißer Kandidat ist Bayer Leverkusen. Der „Verfolger“ der Bayern hat den Shootingstar schlechthin in seinen Reihen.

Leverkusen - Wenn es nach Reiner Calmund geht, darf sich dessen Ex-Klub Bayer Leverkusen schon mal auf einen warmen Geldregen freuen. In der Sport Bild spricht der Ex-Manager des Bundesligisten über die steile Entwicklung des Jamaikaners Leon Bailey, der Ende Januar 2017 vom belgischen Erstligisten KRC Genk verpflichtet wurde. Dabei habe der 20-Jährige durchaus die Fähigkeiten, in die Fußstapfen des ehemaligen Dortmunders Ousmane Dembélé zu treten. Dieser wechselte im vergangenen Sommer für eine Ablösesumme in Höhe von 105 Millionen Euro zum FC Barcelona.

„Bei 100 Millionen bin ich vorsichtig. Aber Bailey ist außergewöhnlich gut. Bei der heutigen Ablöse-Entwicklung halte ich die Summe für möglich“, sagt Calmund. Der Bundesliga-Experte schiebt auch Gründe hinterher, warum sich der Werksklub auf einen warmen Geldregen einstellen könnte: „Der Vertrag läuft noch viereinhalb Jahre. Ohne Ausstiegsklausel. Neben der Qualität und dem Alter ist die Laufzeit ein entscheidendes Kriterium für die Ablöse.“

Welche Attribute Leversens Leon Bailey so stark machen

Leon Bailey ist nicht nur trotz seines jungen Alters bereits zum Leistungsträger seiner Mannschaft mutiert, auch in den sozialen Netzwerken ist der Shootingstar ziemlich umtriebig: dicke Uhren, auffällige Autos und schrille Klamotten sind dort zu sehen, während ihm sein Arbeitgeber allerdings drei Attribute bescheinigt: bodenständig, lernwillig und mannschaftsdienlich, wie die Sport Bild weiter berichtet. 

Auch die sportliche Führung von Pokal-Halbfinalist Bayer Leverkusen zeigt sich angesichts der Leistungsexplosion von Bailey voll des Lobes: „Er ist ein ganz ruhiger Junge und hat unter unserem Trainer Heiko Herrlich gelernt, auch defensiv zu arbeiten. Das ist ganz wichtig“, sagt Sportdirektor Rudi Völler. Manager Jonas Boldt beschreibt den Vergleich zu Dortmunds Dembélé folgendermaßen: „Wenn er weiter so hart arbeitet, warum sollte Leons Weg dann nicht mindestens genauso gut verlaufen?“

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Dass der Flügelspieler auf bestem Wege ist, ein Ausnahmespieler zu werden, steht außer Frage: Als laufstarker Vorbereiter und Vollstrecker stellt Bailey seine Fähigkeiten regelmäßig in der Bundesliga unter Beweis. Acht Treffer und fünf Vorlagen lautet die Statistik im bisherigen Saisonverlauf. Der Vertrag ist bis 2022 datiert, dem Bericht zufolge wollen die Leverkusener ihr Juwel frühestens im Sommer 2019 ziehen lassen. Schon jetzt sollen übrigens drei Klubs aus der Premier League akutes Interesse daran haben, den agilen Angreifer zu verpflichten: Der FC Arsenal, Chelsea sowie Manchester United sollen allesamt bereit sein, bereits 100 Mio. Euro auf den Tisch bzw. das Bankkonto zu legen.

Die Sport Bild berichtet auch über das Erfolgsrezept beim derzeitigen Tabellenzweiten und seinem pfeilschnellen Jamaikaner: Trainer Heiko Herrlich spreche mit Bailey enorm viel und führt ihm anhand von Videos fehlerhafte Situationen vor Augen. Auch die Tatsache, dass der 20-Jährige mit Mittelfeld-Teamkollege Julian Brandt große Freiheiten genießt und ziemlich flexibel agieren darf, sei ein Grund für den Erfolg. 

Eine prägende Figur im Leben des Leon Bailey ist laut dem Blatt übrigens dessen Stiefvater Craig Butler. Dieser betonte in einem Gespräch mit Völler und Boldt kürzlich, dass der Junior bei seinem aktuellen Klub gut aufgehoben ist. Doch auch selbstbewusste Aussagen wie „Leon wird einmal der beste Spieler der Welt“ oder „Leon ist erst bei 30 Prozent seines Könnens“ zeigen die ehrgeizigen Ambitionen der Familie.

PF

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