Der Pfiff der Woche: Hektik und Rudel in Augsburg

Warum nur Rot für den Isländer?

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Augsburgs Alfred Finnbogason (l., hier im Duell mit Kölns Dominique Heintz) ist in der Nachspielzeit einer der unrühmlichen Hauptdarsteller.

Augsburg. Die Nachspielzeit von Augsburg hat es in sich: Es passiert ein Foul an der Seitenlinie. Dann noch eines. Und noch eines. Dann gibt es ein Rudel – und am Schluss die Rote Karte für Augsburgs Alfred Finnbogason beim 2:1 der Fuggerstädter gegen den 1. FC Köln.

Weiterer Hauptdarsteller in dieser phasenweise hochemotionalen, umkämpften und schwer zu leitenden Partie: Schiedsrichter Guido Winkmann, 43-jähriger Polizeibeamter aus Kerken, der seine ganze Erfahrung aus mehr als 200 Spielen in erster und zweiter Bundesliga benötigt, um das Spiel und die Disziplin unter Kontrolle zu haben.

Der ehemalige Spitzen-Referee Marco Haase, seit 30 Jahren Unparteiischer und als Schiedsrichter und Assistent viele Jahre in der 3. und 4. Liga aktiv, analysiert die Szenen mit der Frage: Warum ist es zu dieser Entscheidung gekommen?

Nach dem Platzverweis mit glatt Rot für den isländischen Nationalspieler fragen sich ganz Augsburg und Teile der Fußballwelt bis heute: „Warum?“ Betrachtet wird dabei, und das ist bei einigen renommierten Sportsendungen schade, lediglich die Rudelbildung nach den Fouls an der Seitenlinie. Dort, in diesem Auflauf erregter hochbezahlter Akteure, ist indes kein Grund für eine Rote Karte zu finden. Das Augenmerk sollte auf die kleine Serie von Vergehen unmittelbar davor gelegt werden. Drei sind es insgesamt, und auf das dritte, begangen vom aufgeheizten Isländer, kommt es an.

Lesen Sie im aktuellen Pfiff der Woche auf az-online.de zum 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga, welche Begründung es für die Rote Karte geben könnte.

Von Marco Haase

Weitere ausführliche Analysen von Schiedsrichterentscheidungen in Bundesliga-Partien finden Sie in der Kolumne von Marco Haase bei az-online.de.

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