8. Spieltag der Bundesliga

Später K.o. - Köln kassiert in Stuttgart die nächste Pleite

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Duell auf Augenhöhe: Kölns Torschütze Dominique Heintz (l.) und der FC trotzen dem VfB Stuttgart um Simon Terodde lange.

Nächster Rückschlag für den 1. FC Köln: In Stuttgart müssen sich die „Geißböcke“ trotz einer couragierten Leistung geschlagen geben. Der entscheidende Treffer fällt in der Nachspielzeit.

Stuttgart - Der 1. FC Köln hat den dringend benötigten Befreiungsschlag auch gegen seinen Lieblingsgegner verpasst. Die Mannschaft von Trainer Peter Stöger verlor beim VfB Stuttgart mit 1:2 (0:1) und rutscht noch tiefer in die Krise. Die Kölner bleiben auch nach acht Spielen mit nur einem mageren Punkt Tabellenletzter. Der Druck auf Stöger wird immer größer.

Für den VfB war es dagegen der erste Bundesliga-Heimsieg gegen Köln seit 21 (!) Jahren. Beim 4:0 am 8. September 1996 war Joachim Löw, der am Freitagabend zu den 58.716 Zuschauern gehörte, noch VfB-Trainer gewesen. Danach hatte es in elf Spielen sieben Niederlagen gesetzt.

Donis und Akolo treffen für Stuttgart

Das Ende der schwarzen Serie leitete Anastasios Donis mit seinem 1:0 in der 38. Minute ein. Chadrac Akolo versetzte dem FC in der Nachspielzeit den K.o. (90.+4), nachdem Dominique Heintz aus dem Nichts den Ausgleichstreffer erzielt hatte (77.).

Kurz vor Schluss hatte Schiedsrichter Benjamin Cortus nach minutenlangem Videobeweis einen Foulelfmeter für die Kölner zurückgenommen. Dennis Aogo sollte Sehrou Guirassy gefoult haben.

Schwäbischer Jubel: Andreas Beck (l.) herzt Torschütze Anastasios Donis.

Köln hat die ersten Chancen

Die Kölner machten zunächst deutlich, dass sie die Wende einleiten wollten. Sie pressten früh und aggressiv, ließen den VfB so überhaupt nicht ins Spiel kommen. Einziges Manko wie schon im bisherigen Saisonverlauf: Die Rheinländer gingen mit ihren zahlreichen Möglichkeiten leichtfertig um. So vergaben Yuya Osako (5. und 17.), Milos Joijc (12.) und Simon Zoller (25.), der den verletzten Jhon Cordoba vertrat, in aussichtsreicher Position. Der VfB musste immer wieder in höchster Not klären.

Nach vorne brachten die Schwaben kaum etwas zustande. Ein Schuss des agilen Donis (11.) über das Tor - das war es erst einmal. Die Gäste bestimmten klar das Geschehen.

Trikottest: Kölns Yuya Osako (l.) duelliert sich mit Holger Badstuber vom VfB Stuttgart.

Glückliche Pausenführung für VfB

Erst nach gut einer halben Stunde konnte sich der VfB befreien und übernahm seinerseits die Initiative. Donis vergab zweimal freistehend (32. und 36.), wobei FC-Keeper Timo Horn bei der zweiten Möglichkeit glänzend reagierte. Beim anschließenden Treffer des Griechen, der von Simon Terodde mit einem tollen Pass bedient wurde, war Horn aber machtlos. Die Halbzeitführung der Schwaben war angesichts der Kölner Anfangsoffensive äußerst glücklich.

Nach dem Seitenwechsel verstärkte Stöger seine Offensive und brachte den 39 Jahre alten Neuzugang Claudio Pizarro für Salih Özcan. Trotz des zweiten Einsatzes des peruanischen Hoffnungsträgers kam Köln aber nervös aus der Kabine und fand keinen Zugriff aufs Spiel. Stuttgart stand nun defensiv besser, ließ aber aussichtsreiche Konterchancen fahrlässig liegen.

Mit der Hereinnahme des Stürmers Sehrou Guirassy als fünfte reine Offensivkraft ging Stöger nach 66 Minuten volles Risiko. Heintz bestrafte die Stuttgarter Nachlässigkeit und schlenzte den Ball aus 18 Metern sehenswert in den Winkel.

sid

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