Zahlen lügen nicht

Überraschung! Bayern-Kader mehr wert als der von PSG

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466,5 Millionen überwies PSG für das neue Sturmtrio.

1,12 Milliarden Euro ließ sich PSG-Chef Nasser al Khelafi sein Spielzeug „Paris St. Germain“ bisher kosten, für die Münchner reicht es aber immer noch nicht. Altreiche Bayern schlagen das Pariser Finanzimperium. 

München - Zahlen lügen nicht. Zumindest wenn man den Werten bei transfermarkt.de folgt. Die Spieler des Rekordmeisters sind zusammen mehr wert als die „Scheich-Truppe“ von Paris St. Germain.  

Der Kaderwert der Pariser wird von transfermarkt.de auf 521 Millionen Euro geschätzt, während die FCB-Mannschaft zusammen 581 Millionen Euro wert sein soll. Somit liegen die Bayern beachtliche 60 Millionen Euro vor der Star-Truppe. Das kommt nach der „Pariser Geldflut“ diesen Sommer doch ein wenig überraschend. 

Vergleicht man die Top-Transfers beider Vereine würde man diese Behauptung sogar sofort ins Reich der Fabeln verweisen. Der Scheich-Klub sprengte diesen Sommer alle Transferrekorde: Neymar wurde mal so eben für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona losgeeist. Im Gegenzug klingen die 41,5 Millionen Euro, die der FC Bayern für Tolisso an Olympique Lyon überwies, schon fast wie ein schlechter Scherz. Nicht zu vergessen: Beide sind die jeweils teuersten Transfers der Vereinsgeschichte und dennoch liegt der FC Bayern beim Gesamtwert knapp vorne. Der klugen und zugleich vergleichsweise günstigen Transferpolitik der Bayern-Bosse sei Dank. 

Transferminus von 173 Millionen Euro

500 Millionen Euro hat der FC Bayern laut Bild seit 2011 in neue Spieler investiert. In genau jenem Jahr übernahm die Qatar Sport Invest den französischen Klub komplett. Und warf mit dem Geld nur so um sich. Unglaubliche 1,12 Milliarden Euro soll der Scheich-Klub für neue Kicker ausgegeben haben. Alleine während der abgelaufenen Sommer-Wechselperiode verzeichnete der Verein ein Transferminus von 173 Millionen Euro, wohl gemerkt ohne die noch fälligen 180 Millionen Euro für Kylian Mbappe

Natürlich darf man nicht verschweigen, dass die Ablösesumme eines einzelnen Spielers nicht oder nur selten dem eigentlichen Marktwert entspricht. Vielmehr spielen neben sportlichen Leistungen die bisher gezahlten Ablösesummen, das Alter sowie marketingtechnische Aspekte eine wichtige Rolle. Der in diesem Sommer überhitzte Transfermarkt führte dank der PSG-Einkäufe zudem zu einer absurden Preis-Explosion, die in keinem Verhältnis zum wirklichen Wert des transferierten Spielers steht. Als Beispiel sei Ousmane Dembélé genannt, der für bis zu 145 Millionen Euro von Borussia Dortmund als Neymar-Ersatz zum FC Barcelona wechselte.

Trotzdem ist es bemerkenswert, dass der Rekordmeister die Franzosen in Sachen Marktwert schlägt. Die wertvollste Bayern Start-Elf ist sogar schlappe 90 Millionen Euro teurer als die der Pariser. Verstecken muss sich der FC Bayern also heute Abend nicht vor der Millionen-Truppe aus Paris (tz.de* berichtet von der Partie im Live-Ticker!).

*tz.de ist teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

cen

           

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