Wiedersehen mit Luiz Gustavo

Trotz Hasenhüttl-Wirbel: RB denkt nur an Marseille - und hat einen Plan

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Ralph Hasenhüttl auf der PK vor dem Spiel gegen Olympique Marseille in der Europa League. 

Mitten in der Diskussion um einen möglichen Wechsel von Trainer Ralph Hasenhüttl muss sich RB Leipzig gegen Olympique Marseille auf den nächsten Schritt der Expedition Europa konzentrieren.

Update 11. April: Die Chancen für RB Leipzig auf den Einzug ins Halbfinale der Europa League stehen nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel gut. Nun müssen die Roten Bullen zum Rückspiel nach Frankreich. So sehen Sie Olympique Marseille gegen RB Leipzig live im TV und im Live-Stream.

Leipzig - Dass in München und Dortmund wohl heiß über den Namen Ralph Hasenhüttl diskutiert wird, interessiert Ralf Rangnick überhaupt nicht. "Wenn andere Vereine einen Trainer suchen, ist das deren Problem", sagte der Sportdirektor von RB Leipzig. Er hat Wichtigeres zu tun. Denn während die Bundesliga-Elite ihren Trainer jagt, geht es für die Sachsen am Donnerstag (21.05 Uhr/Sky und Sport1) gegen Olympique Marseille im Kampf um das Europa-League-Halbfinale in die erste Runde.

Hasenhüttl selbst erwartet einen "sehr interessanten Vergleich", sein Team werde "sehr gut gegen den Ball arbeiten und kompakt stehen" müssen - denn für eine gute Ausgangsposition sollte der Vizechampion etwas schaffen, was ihm bislang nie gelang: "Wir wollen erstmals international zu Null spielen."

Hasenhüttl verspricht: Sein Team werde "sehr gut gegen den Ball arbeiten“ 

Für Rangnick ist das Viertelfinal-Hinspiel gegen die Franzosen auch ein Wiedersehen mit einem alten Weggefährten. "Ich kenne da natürlich Luiz Gustavo und freue mich auch, ihn wiederzusehen, aber damit hat es sich auch. Denn wir wollen eine Runde weiterkommen", sagte Rangnick. 2007 hatte er den Mittelfeldmotor aus Brasilien zu 1899 Hoffenheim geholt. Aber das ist lange her. Heute zählt nur die Gegenwart.

Den Sieg im Visier: Hasenhüttl und Leipzig wollen im Hinspiel gegen Marseille den Grundstein für das Weiterkommen legen. 

Sportlich heißt sie für Leipzig und Gustavo Marseille. Der Brasilianer war im Vorjahr vom VfL Wolfsburg an die französische Mittelmeerküste gewechselt. Nun geht es nach Deutschland zurück. "Wir müssen auf unserem höchsten Level spielen, denn Leipzig hat viel Qualität und Stärke", hatte der frühere Münchner nach der Auslosung gesagt.

Leipzigs Zukunft: Was wird aus Hasenhüttl? 

Doch natürlich gibt es auch eine andere Gegenwart. In der steht die Vertragsverlängerung von RB-Trainer Hasenhüttl über 2019 hinaus infrage. Der BVB und der FC Bayern wollen wohl beide, der Österreicher sagte jedoch kürzlich, er könne sich vorstellen, in Leipzig zu bleiben.

Alles Weitere wird demnächst besprochen, liegt aber wohl während der Duelle mit Marseille auf Eis. "Wir sind so verblieben, dass wir die Gespräche in den nächsten Wochen weiterführen, um zu sehen, ob wir eine Grundlage finden, über 2019 hinaus zusammenzuarbeiten", sagte Rangnick. Ein genauer Termin für das nächste Gespräch stehe bereits fest.

Kapitän Orban fehlt gesperrt

Bleibt also Marseille. Für das erste Aufeinandertreffen wird sich Hasenhüttl in der Abwehr etwas einfallen lassen müssen. Kapitän Willi Orban fehlt gelbgesperrt. Ausgerechnet er ist es, der vor Marseille warnt. "Wir müssen schauen, dass wir zu Hause wieder eine gute Ausgangslage schaffen für das Rückspiel", sagte Orban: "Da gilt es, die Balance zu schaffen, um nicht zu viel Risiko zu gehen."

Helfen könnten dabei die Ausfälle von Olympiques Stammkeeper Steve Mandanda (Muskelverletzung) und Abwehrchef Adil Rami (Wadenblessur), allerdings winkt Hasenhüttl ab: "Das wird dadurch nicht einfacher, Olympique ist sehr stabil und lebt von seinen Automatismen." Offensiv ist Marseille über Dimitri Payet und Konstantinos Mitroglu ohnehin immer eine Gefahr. Doch der Leipziger Traum vom Finale am 16. Mai in Lyon soll auch nach dem Rückspiel am 12. April weiterleben. "Wir sind nicht chancenlos. Wir müssen in beiden Spielen an unsere Leistungsgrenze gehen", sagte Orban. 

sid

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