Sonntagsspiele: Wer kommt in die Champions League?

Stöger und die "holprige Saison" - Werner will bei Rückkehr treffen

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Peter Stöger musste mit Dortmund gegen Salzburg eine empfindliche Pleite einstecken.

Nach dem blamablen Auftritt gegen Salzburg will Borussia Dortmund in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt ein Zeichen setzen.

Dortmund - Der blamable Auftritt gegen Salzburg in der Europa League schwirrt immer noch in den Köpfen der Profis von Borussia Dortmund herum, doch das "Endspiel" um die direkte Qualifikation zur Champions League erfordert die volle Konzentration. "Der eine braucht jetzt eher mehr Video-Sequenzen, der andere eher Streicheleinheiten, der andere eher einen Tritt", sagte Trainer Peter Stöger vor dem wegweisenden Spiel am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gegen Eintracht Frankfurt.

Der Sieger des Duells der punktgleichen Tabellennachbarn marschiert direkt Richtung Königsklasse, doch nach der ernüchternden 1:2-Heimpleite im Achtelfinal-Hinspiel gegen Red Bull Salzburg und mittelmäßigen Auftritten in der Liga erwartet Stöger keinen Selbstläufer. "Es wird einiges notwendig sein", sagte der Österreicher und warnte vor den unangenehm zu bespielenden Hessen: "Die Eintracht kommt viel über Engagement und Körperlichkeit und hat sich in eine richtig gute Phase hereingearbeitet. Unsere Stärke ist die spielerische Lösung, aber das wird nicht reichen. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen."

Reus verlängert

Dies gelang zuletzt viel zu selten, aber auch der spielerische Glanz vom Saisonbeginn ist immer noch nicht zurückgekehrt. "Wir tun uns momentan sehr schwer, schönen Fußball zu spielen", sagte Kapitän Marcel Schmelzer. Zusätzlichen Rückenwind erhofft sich der BVB durch die vorzeitige Vertragsverlängerung des Nationalspielers Marco Reus bis 2023.

Mit einer überzeugenden Leistung gegen den Tabellenvierten würde der BVB auch Selbstvertrauen für das Rückspiel in Salzburg am Donnerstag tanken. Stöger warnt aber vor zu hohen Erwartungen: "Die Saison ist holprig. Wir werden bis zum Sommer warten müssen, ob wir unsere Ziele erreichen."

Leipzig will wieder in die Champions League

Zwischen den Europa-League-Spielen geht es auch für RB Leipzig um die Champions League. Am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) wollen die Sachsen, die als Sechster drei Punkte hinter dem BVB und Frankfurt liegen, beim VfB Stuttgart punkten und den Schwung ins Achtelfinal-Rückspiel nach St. Petersburg (Hinspiel: 2:1) mitnehmen.

Für Nationalspieler Timo Werner ist die Rückkehr in seine Heimat ein besonderes Spiel. "Stuttgart ist immer in meinem Herzen. Da komme ich her, da ziehe ich vielleicht mal wieder hin", sagte Werner, der mit einem Tor und einer Vorlage im ersten Vergleich mit den Russen glänzte.

Jetzt will der 22-Jährige seine Torflaute auch in der Liga beenden. "Ich habe schon gezeigt, dass ich in der Bundesliga treffen kann. Ich bin guter Dinge, dass ich dort meine Tore mache", sagte Werner. - Die voraussichtlichen Aufstellungen:

VfB Stuttgart - RB Leipzig (Sonntag, 15.30 Uhr)

Stuttgart: Zieler - Beck, Baumgartl, Pavard, Insua - Badstuber - Ascacibar - Gentner, Thommy - Gomez, Ginczek. - Trainer: Korkut

Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Orban, Upamecano, Bernardo - Demme, Kampl - Sabitzer, Bruma - Poulsen, Werner. - Trainer: Hasenhüttl

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt (Sonntag, 18.00 Uhr)

Dortmund: Bürki - Piszczek, Sokratis, Akanji, Schmelzer - Weigl, Dahoud - Pulisic, Götze, Reus - Batshuayi. - Trainer: Stöger

Frankfurt: Hradecky - Abraham, Hasebe, Falette - Chandler, Fernandes, Boateng, Wolf - Gacinovic - Haller, Rebic. - Trainer: Kovac

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

sid

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