Ex-Bayern-Profi wehmütig

Schweinsteiger über Coach: Paunovic wie Guardiola

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Will mit Chicago Fire hoch hinaus: Bastian Schweinsteiger. 

Weltmeister Bastian Schweinsteiger blickt den Spielen des Confed Cup in Russland (17. Juni bis 2. Juli) mit besonderen Emotionen entgegen.

Die DFB-Elf nicht nach Russland zu begleiten, mache ihn "wehmütig", sagte der 33-Jährige der Wochenzeitung Die Zeit: "Ich werde dieses Deutschlandtrikot nie wieder überziehen. Das ist schon einschneidend."

Der langjährige Bayern-Profi war 2016 nach der EM in Frankreich mit 121 Einsätzen aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten. Im März diesen Jahres war der Mittelfeld-Stratege zu Chicago Fire in die nordamerikanischen Profiliga MLS gewechselt.

„Schönes gefühlt, gebraucht zu werden“

"Chicago hat mich begeistert, weil der Trainer mich in einem langen Gespräch mit seiner Taktikbesessenheit an Pep Guardiola erinnerte. Und natürlich ist es auch ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden", sagte der Champions-League-Sieger von 2013, der bereits in der Jugend bei Bayern München spielte und dort ab 2002 für die Profis auflief, ehe er 2015 zu Manchester United in die englische Premier League wechselte.

Bei ManUnited hatte Schweinsteiger eine schwierige Zeit, nachdem ihn Teammanager José Mourinho aus der ersten Mannschaft verbannt hatte. Die Nachricht sei ein Schock gewesen: "Ich trainierte alleine, jeden Tag, auf dem Trainingsplatz neben den Profis. Ich musste ja fit bleiben, weil ich immer hoffte, wieder eingesetzt zu werden."

Heynckes in guter Erinnerung bei Schweinsteiger

Die Beziehung zwischen dem FC Bayern und ihm, "war ein bisschen wie in einer Partnerschaft, jeder entwickelte sich auf seine Art weiter, immer darauf bedacht, dass es dem andern gut geht". Und weiter sagt er: "Wir haben uns aneinander gerieben und sind ganz langsam immer mehr zusammengewachsen, die Vereinsführung, Philipp Lahm und ich."

Auf die Frage, ob Trainer Pep Guardiola seinen Abgang 2015 zu ManUnited gefordert habe, sagt Schweinsteiger: "Glauben Sie wirklich, dass er diese Macht besaß?"

Vor allem Jupp Heynckes hat Schweinsteiger bestens in Erinnerung. Dem früheren Coach hätte die Mannschaft den Champions-League-Triumph 2013 zu verdanken, "das kann man gar nicht oft genug betonen. Ich habe noch nie einen Menschen erlebt, der sich im Alter trotz all des Erreichten noch mal so neu erfinden konnte wie Jupp Heynckes".

Mit Chicago befindet sich Schweinsteiger derzeit auf Erfolgskurs. Zuletzt setzte sich sein Team am 15. Spieltag gegen Atlanta United mit 2:0 durch und blieb im siebten Spiele in Folge ungeschlagen. Mit nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Toronto FC ist Fire in der Eastern Conference Zweiter.

SID

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