„Super, da bin ich dabei!“

Irres Missverständnis! Darum dachte Neururer, er wird Tedesco-Nachfolger auf Schalke

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Peter Neururer dachte kurzzeitig, dass er Trainer beim FC Schalke wird.

Schalke 04 hatte sich im Frühjahr von Domenico Tedesco getrennt. Kurz darauf dachte Peter Neururer, er wäre der Nachfolger. Doch damit lag leider völlig er falsch... 

Wattenscheid - Die schönsten Geschichten schreibt ja immer noch der Fußball. Oder eben das Leben. Und wenn man für den Fußball lebt, dann entstehen dabei die amüsantesten Storys. Ein Beispiel gefällig?

Peter Neururer, Kult-Coach und legendärer Ex-Bundesligatrainer, gilt als Mann, der den Fußball lebt wie kein anderer. Der inzwischen 64-Jährige war einst unter anderem Trainer beim VfL Bochum, dem MSV Duisburg, dem 1. FC Köln und, Ende der 80er, auch mal Coach des FC Schalke 04.

Inzwischen aber ist er seit März diesen Jahres Sportlicher Leiter beim Regionalligisten SG Wattenscheid 09. Den Traditionsklub möchte er bald wieder in die 3. Liga führen. Als er im Frühjahr dort zusagte, dachte er allerdings, dass er eine vermeintlich noch größere Aufgabe zu bewältigen habe.

FC Schalke: Ex-Präsident rief bei Neururer an

Zur Erklärung: Beim FC Schalke hatte man auf die sportliche Talfahrt reagiert und Domenico Tedesco entlassen. Man suchte daher einen Nachfolger. Kurze Zeit darauf klingelte das Handy von Neururer. Am Apparat: Josef Schnusenberg, einst Präsident bei den Knappen.

„Er rief mich an. Genau zu dem Zeitpunkt, als Schalke Tedesco entlassen hatte. Jupp fragte mich, ob ich helfen könne und erzählte mir, was der Klub so alles aufbauen wolle. ‚Super, da bin ich dabei‘, habe ich daraufhin gesagt“, erklärte Neururer der Rheinischen Post.

Schnusenberg bat Neururer also um Hilfe in der sportlich schweren Zeit. „Er hat mir dann direkt klargemacht, dass ich keine großen Gehaltsforderungen stellen sollte. Auch das war für mich kein Problem. Ich habe dann also versprochen, dass ich zu 100 Prozent dabei bin.“

Bis dahin ein ganz normales Gespräch zwischen einem Funktionär und einem Trainer. „Ich hatte gefordert, kommende Saison nicht das Ziel Champions League auszugeben“, so Neururer weiter: „Dann war Stille im Hörer.“

Schalke 04: Peter Neururer dachte, er wird Tedesco-Nachfolger

Was Neururer offenbar nicht wusste, Schnusenberg rief nicht im Namen des FC Schalke an: „‚Peter‘, sagte er dann. ‚Wir reden hier über Wattenscheid 09, ich sitze da im Aufsichtsrat.‘ Da war ich erst einmal baff. Aber ich hatte ihm mein Wort gegeben. Und wenn ich jemanden ein Versprechen gebe, dann stehe ich auch dazu“, so Neururer.

Seitdem ist der Kult-Coach also Sportlicher Leiter in Wattenscheid und belegte in der abgelaufenen Saison den 11. Platz in der Regionalliga West. Der FC Schalke 04 wurde derweil unter Huub Stevens am Ende Vierzehnter - allerdings in der Bundesliga. Zur neuen Saison ist für Neururer auch kein Platz auf Schalke. Denn da übernimmt David Wagner. Und der hat bislang auch noch nicht das Ziel Champions League ausgegeben.

Wer es aktuell auch nicht leicht hat, ist PSG-Superstar Neymar. Der verpasst nicht nur verletzt die Copa America, sondern muss sich auch gegen Vergewaltigungsvorwürfe wehren.

Ein Ex-Schalker könnte derweil zum FC Bayern wechseln. Und wird daher schon von seinen Mannschaftskollegen aufgezogen.

fs

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