Niederlage im Rückspiel

Qualifikation zur Europa League: Freiburg scheitert an NK Domzale

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Auch Joker Tim Kleindienst konnte dem SC Freiburg nicht zum fehlenden Tor verhelfen. 

Der SC Freiburg ist in der Qualifikation zur Europa League gescheitert. Trotz Vorsprung aus dem Hinspiel scheiterten die Breisgauer am slowenischen Pokalsieger NK Domzale. 

Update vom 30. September 2017: Das internationale Geschäft blieb in dieser Saison ein Traum für den SC und auch in der Liga sieht es derzeit nicht allzu rosig aus. Am Sonntag treffen die Freiburger auf einen gescheiterten Champions-League-Qualifikanten. So sehen Sie SC Freiburg gegen TSG 1899 Hoffenheim live im TV und Live-Stream.

Kraftlos, ideenlos, erfolglos: Das Abenteuer Europa League ist für den SC Freiburg nach einer blamablen Vorstellung schon wieder beendet. Am Donnerstag verlor die Mannschaft von Trainer Christian Streich beim slowenischen Pokalsieger NK Domzale mit 0:2 (0:0) und verpasste trotz des 1:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel den Einzug in die Play-offs um die Gruppenphase.

Während die Slowenen, für die Senija Ibricic (50./Foulelfmeter) und Lovro Bizjak (59.) trafen, damit gespannt auf die Auslosung der Play-off-Paarungen am Freitag in Nyon blicken, darf sich der Sport-Club ab sofort voll und ganz auf die Fußball-Bundesliga konzentrieren. Zwar steht vor dem ersten Ligaspiel noch der Auftritt im DFB-Pokal beim Regionalligisten Germania Halberstadt (12. August) an, die absolute Priorität aber hat der Kampf um den Klassenerhalt.

Freiburg beginnt mutig, lässt aber bald nach

Und der dürfte zu einem wahren Kraftakt werden, sollten sich die Freiburger nicht deutlich verbessern. Vor 5.136 Zuschauern fehlte den Gästen jene Frische, die sie in der herausragenden Vorsaison noch ausgezeichnet hatte. Im Spiel nach vorne mangelte es gegen taktisch gut eingestellte Gastgeber zudem die meiste Zeit an zündenden Ideen.

"Wir haben in der Summe verdient verloren", sagte ein enttäuschter Freiburger Sportvorstand Jochen Saier im SWR: "Wir haben alles versucht, aber leider unglücklich agiert und in den entscheidenden Szenen zu schlecht verteidigt."

Dabei ließen die ersten Minuten noch Gutes vermuten. Die Freiburger, von rund 800 Anhängern in die slowenische Hauptstadt Ljubljana begleitet, begannen engagiert und störten die Gastgeber in deren Offensivdrang entschlossen. Gleiches taten allerdings auch die Slowenen, sodass sich das Geschehen in der Anfangsphase meistens an der Mittellinie abspielte und von zahlreichen Ballverlusten geprägt war.

Nach knapp 20 Minuten erspielte sich Domzale allerdings ein leichtes Übergewicht, was Streich natürlich bemerkte und an der Seitenlinie deshalb prompt Anweisungen auf das Feld schrie. Dennoch kamen erst Amedej Vetrih (20.) und etwas später auch noch Bizjak (26.) von der Strafraumgrenze frei zum Torabschluss - beide zielten aber zu ungenau.

Philipp und Grifo werden schmerzlich vermisst

Auf der anderen Seite fehlten den Freiburgern auch aufgrund der Abgänge der beiden Kreativspieler Maximilian Philipp (Borussia Dortmund) und Vincenzo Grifo (Borussia Mönchengladbach) die entscheidenden Einfälle. Die in der Vorsaison treffsicheren Angreifer Nils Petersen und Florian Niederlechner agierten auch deshalb äußerst unauffällig. Wenig überraschend resultierte Freiburgs beste Chance durch Niederlechner (35.) aus einem Freistoß.

Nach dem Seitenwechsel bestrafte Ibricic mit seinem verwandelten Strafstoß eine Unachtsamkeit und das folgende Foul des Freiburger Innenverteidigers Caglar Söyüncü, Bizjak erhöhte sogar noch auf 2:0. Zwischen beiden Treffern hätten Niederlechner (54.) und Petersen (56.) die Partie beinahe wieder ausgeglichen, bei ihren Schüssen aus guten Positionen fehlte aber die nötige Präzision.

Während Freiburg in der Offensive weiter größte Probleme offenbarte, drängten die nun sichtlich ermutigten Gastgeber auf die mögliche Vorentscheidung. So traf nach einem Eckball Abwehrspieler Gaber Dobrovoljc (69.) nur die Latte.

Hier können Sie den Spielverlauf im Ticker nachlesen. 

sid

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