Beim Spiel Troyes gegen Amiens

Peinliche Panne: Torlinien-Technik täuscht Referee in Frankreich

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Zu früh gefreut: Der Treffer von Suk Hyun-Jun (M.) wurde am Ende doch nicht anerkannt.

Weil die Torlinien-Technik im Match zwischen EC Troyes AC und SC Amiens ein Phantomtor anzeigte, ist das System von den Schiedsrichtern zur Halbzeit einfach abgeschaltet worden.

Troyes - Im Punktspiel der Ligue 1 zwischen EC Troyes AC und SC Amiens signalisierte die Torlinien-Technologie einen Treffer, obwohl der Ball die Linie offenbar gar nicht überschritten hatte. Der Schiedsrichter erkannte das vermeintliche Tor der Gastgeber zunächst an. Denn die Technik hatte seine Uhr zum Vibrieren gebracht und damit ein reguläres Tor angezeigt.

Dies stimmte aber wohl nicht. Wie die französische Presse am Sonntag berichtete, hatte der Südkoreaner Suk Hyun-Jun mit einem Kopfball die Latte des Gäste-Tores getroffen. Von dort prallte die Kugel auf den Rasen, überschritt aber offensichtlich nicht die Torlinie. Die Gäste protestierten vehement, mehrere Minuten lang herrschte Konfusion. Nach Konsultation seiner Assistenten revidierte der Referee schließlich seine Entscheidung und erkannte das Tor nicht an.

In der Halbzeitpause entschied das Schiedsrichtergespann, die Torlinien-Technologie ganz abzustellen. Troyes erzielte nach dem Wechsel noch den Siegtreffer zum 1:0-Erfolg. Nach Informationen der Zeitung Le Parisien war dies nicht die erste Panne der in Frankreich angewandten Technologie. In der vorigen Saison habe es in der Liga etwa ein Dutzend Zwischenfälle dieser Art gegeben. Die Liga hat bereits angekündigt, in der kommenden Saison eine Video-Technologie einzuführen.

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dpa

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