Schock für die Fußball-Welt

Panama-Nationalspieler vor seinem Haus erschossen

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Chiles Arturo Vidal (Mitte) wird von Panamas Amílcar Henríquez attackiert (Archivbild vom 15.06.2016).

Panama-Stadt/Colón - Panama steht unter Schock. Amílcar Henríquez, einer der besten Fußballer des Landes, ist vor seinem Haus erschossen worden.

Einer der besten Fußballer Panamas ist in seiner Heimat erschossen worden. Der 33-Jährige wurde am Samstag von bewaffneten Männern in Sabanitas, einem Vorort der Stadt Colón, niedergeschossen, wie die Behörden mitteilten. Die Männer seien aus einem Auto gestiegen und hätten auf Henríquez und mehrere Freunde geschossen. Der Sportler erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Der Mittelfeldspieler Henríquez lief 85 mal für sein Land auf, feierte im Februar 2005 sein Debüt. Zuletzt stand er in seiner Heimat bei CD Árabe Unido unter Vertrag, spielte während seiner Karriere aber lange Zeit in Kolumbien. Am Mittwoch stand er zum letzten Mal gegen Chorillo aus Panama-Stadt auf dem Platz. Henríquez hatte zuvor auch für Vereine in Costa Rica und Kolumbien gespielt, unter anderem für Independiente Medellín, Real Cartagena und Atlético Huila.

"Wir verurteilen die Ermordung von Amílcar Henríquez auf das schärfste", erklärte Panamas Präsident Juan Carlos Varela im Onlinedienst Twitter. "Gott segne deine Seele, Mickey", fügte der Fußballverband des zentralamerikanischen Landes hinzu.

In Panama sind schon mehrere Profifußballer ermordet worden. 2011 war der Torwart von Plaza Amador, Eric Luna, vor seinem Haus erschossen worden. Im selben Jahr wurde Abdul Chiari auf dem Weg zum Training getötet. Javier de la Rosa wurde kurz nach einem Spiel seines Vereins Chorillo vor dem Stadion ermordet.

dpa/AFP/fw

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