Leseschwierigkeiten beim Weltmeister

„Oaalea? Darkler? Orahlea?“ Darum sorgt das neue DFB-Trikot für Verwirrung

+
Julian Draxler im neuen Auswärtstrikot der DFB-Elf - mit eigenwilliger Schriftart auf dem Rücken.

Einige Fans werden sich die Augen reiben und genauer hinsehen müssen. Die Schriftart der Rückennummer und Spielernamen auf dem neuen DFB-Trikot ist gewöhnungsbedürftig.

München - Des Weltmeisters neue Kleider sind da - und sie sorgen wie schon öfter in der Vergangenheit für kontroverse Diskussionen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Seit November gibt es das neue weiße Heimtrikot der DFB-Elf, seit wenigen Tagen auch das neue grünes Auswärtsjersey - beide angelehnt an die Trikots der WM 1990. Doch neben Farbe und Design gibt es diesmal einen weiteren Diskussionsstoff: die Schriftarten der Rückennummern.

„Das hier zeigt ganz wunderbar das Problem dieser ‚Schriftart‘“, twitterte die Seite sportsfonts.com und macht das Problem der Adidas-Schriftart deutlich, indem sie gleich 20 (!) verschiedene Interpretationen das Draxler-Schriftzugs präsentiert. „Oaalea? Darkler? Orahlea?, ...“

Kantig, klobig und schlecht leserlich - viele Fans werden sich vor dem TV wohl eine Lupe schnappen, um die Namensschriftzüge zu erkennen. Aber auch die Rückennummern haben es in sich, denn die „1“ und die „7“ sehen extrem ähnlich aus. Gleich zwölf der 32 WM-Teilnehmer werden übrigens von Adidas ausgestattet und erhalten Trikots mit den Block-Buchstaben, die speziell für das Turnier entworfen wurden.

„Die Typografie ist sehr modern und im Fußball bisher wenig präsent“

„Inspiration für die Typographie waren kubistische Häuserblöcke, gesehen aus der Vogelperspektive“, erklärt Adidas-Sprecher Oliver Brüggen der Bild. „Das Design ist sehr reduziert – dadurch entstehen ähnliche, aber immer unterschiedliche Formen.“ Gegenüber Sport1 erklärte er weiter: „Die Typografie ist sehr modern und im Fußball bisher wenig präsent. Die Schrift fällt auf und wird so emotional diskutiert wie das Design eines jeden neuen Trikots an sich.“

Modernität und Emotionalität hin oder her, in der Vergangenheit waren die Nummern und Schriftzüge auf den deutschen Trikots zumindest immer gut zu lesen.

So sahen Nummern und Namen der Nationalspieler zuletzt aus

Julian Draxler (Nr. 7) beim Confederations Cup 2017.

Ganz klare Linien und absolut leserlich war die Schriftart auf den Trikots für die EM 2016 und den Confed Cup 2017. Klassisch, schnörkellos, gut zu lesen.

Bastian Schweinsteiger (Nr. 7) im WM-Trikot von 2014.

Modern, leicht kantig und erfolgreich: Die Schriftzüge auf den WM-Trikots von 2014 waren ebenfalls Geschmackssache, aber stets gut für die Zuschauer zu erkennen.

Mehr noch als das Design, Farbe oder Schriftart aber stößt vielen Fans der Preis für das DFB-Trikot auf. Der Grundpreis für ein Jersey in Erwachsenengröße liegt bei 89,95 Euro, bei einer Beflockung sind noch einmal 15 Euro fällig. Richtig teuer wird es, wenn man ein absolut echtes Spielertrikot möchte und kein Replica-Dress, denn dann steigt der Basispreis auf 129,95 Euro. Warum die Trikots so teuer sind, erklärt tz.de*.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

fw

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.