Premier League

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

Trainer David Wagner (l) besiegte mit Huddersfield Town in der Premier League Manchester United. Foto: Nigel French
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Trainer David Wagner (l) besiegte mit Huddersfield Town in der Premier League Manchester United. Foto: Nigel French
Huddersfields Torschützen Aaron Mooy (M) und Laurent Depoitre (r). Foto: Nigel French
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Huddersfields Torschützen Aaron Mooy (M) und Laurent Depoitre (r). Foto: Nigel French
Ein starker Mesut Özil führt Arsenal zu einem 5:2-Sieg gegen den FC Everton. Foto: Peter Byrne
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Ein starker Mesut Özil führt Arsenal zu einem 5:2-Sieg gegen den FC Everton. Foto: Peter Byrne
Die Spieler von Tottenham Hotspur bejubeln den ersten Treffer ihrer Mannschaft. Foto: Frank Augstein
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Die Spieler von Tottenham Hotspur bejubeln den ersten Treffer ihrer Mannschaft. Foto: Frank Augstein
Pep Guardiola und seine Mannschaft haben einen ungefährdeten 3:0-Heimsieg gegen den FC Burnley eingefahren. Foto: Martin Rickett
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Pep Guardiola und seine Mannschaft haben einen ungefährdeten 3:0-Heimsieg gegen den FC Burnley eingefahren. Foto: Martin Rickett
Torschütze Pedro (r) jubelt mit seinen Teamkollegen über seinen Treffer. Foto: Victoria Jones
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Torschütze Pedro (r) jubelt mit seinen Teamkollegen über seinen Treffer. Foto: Victoria Jones

Premier-League-Aufsteiger Huddersfield Town mit Trainer David Wagner fügt Manchester United die erste Saisonniederlage zu. José Mourinho stellt danach seine Mannschaft an den Pranger. Mesut Özil führt Arsenal zum 5:2-Sieg.

Huddersfield (dpa) - David Wagner suchte nach Superlativen. "Es ist eines der stolzesten Momente in meiner Karriere als Trainer", erklärte der Coach von Premier-League-Aufsteiger Huddersfield Town.

Mit seinem Club hatte er zuvor den englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United um Startrainer José Mourinho beim 2:1 (2:0) die erste Saison-Niederlage zugefügt. "It's a special moment", jubelte Wagner. Der deutsche Trainer düpiert "The Special One".

Für Wagner war der erste Liga-Sieg von Huddersfield gegen Man United seit 1952 "sehr außergewöhnlich". Dafür gab es vom geschlagenen Mourinho für den 46 Jahre alten Aufstiegs-Coach warme Komplimente. "Huddersfield hat so gespielt, wie ich es mag", erkannte er an. "Sie haben mit Aggressivität, Verlangen, Motivation und Hingabe gespielt. Sie haben den Sieg verdient, ganz einfach."  

Dann nahm Mourinho seine Mannschaft auseinander. Als er hörte, dass United-Mittelfeldspieler Ander Herrera in einem Interview erklärt hatte, "Einstellung und Wille waren nicht vorhanden", ging der Coach durch die Decke. "Oh mein Gott. Wenn ein Spieler das so sagt und fühlt, sollte er zur Pressekonferenz kommen und alles erklären. Ich kann es nicht", ätzte Mourinho gegen den Spanier. 

Vor allem in der ersten Halbzeit agierten die Red Devils harmlos, ohne Struktur und luden die Gastgeber zum Toreschießen ein. Erst patzte Juan Mata beim 0:1 durch Aaron Mooy (28. Minute), beim zweiten Gegentreffer durch Laurent Depoitre (33.) war Victor Lindelöf nicht auf der Höhe. "Ich habe in der ersten Hälfte nur auf Fehler gewartet. Jetzt waren es Mata und Victor. Aber es hätte auch jeder andere sein können, weil die Einstellung schlecht war", polterte Mourinho weiter.

In der Tabelle haben jetzt auch noch die Tottenham Hotspur aufgeschlossen. Gegen Jürgen Klopps FC Liverpool siegten die Spurs 4:1 (3:1) und sind mit 20 Zählern punktgleich mit United. Liverpool bleibt nach der zweiten Saisonniederlage mit 13 Punkten als Neunter im Mittelfeld hängen. Torjäger Harry Kane (4./56.), Heung-Min Son (12.) und Dele Alli (45.+3) waren für die Gastgeber vor 80 827 Zuschauern im Wembley Stadion erfolgreich. Mohamed Salah (24.) konnte nur verkürzen.

Neben Wagners Huddersfield war auch Manchester City mit Pep Guardiola der große Gewinner des Spieltags. Durch das 3:0 gegen den FC Burnley baute der Spitzenreiter in der Tabelle seinen Vorsprung auf den Lokalrivalen auf fünf Punkte aus. Sergio Agüero (30.), Nicolás Otamendi (73.) und Nationalspieler Leroy Sané mit seinem fünften Saisontreffer sorgten für den elften Pflichtspielsieg in Serie. "Im Mai zählt es, nicht im Oktober", mahnte Guardiola. "Im vergangenen Jahr haben wir zehn Partien nacheinander gewonnen und am Ende gab es keine Titel."

Mesut Özil hat auf die Gerüchte um seine Zukunft beim FC Arsenal mit einer starken Leistung reagiert. Beim 5:2 (1:1)-Erfolg beim FC Everton köpfte er die Gunners in der 53. Minute mit 2:1 in Führung und legte den dritten Treffer durch Alexandre Lacazette (74.) vor. Englische Medien spekulierten zuletzt über einen Wechsel Özils zu Manchester United im Sommer. Nacho Monreal (40.), Aaron Ramsey (90.) und Alexis Sanchez (90.+5) schossen die weiteren Arsenal-Tore. Wayne Rooney (12.) und Oumar Niasse (90.+3) trafen für das Team des stark in der Kritik stehenden Trainers Ronald Koeman.

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