WM-Qualifikation

Ticker: Die Schweiz ist durch! Harter Kampf gegen Nordirland

+
Wer darf nach Russland reisen? Die Schweiz und Nordirland spielen eines der letzten WM-Tickets aus.

Die Schweiz hat sich nach hartem Kampf gegen Nordirland für die WM 2018 in Russland qualifiziert. Nach dem 1:0 in Belfast reichte den Eidgenossen im Rückspiel ein Remis. Hier können Sie das Spiel im Ticker nachlesen.

Schweiz - Nordirland   0:0 (In Basel)

Schweiz: Sommer - Rodriguez, Akanji, Schär, Lichtsteiner - Zakaria, Dzemaili (62. Mehmedi), Xhaka - Zuber, Seferovic (87. Embolo), Shaqiri (80. Freuler)

Nordirland: McGovern - Brunt, Evans, McAuley, Hughes - Norwood (75. Magennis) - Ward (75. Jones), Davis, Saville, Dallas - Washington (84. McNair)

Schiedsrichter: Felix Brych

Tore: -

Fazit: Die Schweiz ist bei der Weltmeisterschaft in Russland 2018 dabei. Letztlich vermochten es die Nordiren nicht, das wichtige Tor in Basel zu erzielen. Zwar boten die Green-Whites eine erheblich bessere Leistung an, als im Hinspiel, allerdings fehlte den Nordiren häufig das letzte Quäntchen Glück und letztlich auch die Qualität. Dennoch: Die Schweiz kann sich durchaus glücklich schätzen, hat sie doch selbst zahlreiche Chancen liegen lassen und musste sich so am Ende mal wieder auf Ricardo Rodriguez verlassen, der in der 92. Minute nochmal einen Ball von der Linie kratzte.

90. Minute +3: Es ist vorbei! Die Schweiz qualifiziert sich nach hartem Kampf gegen Nordirland für die Weltmeisterschaft in Russland 2018. Herzlichen Glückwunsch!

90. Minute +2: Ricardo Rodriguez hatte bereits im Hinspiel den entscheidenden (und unrechtmäßigen) Elfmeter verwandelt und auch hier mutiert er nun zum Helden für die Schweiz.

90. Minute +1: Wahnsinn in Basel! Yann Sommer fliegt an einer Ecke vorbei, Evans köpft den Ball aufs Tor, aber Ricardo Rodriguez kann den Ball von der Linie kratzen.

90. Minute: Der Innenverteidiger McAuley ist jetzt weit vorne im Sturm zu finden, bekommt aber keinen Ball, weil Breel Donald Embolo die restliche Abwehr ordentlich unter Druck setzt. Immer wieder starke Abschlüsse vom Schalker. Noch drei Minuten inklusive Nachspielzeit.

88. Minute: Das muss es doch jetzt sein für die Schweiz. Embolo spielt sich wunderbar von links in den Strafraum und passt von der Grundlinie halbhoch Richtung Fünfmeterraum. Der heranfliegende Admir Mehmedi verpasst nur um wenige Zenitmeter. 

85. Minute: Mega-Chance für die Schweiz! Die Schweizer spielen es schnell und auf einmal sind es vier gegen zwei auf dem Weg zum nordirischen Tor. Zakaria legt schön ab auf Haris Seferovic, aber der versemmelt diese aussichtsreiche Position. Und muss kurz darauf auch unter einem gellenden Pfeifkonzert raus. Ziemlich unfair vom schweizer Pubikum, schließlich hat er sich ordentlich aufgerieben für seine Landsleute. Für ihn kommt Breel Embolo vom FC Schalke 04.

83. Minute: Den Nordiren fällt hier nicht wirklich was ein. Letztlich fehlt ihnen auch ein bisschen die Qualität, um die gut stehende Defensive der Schweizer zu überwinden. Vielleicht kann es ja Paddie McNair vom AFC Sunderland richten, der für den emsigen Conor Washington eingewechselt wird.

80. Minute: Nächster Wechsel bei den Schweizern: Für Xherdan Shaqiri kommt Remo Freuler von Atalanta Bergamo. Die Eidgenossen möchten nun wohl die Mitte zumachen.

75. Minute: Die Schweizer versuchen jetzt wieder mehr nach vorne und wollen sich nicht hinten verschanzen. Währenddessen wechselt Nordirland doppelt: Für Norwood kommt Josh Magennis von Charlton Athletic - ein defensiver Mittelfeldspieler geht raus, ein Mittelstürmer kommt rein. Außerdem kommt Jordan Jones für Jamie Ward. 

72. Minute: Mutig, Nordirland! Die Gäste stehen mit den letzten drei Mann quasi auf Höhe der Mittellinie und stellen Haris Seferovic dennoch eine Abseitsfalle. Das ist ein Ritt auf der Rasierklinge, ging dieses Mal aber nochmal gut.

70. Minute: Die Green-Whites schmeißen jetzt wirklich alles nach vorne, drücken die Eidgenossen hinten rein. Einzig: Gefährlich sind sie nicht wirklich. Und der Kraftaufwand ist enorm, daher brauchen die Nordiren jetzt bald ein Tor.

66. Minute: Die Nordiren agieren jetzt deutlich offensiver: Dallas und Ward stehen weiter vorne, fast auf Höhe des Mittelstürmers Washington und auch das Mittelfeld rutscht hinterher. Das ist schön für den Zuschauer, weil sich dadurch auch mehr Szenen in Strafraumnähe der Schweizer abspielen, aber die Nordiren müssen aufpassen, dass die Schweizer die sich nun bietenden Räume nicht ausnutzen.

62. Minute: Da hat George Saville in seinem ersten Länderspiel die Rießengelegenheit zum 1:0 für die Nordiren, sein schüchterner Schuss aus 18 Metern landet aber in den Armen von Yann Sommer.

61. Minute: Erster Wechsel bei der Schweiz: Blerim Dzemaili von Montreal Impact muss raus, für ihn kommt der Leverkusener Admir Mehmedi.

60. Minute: Eine halbe Stunde bleibt den Männern von der grünen Insel noch, das Ruder rumzureißen. Entscheidet hier wirklich ein falscher Elfmeter aus dem Hinspiel, dass die Schweiz nach Russland fährt? Noch steht es 0:0, aber die Nordiren müssen jetzt mehr zeigen.

54. Minute: Endlich mal die Nordiren! Nach einem Fehlpass geht Jamie Ward die linke Seite entlang und bringt den Ball an den Elfmeterpunkt, wo Conor Washington wartet und per Kopf in Richtung langes Eck des schweizer Tores befördert. Yann Sommer kann nur hinterhergucken - aber der Ball landert knapp neben dem Tor.

52. Minute: Es ist wirklich bemerkenswert: Die Schweizer kommen bei einem großen Anteil ihrer Angriffsläufe bis tief in den Sechzehner der Nordiren, aber dennoch entwickeln sie irgendwie keine echte Torgefahr, auch weil die beiden Innenverteidiger der Weiß-Grünen immer ein Bein in den letzten Pass bekommen.

49. Minute: Rodriguez! Klasse Schuss des Linksverteidigers vom AC Mailand, der sich hier einfach mal ein Herz fasst und von halblinks abzieht. Da wäre McGovern nicht mehr rangekommen, der Aufsetzer landet jedoch ganz knapp neben dem rechten Pfosten.

47. Minute: Es ist die Schweiz die hier den ersten Akzent setzt: Stephan Lichtsteiner läuft einmal über das gesamte Feld, zieht in den Sechzehner und findet dann Zakaria. Der braucht einen Ticken zu lange und so kann McAuley den Ball blocken.

46. Minute: Weiter geht‘s! Können die Nordiren wieder einen fulminanten Start hinlegen?

Halbzeitfazit: Die Nordiren haben stark angefangen und in den ersten fünf Minuten die Schweizer sichtlich überrascht. Von den drei Chancen hätte locker eine drinnen sein können, allerdings war zumindest Yann Sommer im Tor der Eidgenossen von Beginn an hellwach und konnte schlimmeres verhindern. Anschließend justierte Schweiz-Coach Petcovic allerdings nach und ließ seine Mannen etwas weiter hinten stehen, sodass die Nordiren nur noch selten in aussichtsreiche Position vor das Tor der Rot-Weißen kamen. Auf der Gegenseite hatten die Schweizer in der fünften Minute die Riesenchance zum 1:0, aber Haris Seferovic vergab per Kopf. Danach waren die Schweizer besser in der Partie und kamen immer wieder zum Abschluss. Einzig das Tor fehlt hier noch, wodurch es mit 0:0 in die Pause geht. Die Nordiren müssen da weitermachen, wo sie in der 15. Minute aufgehört haben, ansonsten wird das nichts mehr mit der Weltmeisterschaft 2018 in Russland.

45. Minute +1: ... aber das war nichts. Der Ball geht deutlich drüber. Danach ist Pause. 0:0 zwischen der Schweiz und Nordirland.

45. Minunte: Nun gibt es mal Freistoß aus einer aussichtsreichen Position für die Nordiren. Das müsste doch eine Sache für Chris Brunt sein ...

42. Minute: Nach zehn Minuten ohne ernsthafte Torgelegenheit kommt Granit Xhaka auf einmal frei vor McGovern zum Abschluss. Darüber ist der Arsenal-Profi offenbar selbst ziemlich überrascht, weshalb der Schuss irgendwo auf dem Baseler Stadiondach landet. Die Partie ist nun deutlich verflacht, die wenigen Kontergelegenheiten die sich den Schweizern bieten spielen sie nicht gut zu Ende.

37. Minute: Die Nordiren bemühen sich, aber die Schweiz hat sich im strömenden Regen von Basel auf die Gäste eingestellt. Dementsprechend ist der letzte gefährliche Abschluss der Nordiren inzwischen 22 Minuten her.

34. Minute: Der Jüngste ist Denis Zakaria und könnte sein Sohn sein: 20 Jahre ist der Schweizer alt und macht heute erst sein siebtes Länderspiel. Die Brisanz des Duells merkt man ihm aber überhaupt nicht an, der defensive Mittelfeldspieler agiert stark.

31. Minute: Der Älteste Akteur auf dem Platz ist übrigens Aaron Hughes auf der rechten Verteidigerposition. Der ist 39 Jahre alt und gab sein Debüt bei einer 1:4-Niederlage gegen Spanien - am dritten Juni 1998!

28. Minute: Nächste Chance für die Schweiz. Zuber nimmt das Zuspiel von Zakaria perfekt mit und steht auf einmal alleine halb links vor McGovern im Sechzehner. Der 31-Jährige von Norwich pariert aber klasse. 

25. Minute: Doppelchance für Shaqiri! Zweimal kommt der Mann von Stoke City zum Abschluss und zwingt McGovern in die Ecke. Die Eidgenossen stehen jetzt ein wenig tiefer, verhindern so die überfallartigen Konter der Nordiren und kommen selbst immer wieder mit schnellen Vorstößen gefährlich vor das Tor von McGovern.

23. Minute: Dass die Nordiren hinten so eingespielt wirken kommt übrigens nicht von ungefähr: drei der vier Verteidiger spielen beim gleichen Klub, West Bromwich Albion, in der Premier League.

20. Minute: Der Platz ist übrigens in äußerst schlechtem Zustand. Das macht es für das Schiedsrichtergespann um Dr. Felix Brych aus Deutschland nicht einfacher zu unterscheiden, wann ein Spieler einfach wegrutscht und wann er gefoult wird. Gleichzeitig ist dieser ruckelige und matschige Boden sicherlich nicht förderlich für ein flüssiges und gefälliges Passspiel. Dennoch weiß das Spiel durchaus zu unterhalten - auch weil die Nordiren sich immer wieder nach vorne einschalten.

15. Minute: Nächster Abschluss aus der zweiten Reihe von Chris Brunt. Der Linksverteidiger von West Bromwich Albion will es heute scheinbar wissen und zwingt Yann Sommer erneut mit einem starken Fernschuss zur Parade.

9. Minute: Tolle Kombination der Schweizer über Zakaria, Zuber und Dzemaili mitten im Sechzehner der Nordiren und am Ende haut McAuley beinahe den Ball in die eigenen Maschen. Geht aber knapp drüber, die Nordiren können durchatmen. Die Schweiz dominiert jetzt das Spiel.

7. Minute: Die erste gelbe Karte: Chris Brunt, gerade noch mit einem starken Fernschuss geglänzt, kassiert nach einem harten Einsteigen die gelbe Karte.

5. Minute: Starke Antwort der Schweizer: Nach einer guten Flanke von Shaqiri setzt Haris Seferovic den Kopfball nur wenige Meter neben den Kasten von McGovern.

4. Minute: Die Nordiren legen hier ordentlich los! Zwei starke Fernschüsse, einmal muss Yann Sommer klären. Das waren jetzt schon mehr offensive Akzente der Nordiren, als im kompletten Hinspiel.

2. Minute: Erster kleiner Aufreger im Strafraum der Schweizer. Nach einer langen Flanke von Davis behindern sich Jamie Ward und Stuart Dallas gegenseitig. Ward bleibt kurz liegen, kann aber weiter machen.

1. Minute: Der deutsche Schiedsrichter Dr. Felix Brych pfeift das Spiel an, die Partie läuft!

17:59 Uhr: Der St. Jakob Park in Basel scheint ausverkauft zu sein - alles andere wäre auch verwunderlich, schließlich braucht die Mannschaft die Unterstützung der Fans, denn diese Playoff-Ausscheidung ist noch nicht durch! Die Anhänger der Eidgenossen verwandeln das Stadion in ein Rot-Weißes Fahnenmeer. 

17.57 Uhr: Die Nordiren waren im Hinspiel sehr harmlos, das müssen sie im Rückspiel heute auf jeden Fall ganz anders angehen. Conor Washington, der in 15 Spielen für Nordirland bisher drei Treffer markieren konnte, wird also an vorderster Front stürmen und ersetzt damit Kyle Lafferty, der überhaupt keine Gefahr für die schweizer Defensive dargestellt hatte. Fehlen wird den Nordiren auf jeden Fall Corry Evans. Der Mittelfeldmotor von den Blackburn Rovers aus der zweiten englischen Liga ist gelb-gesperrt.

17.48: Bei den Iren gibt es ein paar Veränderungen zum Hinspiel: So rutscht Aaron Hughes für Conor McLaughlin auf der defensiven rechten Seite in die Startelf. In der Offensive sollen es heute George Saville und Conor Wahsington anstatt Josh Magennis und Kyle Lafferty richten.

17.40 Uhr: Und auch die Startformation der Nordiren ist bekannt gegeben:

17.37 Uhr: Die Aufstellung der Schweiz ist bereits veröffentlicht: Im Tor startet wie erwartet Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach. Vor ihm formieren sich die Eidgenossen im gleichen 4-2-3-1 wie im Hinspiel in Belfast. Neben dem Ex-Hoffenheimer Fabian Schär bilden Ricardo Rodriguez (ehemals VfL Wolfsburg), Manuel Akanji und Stephan Lichtsteiner als Kapitän die Abwehrkette. Davor werden der Gladbacher Denis Zakaria, Granit Xhaka (war auch mal bei Gladbach) und Blerim Dzemaili das zentrale Mittelfeld. Über die Außen kommen von links Steven Zuber von der TSG Hoffenheim und auf der rechten Seite wird Ex-Bayer Xherdan Shaqiri wirbeln. Vorne stürmt der ehemalige Frankfurter Haris Seferovic.

+++ Hallo und herzlich willkommen zum Live-Ticker zum Playoff-Rückspiel der WM-Qualifikation zwischen der Schweiz und Nordirland. Die Partie beginnt am Sonntag um 18 Uhr im Baseler St. Jakob-Park.

Vorbericht

Am vergangenen Donnerstag stellten die Schweizer mit ihrem 1:0 in Belfast die Weichen ganz klar auf elfte WM-Teilnahme. Nachdem der Nordire Corry Evans den Ball im Strafraum an die Hand bekommen hatte, ließ sich der ehemalige Wolfsburger Ricardo Rodriguez nicht lange bitten und verwandelte den verhängten Elfmeter sicher zum Sieg.

Der Pfiff des rumänischen Referees Ovidiu Hategan sorgte im Lager der Briten für Ärger. Jonny Evans, Bruder des Unglücksraben, verglich die Szene mit dem übersehenen Handspiel von Frankreichs Thierry Henry vor dem entscheidenden Treffer in den Playoffs zur WM 2010 gegen Irland: „Diese Entscheidung war schlimmer als bei Henry. Es ist ein Unterschied, wenn er etwas übersieht. Hier hat er etwas gesehen, was gar nicht passiert ist.“

Corry Evans ist nach der obendrein verhängten Gelben Karte für die Partie im Baseler St. Jakob-Park auch noch gesperrt. Der Zweitliga-Profi aus England wird dennoch vor Ort mitzittern: „Ich bin absolut enttäuscht, aber das Spiel in Basel ist noch wichtiger. Ich werde dort sein und die Jungs unterstützen.“

Torschütze Rodriguez hofft derweil auf einen offensiver agierenden Gegner: „Nun müssen sie in Basel mehr kommen und aufmachen. Und wir müssen den Sack zumachen.“ Nati-Trainer Vladimir Petkovic befürchtet dagegen eine weitere Geduldsprobe: „Im Rückspiel erwarte ich einen ähnlichen Gegner. Es geht jetzt darum, konzentriert zu bleiben und sich zu erholen.“

Im Kader des Favoriten stehen mit Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria (alle Borussia Mönchengladbach), Roman Bürki (Borussia Dortmund), Marwin Hitz (FC Augsburg), Gelsen Fernandes (Eintracht Frankfurt), Fabian Frei (1. FSV Mainz 05), Steven Zuber (1899 Hoffenheim), Admir Mehmedi (Bayer Leverkusen) und Breel Embolo (Schalke 04) zehn Bundesligaspieler. Die Nordiren verdienen ihr Geld mit einer Ausnahme in England oder Schottland: Stürmer Niall McGinn spielt in Südkorea für Gwangju FC.

mg

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare