Nach dem Fehlstart

Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

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Maik Walpurgis ist nicht mehr Trainer des FC Ingolstadt

Fehlstart mit Folgen: Der FC Ingolstadt hat sich von seinem Trainer Maik Walpurgis getrennt.

Ingolstadt - Nach null Punkten aus den ersten drei Zweitligaspielen hat der FC Ingolstadt seinen Trainer entlassen: Maik Walpurgis muss den Platz an der Seitenlinie räumen. Ein Nachfolger ist bereits gefunden. U23-Coach Stefan Leitl soll zumindest vorübergehend das Amt übernehmen.

"Nach dem schlechten Start in die Saison fehlt uns die Überzeugung, dass eine Trendwende in der bestehenden Konstellation eingeleitet werden kann. Nach intensiver Analyse der Entwicklungen sahen wir uns zu diesem Schritt gezwungen", sagte Geschäftsführer Harald Gärtner nach einem einstimmigen Beschluss des FCI-Aufsichtsrates.

Leitl könnte zur Dauerlösung werden

Der ambitionierte Bundesliga-Absteiger hatte die ersten drei Saisonspiele überraschend verloren und ist Tabellenletzter der 2. Liga. Leitl soll am Freitag (18.30 Uhr/Sky) bei seinem Einstand im Kellerduell bei der ebenfalls sieglosen SpVgg Greuther Fürth die Wende einleiten. Der 39-Jährige übernimmt die Profis interimsmäßig, könnte aber bei entsprechenden Ergebnissen zur festen Lösung werden.

"Stefan kennt unseren Verein in- und auswendig, er hat die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren mit vorangetrieben - auf wie neben dem Platz. Wir sind überzeugt davon, dass er der Mannschaft für das wichtige Spiel in Fürth neue Impulse geben wird", sagte Gärtner.

Leitl trainiert seit 2014 die U23 der Schanzer in der Regionalliga Bayern. Der frühere Profi, der von 2007 bis 2013 182 Spiele für Ingolstadt bestritt, besitzt seit März 2017 die Fußballlehrer-Lizenz. ls Als Profifußballer war auch für den 1.FC Nürnberg, die zweite Mannschaft des FC Bayern und die SpVgg Unterhaching aktiv.

Walpurgis war bereits angezählt

Walpurgis (43), der für den Zweitliga-Fehlstart "die volle Verantwortung" übernahm, hatte den FCI im vergangenen Herbst von Markus Kauczinski übernommen, konnte den Abstieg aus der ersten Liga aber nicht verhindern. Saisonübergreifend ist der FCI bereits seit neun Pflichtspielen sieglos.

Klubchef Peter Jackwerth hatte schon am Sonntag direkt nach dem 2:4 gegen Neuling Jahn Regensburg Alarm geschlagen. Er hatte von einem "peinlichen Auftritt" gesprochen, "so habe ich die Mannschaft noch nicht gesehen. Wir schauen jetzt genau hin. Man muss alle in die Pflicht nehmen".

Kaderplanung noch nicht abgeschlossen

Nach dem Abstieg gab es im Kader der Schanzer erhebliche Veränderungen. So verließen in Marcel Tisserand, der am Dienstag zunächst für ein Jahr nach Wolfsburg ausgeliehen wurde, Mathew Leckie, Markus Suttner, Pascal Groß und Roger gleich fünf Stammkräfte den Verein. Auch Florent Hadergjonaj will unbedingt weg und ist momentan suspendiert. Die Verhandlungen laufen.

Bisher erzielten die Ingolstädter Transfererlöse von rund zwölf Millionen Euro. Für Tisserand, für den Wolfsburg eine Kaufoption besitzt, käme laut SID-Informationen die Rekordsumme von acht Millionen hinzu. Geld, das reinvestiert werden soll. Bis zum Transferschluss am 31. August will der FCI seinen Kader noch einmal verstärken. Ex-Nationalspieler Christian Träsch aus Wolfsburg ist ein Kandidat.

fn 

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