Vor WM in Russland

Infantino: WM-Doppelvergabe "war ein Fehler"

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Gianni Infantino (links) hier mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Erst 2018 in Russland, dann vier Jahre später Katar. So lautete die Entscheidung, die das FIFA-Exekutiv-Kommittee  für die Fußball-WM-Vergabe 2010 veröffentlichte. Seitdem steht die FIFA immer stärker in der Kritik. Nun gesteht Infantino Fehler ein.

Zürich - FIFA-Boss Gianni Infantino (Schweiz) hat das Verfahren zur Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar nachträglich nochmals scharf kritisiert. Die gleichzeitige Entscheidung vor sieben Jahren "war ein Fehler", sagte der Präsident des Weltverbandes auf einem Sportbusiness-Kongress in Dubai. Die FIFA hatte Ende 2010 unter der Führung von Infantinos Vorgänger Joseph S. Blatter (Schweiz) erstmals in ihrer Geschichte zwei WM-Endrunden gleichzeitig vergeben. Seit den damaligen Zuschlägen für Russland und Katar halten sich hartnäckig Korruptionsvorwürfe gegen die beiden Gewinner der Abstimmungen. Für die Vergabe des WM-Turniers 2026 kündigte Infantino "den besten Bewerbungsprozess" an. Für die erste Endrunde mit 48 statt zuvor 32 Mannschaften in rund neun Jahren liegt bisher offiziell lediglich die gemeinsame Kandidatur der USA, Kanadas und Mexikos vor. Darüber hinaus wird nur noch eine Bewerbung von Marokko erwartet. Die Entscheidung über die Rolle des WM-Gastgebers für 2026 soll auf dem FIFA-Kongress 2020 fallen.

sid

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