Für mehr Transparenz

FIFA will neue Transferreformen verabschieden

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Der Präsident des Weltfussballverbandes FIFA: Gianni Infantino

Die FIFA will neue Transferreformen durchführen und damit für mehr Transparenz sorgen. Im Fokus liegen vor allem Spielerleihen zwischen den Vereinen.

London - Der Fußball-Weltverband FIFA steht vor dem Beschluss von wichtigen Reformen bei Spielertransfers. Beschränkt werden sollen künftig vor allem Leihgeschäfte, wie die FIFA einen Tag nach der Weltfußballerwahl 2018 mitteilte. Zuvor hatte es am Montag in London ein Treffen des sogenannten Stakeholder-Komitees gegeben. Teil nahmen daran auch Vertreter der europäischen Club-Vereinigung ECA, internationaler Ligen und der Spielergewerkschaft FIFPro sowie Repräsentanten nationaler Mitgliedsverbände und von Konförderationen. Das FIFA-Council berät am 26. Oktober über die Vorschläge, wie es auf der Homepage der FIFA veröffentlichte.

Limitiert werden sollen zukünftig Leihgeschäfte. Ihre Zahl pro Saison und zwischen einzelnen Vereinen soll begrenzt werden, geplant ist zudem, das Weiterverleihen schon ausgeliehener Profis ebenso zu verbieten wie andere Modelle, in denen ein Spieler bei einem dritten Club geparkt wird.

Insgesamt verspricht sich die FIFA größere Transparenz von den geplanten Transferreformen. Die Wechsel sollen über eine Abrechnungsstelle abgewickelt werden, die Zentralisierung garantiert künftig aus Sicht des Weltverbandes vor allem, dass alle Beteiligten die ihnen zustehenden Zahlungen erhalten. Auf nationaler Ebene ist künftig die Einrichtung eines elektronischen Transfersystems vorgeschrieben, sollten die Pläne beschlossen werden.

„Wir haben alle an einen Tisch gebracht. Alle wichtigen Akteure der Branche haben begriffen, dass wir handeln müssen“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. „Dies ist ein entscheidender Schritt hin zu mehr Transparenz“, betonte er.

dpa

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