Keien gravierenden Fehler

FIFA-Lob für Confed-Cup-Gastgeber Russland

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FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura lobt Russland als Gastgeber von Confed Cup und WM 2018. Foto: Dmitri Lovetsky

Russland freut sich auf den Anpfiff zum Confederations Cup. Kritische Stimmen werden von den Gastgebern, aber auch der FIFA praktisch überhört. Sogar Richtung WM sieht der Weltverband keine Probleme. Einen Sonderplan soll rassistisches Fanverhalten sanktionieren.

St. Petersburg (dpa) - Gastgeber Russland genießt vor dem Anpfiff zum Confederations Cup das absolute Vertrauen des Fußball-Weltverbandes, sogar schon für die WM im kommenden Jahr.

"Für die wichtigen Themen gibt es keine Empfehlungen unsererseits. Es sind nur kleinere technische Details, die wir täglich besprechen", sagte FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura bei der Eröffnungspressekonferenz in St. Petersburg. Gravierende Problemfelder wie zum gleichen Zeitpunkt in Südafrika 2009 und Brasilien 2013 gäbe es nicht.

Russlands stellvertretender Ministerpräsident und Fußball-Verbandschef Witali Mutko wies kritische Fragen nach einem eingeschränkten Demonstrationsrecht und schlechten Arbeitsbedingungen auf den Stadionbaustellen zurück. "Wir haben in diesem Land eine stabile Situation. Wir haben Gesetze, wir haben eine Vorgehensweise. Da gibt es nichts Neues", sagte Mutko.

Der Testlauf für die WM 2018 beginnt am Samstag (17.00 Uhr/MESZ/ARD) mit dem Spiel der Sbornaja gegen Neuseeland in St. Petersburg. Trotz der Kritik aus dem Ausland zu Demokratie- und Menschenrechtsthemen hatte die FIFA Russland als Gastgeber nie infrage gestellt.

Die deutsche Mannschaft startet am Montag (17.00 Uhr/MESZ/ZDF) mit dem Spiel gegen Australien in Sotschi in das Turnier. Die Personalpolitik von Bundestrainer Joachim Löw, der auf fast alle Weltmeister verzichtet und als erster Confed-Cup-Coach sein Kaderkontingent von 23 Spieler mit 21 Akteuren nicht ausschöpft, wollte Samoura nicht kommentieren. "Alle Mannschaften haben ihren Kader benannt und nehmen es ernst. Wir können auf die Auswahl keinen Einfluss nehmen", sagte die Senegalesin.

Samoura räumte ein, dass Berichte über nordkoreanische Arbeiter auf der Baustelle des Krestowski-Stadions in St. Petersburg im November 2016 zutreffend gewesen seien. Nach Intervention der FIFA sei das Problem im Frühjahr aber behoben worden. "Wir haben die Lage auf den Baustellen intensiv beobachtet. Verstöße konnten nicht festgestellt werden", beteuerte der russische Organisationschef Alexej Sorokin.

Mit der Einführung eines Drei-Stufenplans will die FIFA auf mögliche rassistische Vergehen von Fans reagieren. In letzter Konsequenz könnten sogar Spiele bei Fehlverhalten abgebrochen werden. Russlands Fußball hat seit Jahren ein Problem mit rassistischem Verhalten von Fans. "Wir sind der FIFA dankbar und sehen mit Erleichterung, dass die Regeln streng sein werden", sagte Mutko.

Laut Samoura sind für die 16 Spiele in St. Petersburg, Moskau, Kasan und Sotschi gut zwei Drittel der knapp 700 000 Karten verkauft. Der Ticket-Verkauf lief noch bis vor wenigen Wochen schleppend.

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