Auftaktdämpfer für Schanzer

Absteiger Ingolstadt verliert zu Hause gegen Union Berlin

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Die Spieler von Union Berlin feiern das Tor zum 1:0 im Spiel gegen Ingolstadt. Foto: Matthias Balk

Der FC Ingolstadt hat im Duell der Aufstiegskandidaten gegen den 1. FC Union Berlin gleich den ersten herben Dämpfer in der 2. Fußball-Bundesliga erlitten.

Ingolstadt - So hat sich Absteiger FC Ingolstadt den Start in die 2. Fußball-Bundesliga nicht vorgestellt. In einem intensiven Duell der Aufstiegskandidaten erlitten die Schanzer gegen den 1. FC Union Berlin gleich den ersten herben Dämpfer. Die Mannschaft von Trainer Maik Walpurgis unterlag dem Hauptstadtverein am Samstag vor heimischer Kulisse mit 0:1 (0:0) und kassierte auf ihrer Rückkehrermission einen empfindlichen Rückschlag.

Vor 10.870 Zuschauern sorgte Christopher Trimmel (59. Minute) mit einem Kracher von der Strafraumgrenze für einen optimalen Start der Berliner. Die mit fünf Neuen gestarteten Ingolstädter waren zwar zu Beginn die zielstrebigere Mannschaft. In einem abwechslungsreichen Schlagabtausch agierte Jens Kellers Team jedoch cleverer und sicherte sich verdient die ersten drei Punkte.

77 Tage nach dem besiegelten Abstieg setzte Walpurgis mit seiner ersten Elf gleich ein Zeichen. Florent Hadergjonaj und Marcel Tisserand, die einem Wechsel angeblich nicht abgeneigt sind, mussten auf der Bank Platz nehmen. Dafür durften in Tobias Schröck, Marcel Gaus, Stefan Kutschke, Phil Neumann und Rückkehrer Hauke Wahl fünf Neue beginnen. Mittelfeldabräumer Almog Cohen konnte trotz Trainingsrückstands ebenfalls starten.

Die Ingolstädter waren von Beginn an die zielstrebigere Mannschaft. Das Sturmduo Kutschke und Dario Lezcano beschäftigte die Deckung der Berliner, die mit Marc Torrejon und Marcel Hartel zwei Zugänge in ihrer Anfangsformation aufboten, permanent. Die Lücke zwischen Mittelfeld und Angriff wurde jedoch immer größer. Walpurgis' Systemumstellung auf zwei Angreifer braucht offensichtlich Zeit.

Die dickste Chance in der ersten Hälfte besaß Lezcano (21.). In einem fragwürdigen Zweikampf nahm er Trimmel den Ball ab, doch anstatt im Sechzehner auf Kutschke abzuspielen, scheiterte der zögerliche Paraguayer an Union-Schlussmann Jakob Busk. Romain Brégerie (28.) überlobte Martin Hansen mit einem Rückpass, doch der Torhüter der Schanzer eilte noch rechtzeitig nach hinten.

Union konnte bis auf einen abgefälschten Schuss von Damir Kreilich (29.) und einen Knaller aus der Ferne von Felix Kroos (44.) keine Gefahr erzeugen. Die Ingolstädter Defensive stand sicher.

Nach knapp 60 Minuten sorgte Trimmel für das Stimmungstief der Schanzer. Sturmtank Sebastian Polter verlängerte einen Einwurf per Kopf, Trimmel drosch den Ball von Strafraumgrenze ins Tor. Walpurgis musste reagieren, um das Tempo zu erhöhen: Der FCI-Coach brachte die offensiven Sonny Kittel und Hadergjonaj für Cohen und Neumann.

Zwingend waren die Hausherren in der Folge trotzdem nicht. Union hätte dank Kreilach (75.) sogar höher gewinnen können. Kutschke (83.) hingegen vergab frei aus wenigen Metern per Kopf den Ausgleich. Sekunden vor dem Abpfiff sorgte ein mutmaßliches Foul an Lezcano im Strafraum nochmal für riesige Aufregung.

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dpa

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