Scharfe Töne des Beraters

Alaba nach „Piranha“-Attacke von Uli Hoeneß vor dem Abgang? FCB-Star ist „verwundert und verletzt“

Bringen diese Aussagen das Fass zum Überlaufen? David Alaba und sein Berater nehmen Stellung zu den Verhandlungen mit Bayern München - und das dürfte den FCB-Bossen nicht gefallen.

  • Die Vertragsverhandlungen zwischen dem FC Bayern München* und David Alaba drohen zu eskalieren.
  • Berater und Vater des Österreichers wählen gegenüber der Vereinsführung des Rekordmeisters scharfe Töne.
  • Auch Alaba selbst äußert sich erstmals zu dem Streit.

Update vom 18. September, 12.10 Uhr: Wegen David Alaba: Vor dem Bundesliga-Auftakt des FC Bayern gegen den FC Schalke (20.30 Uhr, hier im Live-Ticker) erteilt Karl-Heinz Rummenigge Ehrenpräsident Uli Hoeneß* einen Rüffel.

David Alaba: Vertrags-Posse beim FC Bayern München

Update vom 14. September 2020, 20.51 Uhr: Nachdem sich bereits Alabas Berater Pini Zahavi* und auch sein Vater George zu den Aussagen von Uli Hoeneß geäußert haben, meldet sich nun auch erstmals David Alaba selbst zu Wort. „Ich wünsche mir, dass meine vertragliche Situation nicht in der Öffentlichkeit geklärt wird“, erklärte der Abwehr-Chef des FC Bayern gegenüber der Bild. „Daher haben mich ein paar Aussagen und Berichte der letzten Wochen verwundert und durchaus auch verletzt. Viele Dinge, die im Moment geschrieben und gesagt werden, stimmen einfach nicht und entsprechen nicht der Wahrheit.“

Der Österreicher möchte deswegen allen Beteiligten eine öffentliche Diskussion ersparen, auch wenn nicht alle Details bekannt seien.

Alaba gerät zwischen die Fronten: „Dieser Klub ist für mich nicht irgendein Verein, er ist Zuhause, Familie und Heimat“

Alaba erklärte erneut sein langes Schweigen zu den Verhandlungen: „Ich habe mich bisher nie groß zu diesem Thema geäußert, weil ich mich ausschließlich auf unsere wichtigen Aufgaben mit dem FC Bayern fokussiert habe. Und das war auch gut so, denn letztendlich haben wir das Triple gewonnen.“ Das sei alles gewesen, was die letzten Wochen und Monate gezählt habe.

„Dass ich diese einzigartige Geschichte aktiv mitgestalten durfte, macht mich jeden Tag aufs Neue stolz. Dieser Klub ist für mich nicht irgendein Verein, er ist Zuhause, Familie und Heimat. Seit 12 Jahren trage ich das legendäre rote Trikot, und das habe ich jeden einzelnen Tag mit Hingabe, Stolz und Leidenschaft getan und tue das auch immer noch“, setzt Alaba seine Liebesbekundung für den FC Bayern München fort.

David Alaba will zeitnahe Lösung - Zahavi ohne Verständnis für Hoeneß: „Wie kann er solche Dinge über mich sagen?“

„Das Wohl dieses fantastischen Klubs steht einfach über allen Dingen und ist auch mir sehr wichtig. Ich habe jeden Verantwortlichen, jeden Mitspieler, jeden Angestellten des Vereins ins Herz geschlossen. In einer Familie ist man durchaus mal anderer Meinung, man streitet sich vielleicht auch, aber es bleibt immer innerhalb der Familie. Das werde ich auch weiter beherzigen.“

Alaba wünsche sich sehr, dass sie zeitnah eine Lösung finden, „damit der Klub, die Verantwortlichen, meine Mitspieler aber auch die Fans wissen, woran sie sind.“ Mit seinen diplomatischen Aussagen versucht der 28-Jährige wohl die Wogen zwischen den Konflikt-Parteien zu glätten zwischen, die er geraten ist ohne dabei dem FC Bayern oder seinem Berater in den Rücken zu fallen. Warum er sich aber nicht selbst in die Verhandlungen einschaltet, um die ewige Hängepartie zu beenden - in welche Richtung auch immer - lässt er weiterhin offen.

Auch Alabas Berater Pini Zahavi äußerte sich erneut zu der „Piranha“-Aussage von Hoeneß. In der Bild sagte er: „Ich habe Uli Hoeneß nur einmal zufällig bei einem Fußballspiel getroffen und Hallo gesagt. Wir haben nie gesprochen, er kennt mich nicht – wie kann er solche Dinge über mich sagen? Ich habe Hunderte Verhandlungen mit Leuten aus dem Fußball-Business geführt, es gab nie Probleme.“

„Piranha“-Aussage von Hoeneß: Alabas Berater und Vater entsetzt - „Schmutzige Lügen über Forderungen“

Erstmeldung vom 14. September 2020:

München - Seit Wochen schon sind die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von David Alaba beim FC Bayern* ein bestimmendes Thema im Verein und auch in den Medien. Die jüngste Wendung könnte dafür sorgen, dass die Zeichen zwischen dem Rekordmeister und dem Österreicher nun auf Trennung stehen:

FC Bayern weiter mit David Alaba? Berater und Vater mit scharfen Tönen in Richtung Klub

In einem Interview mit Sky nehmen Berater Pini Zahavi und auch Alaba-Vater George Stellung den langwierigen Verhandlungen, in denen es einerseits um eine saftige Gehaltserhöhung* für den 28-Jährigen geht, andererseits jedoch auch um eine längere Laufzeit (fünf statt vier Jahre), wie der Pay-TV-Sender ausführt. Erst am Sonntag hatte Uli Hoeneß im „SPORT1 Doppelpass“ Alaba-Berater Zahavi einen „geldgierigen Piranha“ genannt. Laut dem FCB-Ehrenpräsidenten fährt der Israeli hierbei eine perfide Strategie, um an eine millionenschwere Provision zu kommen*. Dies möchte Zahavi jedoch nicht auf sich sitzen lassen:

Der 77-Jährige präsentiert über die Verhandlungen mit Bayern München eine eigene Version. Über konkrete Zahlungen an ihn sei demnach bislang nicht gesprochen worden: „Ich habe zu keinem Zeitpunkt detailliert über eine etwaige Provisionszahlung mit den Bayern-Verantwortlichen gesprochen. Das einzige Mal, dass dieses Thema auf den Tisch kam, war bei unserem Treffen in Lissabon*. Dort fragte mich Hasan Salihamidzic, wie ich mir das vorstellen würde. Ich sagte ihm, dass wir zunächst an einer Einigung mit dem Spieler arbeiten sollten, ich aber nicht mehr als das Übliche fordern werde“, so Zahavi gegenüber „Sky“.

Alaba-Vater George über Verhandlungen mit FC Bayern: „Eine von diesen dreckigen Anschuldigungen“

Auch George Alaba, kommt gegenüber Sky zu Wort und bekundet Enttäuschung vom Verhalten des deutschen Rekordmeisters: „... Ich habe nicht damit gerechnet, dass der FC Bayern jetzt in der Öffentlichkeit schmutzige Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen streut. Zu behaupten, dass wir wegen einer solchen Zahlung bei Vertragsunterschrift nicht zu einer Einigung kommen, ist eine von diesen dreckigen Anschuldigungen. Und das alles nur, weil wir die von ihnen vorgelegten Zahlen nicht akzeptieren. Wir haben unsere eigenen Vorstellungen“, richtet der Vater des FC-Bayern-Allrounders scharfe Giftpfeile in Richtung Führungsetage. Ihm zufolge hätte er in den vergangenen Jahren schon mehrmals die Möglichkeit gehabt, seinen Sohn an einen anderen Verein zu transferieren.

Woran sich die Alaba-Seite störe: Das Angebot für eine Vertragsverlängerung in München (endet aktuell im Sommer 2021) in Höhe von 7,5 Millionen Euro sei lediglich etwas erhöht worden. Berater und Vater möchten den Österreicher jedoch zu den Topverdienern im Kader* hieven - und das trotz Corona-Krise* mit noch unbekannten Auswirkungen auch für den Profifußball. Berichte über die Forderung eines Jahresgehalts in München in Höhe von 25 Millionen Euro werden allerdings zurückgewiesen. Sollte Alaba den Klub noch in diesem Sommer verlassen, könnte ein Streit zwischen Trainer Hansi Flick und den FCB-Bossen eskalieren.*

Wie das Sky außerdem mitteilt, wolle sich David Alaba in Kürze selbst zu den stockenden Verhandlungen mit dem FC Bayern München* äußern - per sozialen Netzwerken. (PF) *tz.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

Um die Zukunft von David Alaba scheint sich eine Schlammschlacht zu entwickeln. Ob Uli Hoeneß dem Verein mit seinen Aussagen einen Gefallen getan* hat? Derweil heuert ein legendärer Bundesliga-Stürmer beim FC Bayern an*. Der Rekord-Knipser stand bereits zweimal bei den Bayern unter Vertrag. Auch Lothar Matthäus sparte nicht mit Kritik - allerdings an Dortmund-Coach Lucien Favre. Er bescheinigte ihm klare Fehler.

Rubriklistenbild: © Christof STACHE / AFP

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