Münchnerinnen erstmals im Halbfinale

FC Bayern in der Champions League weiter - nun wartet der FC Barcelona

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Die Damen des deutschen Vizemeisters FC Bayern stehen im Halbfinale der Champions League.

Zwei Teams der Frauen-Bundesliga hatten die Chance auf den Einzug ins Halbfinale der Königsklasse. Geschafft hat das Weiterkommen erstmals der FC Bayern. Nun gibt es ein klangvolles Duell.

Für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg endete der Triple-Traum, Bayern München schrieb dagegen mit einem Kantersieg Vereinsgeschichte: Der deutsche Vizemeister steht erstmals im Halbfinale der Champions League und darf weiter auf den Triumph in allen Wettbewerben hoffen. Nach dem 1:1 im Hinspiel gewannen die Bayern das Viertelfinal-Rückspiel gegen Slavia Prag vor eigenem Publikum mit 5:1 (3:0). In der Vorschlussrunde Ende April wartet nun der FC Barcelona. 

Für die Wölfinnen war indes Titelverteidiger Olympique Lyon wieder eine Nummer zu groß: Der deutsche Double-Gewinner verlor nach dem 1:2 der Vorwoche auch das Rückspiel in Wolfsburg deutlich mit 2:4 (0:2) und verpasste erstmals seit 2015 den Sprung unter die besten Vier der Königsklasse. "Nach dem 2:2 war die Hoffnung nochmal groß", sagte VfL-Trainer Stephan Lerch zum turbulenten Spielverlauf: "Wenn wir das länger halten, ist noch mal was möglich. Aber in den entscheidenden Momenten war Lyon einfach präsent."

FC Bayern und VfL Wolfsburg punktgleich in der Liga - Halbfinal-Duell im Pokal

Die Bayern, in der Meisterschaft punktgleich mit dem VfL auf Rang zwei, können nun schon am Sonntag den nächsten Schritt in Richtung Triple machen: Im Halbfinale des DFB-Pokals (15.15 Uhr/ARD) empfangen sie Wolfsburg zum Gipfeltreffen. Das Selbstvertrauen dürfte groß sein nach dem deutlichen Erfolg in der Champions League. Fridolina Rolfö (23.), Melanie Leupolz (33.), Mandy Islacker (41./55.) und Jill Roord (83.) ließen München weiter vom Finale am 18. Mai in Budapest träumen. Katerina Svitkova (77.) traf für die Gäste.

Meister VfL Wolfsburg ist gegen Lyon aus der Königsklasse geflogen.

Vor 4445 Zuschauern im ausverkauften AOK Stadion von Wolfsburg brachten die deutsche Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan (8.) und Wendie Renard (25., Foulelfmeter) die Welt-Auswahl des Seriensiegers Lyon, der zuletzt dreimal in Folge den Henkelpokal gewann, in Führung. Pernille Harder (53./56.) glich für den VfL in einer turbulenten zweiten Hälfte aus, ehe Eugenie Le Sommer (60./80.) die letzten Wolfsburger Hoffnungen zunichte machte. Auch Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg verfolgte auf der Tribüne den Showdown der zwei besten europäischen Frauenfußball-Klubs in der Neuauflage des Vorjahresendspiels (1:4 n.V.). Doch wie schon im Hinspiel fing sich der Bundesliga-Spitzenreiter frühzeitig unnötige Gegentore. Mit ihrem halbhohen Freistoß zur Führung ließ zunächst Edeltechnikerin Marozsan ihre Nationalteamkollegin Almuth Schult im VfL-Tor schlecht aussehen.

Die Torhüterin, zu Jahresanfang von einer Masern-Infektion außer Gefecht gesetzt, verursachte eine Viertelstunde später auch den zweiten Gegentreffer. In höchster Not holte Schult im Strafraum Stürmerin Ada Hegerberg von den Beinen. Da Lyons Kapitänin Renard den berechtigten Strafstoß verwertete, war der VfL-Matchplan über den Haufen geworfen.

Der zweimalige Titelträger (2013 und 2014) musste so im zweiten Durchgang volles Risiko und in die Offensive gehen. Der schnelle Harder-Doppelschlag ließ den VfL zwischenzeitlich noch an das große Wunder glauben, doch die abgeklärten Französinnen ließen sich das Halbfinal-Ticket nicht mehr nehmen.

Lesen Sie auch: In Italien und Spanien wurden gerade Zuschauerrekorde im Frauenfußball aufgestellt. In Deutschland sehen die Zuschauerzahlen mau aus. Ein Grund ist auch die fehlende Rivalität zwischen den Klubs, wie tz.de* berichtet.

SID

tz.de* ist ein Angebot des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks

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