Die Spitzen fliegen

FCB-Boss Rummenigge zu BVB-Präsident Rauball: „Darüber müssen wir dringend nochmal reden...“

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Karl-Heinz Rummenigge und Reinhard Rauball (r.) steigen gemeinsam aus einem Wagen.

Die Saison ist noch gar nicht alt, da fliegen schon die ersten Spitzen zwischen den Bayern und dem BVB. Die letzte Aussage von Rummenigge hat aber einen besonderen Grund.

Update vom 21. August, 15.52 Uhr: Zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund herrscht ja seit Jahren eine gesunde Rivalität. Spätestens seit der Sommerpause, als der BVB ganz offen davon sprach, Meister werden zu wollen, werden die Spitzen aus beiden Lagern in Zukunft wieder häufiger fliegen. 

Den Bayern ist auch aufgefallen, dass die Schwarz-Gelben sich ordentlich verstärkt haben und sehen die Dortmunder daher erstmals seit längerer Zeit wieder als ernsthaften Konkurrenten um den Titel.

Das unterstreicht auch die Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge gegenüber BVB-Präsident Reinhard Rauball am Mittwoch.

Rummenigge foppt Rauball: „Darüber müssen wir dringend nochmal reden...“

„Für deine Einsätze in der BVB-Traditionsmannschaft sollst Du diese Forderungen gestellt haben: Ich bekomme die Nummer zehn, spiele durch, schieße den ersten Elfmeter und kriege eine Tafel Schokolade. Solche und alle anderen Wünsche werden dir hoffentlich in Zukunft erfüllt. Wobei ich einschränken muss, über deinen letzten Wunsch nach der deutschen Meisterschaft 2020 sollten wir dringend noch einmal sprechen“, sagte Rummenigge in Frankfurt auf der DFB-Tagung.

Allerdings versehen mit einem dicken Augenzwinkern. Der Bayern-Boss hielt nämlich die Laudatio für Rauball, der zum DFB-Ehrenpräsidenten ernannt wurde. 

Hans-Joachim Watzke, Chef von Borussia Dortmund, stichelt gegen den FC Bayern

Während der BVB mit Nico Schulz, Thorgan Hazard, Julian Brandt, und Mats Hummels bereits seit Wochen den Kader schon komplett hat, haben die Bayern mit den Deals von Ivan Perisic, Michael Cuisance und Philippe Coutinho ihre Transferaktivitäten größtenteils erst jetzt abgeschlossen.  

Hans-Joachim Watzke vom BVB: Spitze gegen FC Bayern München und Uli Hoeneß

Dortmund - Hans-Joachim Watzke hat mit einer Spitze gegen den FC Bayern München und seinen Präsidenten Uli Hoeneß für Aufsehen gesorgt. Im „Schwarzgelben Talk“ der Ruhr Nachrichten am vergangenen Dienstag wurde der Boss von Borussia Dortmund von Sportjournalist und Moderator Sascha Klaverkamp gefragt, wieso er schon ganz früh nach Ablauf der vergangenen Saison die Marschroute ausgegeben hatte, dass der BVB Meister werden wolle.

Watzke antwortete folgendermaßen: „Ich habe das gesagt, damit gar keine Diskussionen aufkommen.“ Die vergangene Saison sei ja eigentlich eine gute gewesen, aber letztlich war man doch enttäuscht. Es sollten gar keine Diskussionen aufkommen darüber, warum es nicht geklappt hat. Man sprach vielmehr über dessen Kampfansage. Das sei sein Plan gewesen, erklärte Watzke.

Watzke stichelt gegen FC Bayern

Dann schob der BVB-Boss Sätze hinterher, die aufhorchen ließen: „Ich hatte allerdings auch schon ein bisschen Herrschaftswissen. Weil ich wusste, dass wir auch schon einiges sicher hatten.“ Moderator Klaverkamp merkte sofort an, dass Bayern-Präsident Hoeneß dies Ende Februar ja auch schon gewusst hatte. Watzke hielt kurz inne und sagte mit einem Lächeln: „Das habe ich damit jetzt nicht gemeint“. Das lachende Publikum erkannte allerdings die Spitze gegen den Erzfeind aus München.

Wie tz.de* berichtete, hatte Hoeneß im Februar im Fußball-Talk „Doppelpass“ auf Sport1 die Arbeit von Sportdirektor Hasan Salihamidzic gelobt und gesagt: "In unserer Transfer-Politik haben wir dieses Jahr beschlossen, nicht zu klotzen, aber nächstes Jahr. Wenn Sie wüssten, was wir schon alles sicher haben für die neue Saison.“

FC Bayern: Transfer-Motor stottert gewaltig

Nach dem Bekanntwerden der Transfers der deutschen Nationalspieler Julian Brandt und Nico Schulz sowie des belgischen Auswahlspielers Thorgan Hazard kann man sagen: Dortmund hatte offenbar tatsächlich „schon einiges sicher“ - Mats Hummels kam erst später dazu. Beim FC Bayern München hingegen stottert der Transfer-Motor noch gewaltig. Nach der Verletzung von Leroy Sané konnte lediglich Ivan Perisic bislang als Offensiv-Verstärkung an die Isar gelockt werden. An Timo Werner und Philippe Coutinho sollen die Bayern dran sein.

mm/tz/fs

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Uli Hoeneß hofft, dass der Fußball künftig von Global-Player-Firmen profitieren könnte. Außerdem spricht er über die mögliche Transfersumme von Leroy Sané.

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