„Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft“

Nach Kritik vom Kaiser: Jetzt äußert sich Kimmich - „Wenn Herr Beckenbauer...“

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Franz Beckenbauer stellte sich hinter Bayern-Trainer Niko Kovac und wünscht ihm Erfolg.

Franz Beckenbauer kritisierte die Leistungen des FC Bayern unter Niko Kovac heftig. Joshua Kimmich stellte nun ebenfalls ein Zeugnis aus. 

Update vom 6. Mai, 14.35 Uhr:Thomas Müller fühlt sich auch nach der Kritik von Franz Beckenbauer gut im Trikot des FC Bayern und Sportdirektor Hasan Salihamidzic wirft dem Kaiser vor, „nicht die richtigen Worte getroffen“ zu haben.

Jetzt äußert sich auch Joshua Kimmich zur Kritik Beckenbauers. Nach dem Spiel der Bayern gegen Hannover 96 (3:1) sagte der Rechtsverteidiger noch in der Mixed Zone: „Herr Beckenbauer war ein Riesenspieler und ein Riesentrainer. Wenn Herr Beckenbauer das so sagt, dann ist das eindeutig.“ 

Außerdem ist der 24-Jährige der Meinung, dass die Mannschaft in dieser Saison in „sehr vielen Spielen“ zu wenig geleistet hat. Der FCB habe zu häufig nicht auf dem höchsten Leistungsniveau agiert. Klar ist aber auch: Schon am Samstag kann Bayern Meister werden

Müller kontert: „Wer lesen kann...“

Update vom 4. Mai, 19.22 Uhr: Auf die Kritik von Franz Beckenbauer angesprochen meinte Thomas Müller: „Ich weiß nicht, wie gut die Uwe-Seeler-Traditionself war“, und konterte die Kritik dann: „Wer lesen kann, fühlt sich gut im Trikot des FC Bayern. Natürlich hatten wir schon bessere Spielzeiten. Aber wenn man neun Punkte Rückstand zu fünf Punkten Vorsprung aufarbeitet, dann hat man auch viel richtig gemacht“.

Noch deutlicher wies Sportdirektor Hasan Salihamidzic die Beckenbauer-Kritik zurück. Seiner Meinung nach hat der Kaiser „nicht die richtige Wortwahl getroffen“. Brazzos Sicht der Dinge: Man habe „größtenteils sehr gut gespielt“ und könne ja auch noch zwei Titel holen.

Beckenbauer mit Kritik an FC Bayern: „Verwöhnte Truppe“

Erstmeldung vom 4. Mai, 15.30 Uhr: München - Ehrenpräsident Franz Beckenbauer wünscht Bayern-Coach Niko Kovac das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. „Abgerechnet wird zum Schluss. Das könnte er hernehmen, um denen die lange Nase zu zeigen, die nicht an ihn geglaubt haben. Ich wünsche es ihm“, sagte Beckenbauer am Samstag in der Allianz Arena. Dort wurde die Meister-Mannschaft des FC Bayern München aus der Saison 1968/69 geehrt. Die Spieler um Beckenbauer hatten vor 50 Jahren erstmals in der Vereinsgeschichte das Double gewonnen.

Beckenbauer über Kovac: „Er muss es schaffen“

Unter Kovac könnten die Münchner in diesem Jahr zum zwölften Mal das Double holen. „Es ist nicht leicht, eine solche Mannschaft zu trainieren. Es ist eine verwöhnte Truppe“, sagte Beckenbauer. „Aber Niko sollte das Double schaffen, er muss es schaffen.“

Der „Kaiser“ glaubt an die Qualität der Münchner, rügte aber auch einige Auftritte: „Der FC Bayern ist stark genug für das Double. Die Mannschaft braucht nur die richtige Einstellung.“ Genau die hatte Beckenbauer in der laufenden Saison mitunter vermisst. „Sie hätten den Sack schon längst zu machen können, das ist aber nicht gelungen. Wenn ich die Spiele in der Champions League und der Europa League sehe, wie da gefightet wird, da meine ich manchmal, die Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft zu sehen“, sagte Beckenbauer über Auftritte des FC Bayern im Vergleich zu den kontinentalen Top-Spielen. „Das müssen sie sich leider gefallen lassen“, verteidigte BEckenbauer siene Aussage mit Blick auf die Spieler des FCB und schloss mit den Worten: „Das muss nicht sein und das darf nicht sein“.

Zudem äußerte sich Beckenbauer auch zur Causa James Rodriguez beim FC Bayern*. Der Kaiser ist offenbar ein Fan des Kolumbianers. Offenbar denken die Bayern-Bosse über eine Veränderung auf der Trainerbank nach. Wie tz.de* berichtet, soll Thomas Tuchel als neuer Coach gehandelt werden.

Joshua Kimmich gehört in dieser Saison zu den Eckpfeilern des FC Bayern. Seine Qualitäten sind bekannt - auch bei Lionel Messi und dem FC Barcelona. Kommt es zum Mega-Transfer?

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dpa

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