FCB-Trainerteam muss gehen

FC Bayern: Ancelotti entlassen - aber er reagiert wie ein ganz Großer

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Carlo Ancelotti: So früh in der Saison wie der Italiener musste noch kein Bayern-Trainer an der Säbener Straße den Hut nehmen.

Auf die Niederlage bei Paris St. Germain folgt bei den Bayern der große Knall: Der Rekordmeister hat Trainer Carlo Ancelotti und dessen Assistenten vor die Tür gesetzt.

22.11 Uhr: Das war‘s für heute mit den Informationen zur für viele überraschenden Entlassung von Carlo Ancelotti. 

21.38 Uhr: Am Abend hat Carlo Ancelotti die angekündigte Erklärung (siehe 19.10 Uhr) folgen lassen - kurz, knapp und wie ein Gentleman. Der Italiener schrieb auf seinem Instagram-Account:

mrancelotti Bestätigt Folgen Es war eine Ehre, Teil der Geschichte der Bayern zu sein. Danke an den Klub, die Spieler und die grandiosen Fans. Ciao #MiaSanMia It has been a great honour to form part of Bayern Munich's history. I would like to thank the Club, the Players and it's amazing fans. Ciao and #MiaSanMia Gefällt mir Kommentar Gefällt 13.916 Mal mrancelottiEs war eine Ehre, Teil der Geschichte der Bayern zu sein. Danke an den Klub, die Spieler und die grandiosen Fans. Ciao #MiaSanMia It has been a great honour to form part of Bayern Munich's history. I would like to thank the Club, the Players and it's amazing fans. Ciao and #MiaSanMia Weitere Kommentare laden duvanrivBayern dont deserve to have you gioele_galeoneNn te ne andare rimani santiago.bernal.19Grande... y ahora James otra vez al banquillo =( pascalsvwBester Trainer der Welt beatrizbastoss nitapachpinGran hombre y excelente técnico, qué tristeza que no lo hayan valorado. Eres el mejor @mrancelotti claracalderiniiSi ma non vai al Milan ora che te ne sei andato faizanchauDanke für alles✌ alessandroriano#ancelottinazionale pier_landers1Good luck alespiras83Il migliore di tutti @mrancelotti mo_afshariking❤ romacaput_mundiDaje Roma Daje!!!!!!! aderforsdanielCome home!!!! mc.carozzaTorna al Milan! Sei il migliore ! pedro.khalil@mrancelotti gracias mister sos grande buena suerte zaech.19@mrancelotti ich fande Sie grandios. Die Leistung schiebe ich nicht Ihnen zu sonder viel Faktoren passen nicht. Viel Erfolg weiterhin. fc_bayern_abdul_Verbisst dich sistasabribg❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️ alxnitedNon sanno cosa hanno perso, daje Carlè ❤️ VOR 10 MINUTEN Melde dich an, um mit „Gefällt mir“ zu markieren oder zu kommentieren. Weitere Optionen Instagram Instagram Suchen Suchen App installieren Anmelden INFOHILFEBLOGPRESSEAPIJOBSDATENRICHTLINIEIMPRESSUM/TERMS/NETZDGVERZEICHNISSPRACHE © 2017 INSTAGRAM Registriere dich, um die Fotos und Videos deiner Freunde zu sehen. Registrieren ✕
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Kein böses Wort, kein Nachtreten. Ein ganz Großer des internationalen Fußballs.

20.40 Uhr:Erste Worte von Julian Nagelsmann - und zumindest nach einer glasklaren Absage klingt das Statement des Hoffenheim-Coaches nicht: „Ich habe mich heute nicht damit beschäftigt, ich befasse mich nicht mit Spekulationen. Meine Medienabteilung hat alles von mir ferngehalten, was nichts mit dem Spiel zu tun hat“, sagte der 30-Jährige am Donnerstag vor dem Europa-League-Match Hoffenheim gegen Rasgrad dem Sender Sport1.

19:50 Uhr: Jetzt hat sich auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß zu Wort gemeldet. Seine Äußerungen lassen auf eine teaminterne Krise schließen.

17:11 Uhr: Eine weitere pikante Note enthält folgende Statistik, die uns per Internet ins Hause flattert: Unter Carlo Ancelotti holte der FC Bayern im Durchschnitt 2,25 Punkte pro Pflichtspiel. Damit ist der Italiener nach Pep Guardiola (2,39/jetzt ManCity) der zweiterfolgreichste Coach der Münchner Vereinsgeschichte. Zumindest wenn man den Bereich Trophäensammlung außen vor lässt.

16.55 Uhr: Eine interessante Info bekommen wir aus den Fußball-Geschichtsbüchern überliefert: Noch nie trennte sich der FC Bayern so früh in der Saison von einem Cheftrainer. Den bisherigen "Rekord" hielt Jupp Heynckes, der 1991 am 4. Oktober gehen musste...

16.35 Uhr: Sport1-Journalist Martin Volkmar will von Insidern erfahren haben: Ancelotti habe seinen Rauswurf zuletzt geradezu provoziert - unter anderem mit einer seltsamen „Vorbesprechung“ beim Match gegen die Pariser:

16.27 Uhr: Für Ancelotti ist es übrigens beileibe nicht der erste frühzeitige Abschied von einem großen Verein: Auch bei Juve, Chelsea, PSG und Real war für den Italiener nach maximal zwei Saisons Schluss.

16.10 Uhr: Unserer Umfrage* zufolge haben die Bayern-Fans zwei klare Favoriten für die Ancelotti-Nachfolge: Thomas Tuchel und Jupp Heynckes. Es kann weiter abgestimmt werden.

16.02 Uhr: Auf Twitter blühen unterdessen bereits die Spekulationen über den dauerhaften Nachfolger für Ancelotti - unter den zehn meistgenutzten Hashtags findet sich derzeit neben „FC Bayern“ und „Carlo Ancelotti“ auch... „Tuchel“!

15.56 Uhr: Interimstrainer wird tatsächlich der bisherige Co Willy Sagnol. Mit Ancelotti müssen auch seine Assistenten Davide Ancelotti, Giovanni Mauri, Francesco Mauri und Mino Fulco gehen.

15.51 Uhr: Jetzt ist es fix! Der FC Bayern bestätigt die Trennung von Carlo Ancelotti auf seiner Homepage.

15.35 Uhr: Auch die Nachrichtenagenturen vermelden nun das mutmaßliche Ende der Amtszeit von Carlo Ancelotti in München.

15.17 Uhr: Dafür gibt es nun eine zweite Quelle: Sport-Bild Fußballchef Christian Falk schreibt auf Twitter, die Trennung sei fix. Willy Sagnol übernehme als Interims-Coach.

14.57 Uhr: Mittlerweile schreiben verschiedenste Medien - darunter etwa Sport1 - vom Aus für Carlo Ancelotti. Einzige Quelle ist aber immer noch der Bericht von ESPN, weitere Hinweise oder ein offizielles Statement aus der Säbener Straße gibt es derzeit nicht. Vorsicht ist also nach wie vor geboten.

14.40 Uhr: War es das für Carlo Ancelotti? Der Sportsender ESPN will aus Vereinskreisen erfahren haben, dass der Italiener das Traineramt niedergelegt hat!

Carlo Ancelotti muss kurz nach seinem einjährigen Bestehen beim FC Bayern schon wieder den Hut nehmen.

München - Nach der Schmach von Paris und der Ankunft am Flughafen München ging Carlo Ancelotti scheinbar unbeeindruckt zum Bus, der vor dem Terminal auf ihn und die Mannschaft wartete. Auf Fragen zu seiner Zukunft als Trainer des FC Bayern brummte er nur: "Kein Kommentar." Eine vielsagende Äußerung - wenige Stunden später senkten die Verantwortlichen nach Informationen von Sport Bild und Sky Sport News HD dann den Daumen: Ancelotti, dessen Vertrag bis 2019 läuft, muss gehen! 

Übergangslösung ist Willy Sagnol. Der ehemalige Profi der Münchner und Trainer von Girondins Bordeaux, im Sommer an Ancelotti vorbei von den Verantwortlichen schon als Assistent verpflichtet, wird den FC Bayern am Sonntag bei Hertha BSC betreuen. Danach ist Länderspielpause. Als Kandidat für die Zukunft galt bislang Julian Nagelsmann, nun wird für eine längerfristige Nachfolge Thomas Tuchel gehandelt - er wohnt in München, Nagelsmann baut dort gerade. 

Paris vs. FC Bayern: Ancelotti verzockt sich mit Aufstellung

Mit seiner Taktik und Aufstellung beim 0:3 (0:2) in Paris hatte Ancelotti die seit Monaten wachsenden Zweifel an seiner Arbeit dramatisch verstärkt und die Trennung schließlich provoziert. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge konnte seinen ganzen Frust und seine Wut kaum verbergen, als er beim Bankett im noblen L'Hotel du Collectionneur mit schneidender Stimme zu den Ehrengästen, aber selbstverständlich auch zur Mannschaft und zu Ancelotti sprach. 

"Es war", sagte Rummenigge in seiner kurzen Rede, "eine ganz bittere Niederlage, eine Niederlage, die es zu analysieren gilt, nach der wir auch Klartext reden und Konsequenzen ziehen müssen. Denn das, was wir gesehen haben, war nicht Bayern München." Ancelotti saß zu mitternächtlicher Stunde am Vorstandstisch direkt daneben, kaute mit betretener Miene auf einem Stück Brot herum und nippte an seinem Wein. 

Der Italiener (58) dürfte sich nach der Demütigung durch die überragenden Millionen-Stars Neymar und Kylian Mbappe von Rummenigge angesprochen gefühlt haben, nachdem er sich mit seiner "Harakiri"-Aufstellung völlig verzockt und wichtige Spieler wie Mats Hummels, Arjen Robben oder Franck Ribery damit wohl nachhaltig verärgert hatte. Zumal er sie angeblich vorab nicht über seine Pläne informierte, sie auf die Bank zu setzen. 

Die Bayern stehen vor einem heißen Herbst. Es sei wichtig, "dass wir schnell wieder die Kurve kriegen und uns als Bayern München präsentieren und dann eben auch zeigen, dass wir eine Mannschaft sind, die in Europa, aber auch national für Furore gesorgt hat", sagte Rummenigge. Was er nicht sagte: Unter Ancelotti hat sich dieses Bayern München stetig zurückentwickelt, es ist kein Konzept zu erkennen, keine Struktur wie unter Pep Guardiola. 

Die Tage von Carlo Ancelottis bei den Bayern sind gezählt

FC Bayern offenbart eklatante Unterschiede im Vergleich zur Scheich-Truppe

Die Zweifel an Ancelotti müssen am Mittwoch noch einmal zugenommen haben. Zu eklatant waren die Unterschiede im Duell gegen das mit Scheich-Milliarden finanzierte PSG. Und umso tiefer saß der Stachel, dass es ausgerechnet der neureiche französische Vizemeister war, der neue Lieblingsfeind der Münchner, der ihnen deutlich vor Augen führte, wie weit sie derzeit vom europäischen Fußball-Thron entfernt sind. 

Anstatt mit einer runderneuten Mannschaft und einem neuem 4-3-2-1-System Paroli bieten zu können, wurden den überforderten Bayern schonungslos die Grenzen aufgezeigt. Gegen Neymar und Mbappe sahen Arturo Vidal, Niklas Süle oder David Alaba wie Schulbuben aus. Hummels, Ribery und Robben (bis zur 68. Minute) saßen derweil auf der Bank, Jerome Boateng sogar nur auf der Tribüne. 

Die Spieler bissen sich anschließend auf die Zunge, hielten sich mit offener Kritik an Ancelotti zurück. "Es ist besser, wenn ich dazu nichts sage. Ich muss erst darüber nachdenken", sagte Ribery am Donnerstag. "Das Wichtigste ist, dass wir jetzt als Mannschaft zusammenhalten. Wir brauchen Ruhe. Jeder, der jetzt seine Unzufriedenheit nach außen trägt, hilft der Mannschaft nicht", meinte Robben. 

Die Gründe für das Debakel waren schnell gefunden. Vor allem das frühe 0:1 durch Dani Alves (2.) habe den PSG-Weltklassespielern in die Karten gespielt, meinte Robben. Thomas Müller vermisste "Mut". Joshua Kimmich sprach von fehlender Körperspannung, die Edinson Cavani (31.) und Neymar (63.) zu weiteren Treffern nutzten. Dass seine Aufstellung zu riskant gewesen sei, schloss Ancelotti aus. Er "bedauere nichts".

SID/pf/Video:Glomex

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