Auf Hauptversammlung

Krasse Alkoholbeichte von FCA-Präsident - danach keilt er gegen RB Leipzig

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FCA-Präsident Klaus Hofmann berichtete auf der Mitgliederversammlung von einem Alkohol-Exzess mit unschönem Ende.

Der Präsident des FC Augsburg hält sich in der Öffentlichkeit eher zurück. Doch auf der Mitgliederversammlung machte er ein überraschendes Alkohol-Geständnis.

Augsburg - Am letzten Spieltag der vergangenen Saison war beim FC Augsburg noch einmal Bibbern angesagt. Denn die bayerischen Schwaben hätten im Falle von äußerst ungünstigen Ergebnissen bei der Konkurrenz doch noch in die Relegation gewünscht. Wohl auch deswegen griff Präsident Klaus Hofmann zur Flasche. Auf der Mitgliederversammlung des FCA berichtete er von einem Whiskey-Exzess nach Spielschluss.

Vor der Partie habe er sich eine Pulle Hochprozentiges gekauft, berichtete der 50-Jährige laut der Bild, „und habe dem Verkäufer gesagt, die trinke ich aus, wenn Augsburg nicht absteigt.“ Dabei trinke er nach eigenen Angaben sonst so gut wie keinen Alkohol. Da die Augsburger gegen Hoffenheim zuhause Unentschieden spielten, war der Klassenerhalt gesichert. 

Für Hofmann bedeutete dies einen feuchten Abend mit einem unschönen Ende. Denn: „Leute haben mich auf einer Park­bank ent­deckt. Ich kann mich nicht er­in­nern, dass ich da war.“ Allerdings bereut er dieses Ergebnis nicht. „Ich muss ehrlich sagen, ich möchte das dieses Jahr wieder erleben. Derzeit sieht es so aus, als könne er schon recht früh zur Flasche greifen. Denn die Augsburger stehen im Moment auf Platz 8 in der Tabelle mit ordentlich Abstand auf die Relegation.

FCA-Präsident ledert gegen RB Leipzig

Auf der Hauptversammlung teilte er auch hart gegen den Vizemeister RB Leipzig aus. "Leipzig darf keine Lizenz bekommen. Sie erfüllen die faktischen Voraussetzungen eines Vereins nicht. Juristisch mag das erlaubt sein, aber Leipzig hat nur 17 Mitglieder, da darf kein weiteres Mitglied rein", sagte Hofmann (50) auf der Mitgliederversammlung des FCA am Montagabend. 

Hofmann kündigte an, in einer Art Selbstversuch Mitglied beim Emporkömmling aus Sachsen werden zu wollen. "Das probiere ich aus! Schauen wir mal, was passiert", sagte Hofmann und ergänzte süffisant: "Das sollte doch möglich sein, schließlich erfüllt doch Leipzig die offiziellen Fakten bei der Lizenzierung. Regeln sind für alle gleich und nicht für einen gleicher!"

So reagiert RB Leipzig

Dass er für seine Attacken aus Leipzig gerügt werden könnte, war dem FCA-Boss offenbar egal. "Jetzt wird der Herr Mintzlaff (RB-Geschäftsführer/d.Red.) wieder seine Kommunikationsabteilung auf mich hetzen", sagte Hofmann, "aber ich mag ihn auch nicht." Schon in der Vergangenheit hatte sich der Augsburger kritisch gegen das RB-Projekt geäußert. Und die Leipziger reagierten umgehend. "Wir nehmen die Bewertung des Lizenzierungsverfahrens der DFL von Herrn Hofmann amüsiert zur Kenntnis", sagte ein RB-Sprecher.

RB Leipzig hatte die Lizenz der Deutschen Fußball Liga (DFL) erst nach der Erfüllung von drei Bedingungen erhalten. Das Vereinslogo, das in seiner ursprünglichen Version zu sehr an das Firmenlogo des Klubeigners Red Bull erinnerte, wurde leicht verändert, die Führungsstruktur im Klub überarbeitet, und im zuvor dreiköpfigen RB-Aufsichtsrat musste einer der rund 200 Fördermitglieder des Vereins aufgenommen werden.

bix/sid

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